Eines meiner großen Schattenthemen: Bedeutsam in seinen Schattierungen und ein großes Scheitern

schatten-licht

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 8

Zur Zeit beschäftigen wir uns in der integralen Menschenlehrer-Ausbildung mit Veit Lindau mit dem Thema Schattenarbeit.1)Was das ist, kannst im verlinkten Artikel aus der Zeitschrift SEIN nachlesen. Ich werde das Thema in Kürze mit meinen eigenen Worten erläutern. In diesem Artikel mag ich einmal meine eigenen Schatten benennen, denen ich mir teils schon länger, teils aber auch erst seit kurzem bewusst bin. Ich danke für meine Schattenthemen, werde mich ihnen widmen und freue mich, dass sie sich dank Schattenarbeit und meinen weiteren Bestrebungen sicher auflösen werden. Meine Kernschatten-Themen sind:

  • Meine Selbstliebe
  • Bedeutsamkeit
  • Reichtum
  • Mein Körper
  • Meine Weiblichkeit und mein Mutter-Sein:
  • Äußere Ordnung

Diese Schattenthemen werden natürlich auch gerade aktuell durch einige Menschen getriggert, zu denen ich Spannungen spüre. Die will ich hier aber aus Respekt vor deren Privatsphäre nicht benennen. Ich werde sie aber direkt ansprechen und das „aufdecken“. Also let´s go – beschreibe ich mal eines meiner Schattenthemen en detail – die Bedeutsamkeit. Die anderen beschreibe ich sukzessive später:

Bedeutsamkeit oder „Um gut zu sein, muss ich jetzt aber noch…“
Ich war mir schon länger bewusst, dass ich ein Thema damit habe – und zwar tatsächlich in ganz unterschiedlichen Dimensionen. Einerseits sehne ich mich nach Bedeutsamkeit und andererseits habe ich mich oft genug unsichtbar gemacht, könnte schon längst bedeutsamer sein.

Zwei X-Chromosomen zum Trotz?!?
Bedeutsamkeit. Prof. Dr. Gerald Hüther sprach Anfang März bei einer Veranstaltung (ein Tag mit uns Menschenlehrer*innen und den Teamleader*innen im Human Trust in Hamburg) über dieses Thema. Seine These: Männer müssten bedeutsam sein, weil sie nur ein X-Chromosom besäßen und damit die „Fehlschreibungen“ dieses Chromosoms nicht durch ein zweites X-Chromosom aufheben könnten. Das mag richtig sein. Und schon ohne, dass Gerald Hüther das ausgesprochen hatte, wusste ich, was das mit mir zu tun hat: Ich bin eine Frau, aber ich strebe dennoch nach Bedeutsamkeit – obwohl ich ja ein zweites X-Chromosom zum Ausgleich habe. Das ist zum Teil auch in einer Wunde meiner Kindheit begründet, zum Teil ist es aber – zumindest meinem Empfinden nach ein natürliches Streben danach, sichtbar zu sein. Denn wenn wir nur uns selbst genügen, was entwickelt sich dann weiter…?!?

Ich finde, es ist das Recht jedes Menschen, bedeutsam zu sein.
Und wenn sich viel mehr Menschen von uns wichtiger nähmen,
dann wäre diese Welt heller, strahlender.

Hallo, ich bin da. Sieht mich einer?
Mein eigenes Bedeutsamkeits-Thema hat schon einen großen Schatten: Meine Eltern mussten heiraten – wegen mir. Das bekam ich spätestens jeden Geburtstag parallel zu meinen Geschenken „überreicht“.2)Wobei ich auch dazu schreiben mag, dass meine Eltern so wie sie es konnten, sehr liebevoll und fürsorglich mit mir waren, so weit sie es ob ihrer eigenen Schattenthemen konnten. Diese Geschichte würde aber zu weit führen. Kurzum: Ich liebe meine Eltern und alles, was sie für mich getan hat, und ich bin dankbar für meine so freie Kindheit. Es hat geschmerzt. So habe ich viel Zeit meiner Kindheit viel dafür getan, gesehen zu werden (denn das musste ich, weil meine kleinere Schwester sehr krank war und der Großteil der Aufmerksamkeit ihr zufloss): Ich war immer eine der besten Schülerinnen, es gab nie Probleme, ich habe immer gut funktioniert. Offenbar sogar schon als Baby. O-Ton meine Mutter: „Du warst so ein braves Baby, Du hast nie geschrien.“ Nachtigall…

Studium mit links
So setzte sich mein Streben nach dieser Bedeutsamkeit, kombiniert mit einem gewissen anpassenden Funktionieren, fort: die Ausbildung musste ich durchziehen (wollte mein Vater so), ich habe so auch gut geschafft, im Studium war ich eine der Besten, obwohl ich dort gewissermaßen „ausgebrochen“ bin und mich leidenschaftlich für eine Studenteninitiative engagiert habe. Das Studium flutschte wie nebenbei. Außerdem habe ich während meines Studiums insgesamt fünf Praktika absolviert (es gab nur ein Pflichtpraktikum), gejobbt und es trotzdem in zehn Semestern gepackt. Natürlich hat mir das Freude bereitet (ich hatte tolle Praktikumsplätze), gewissermaßen hatte das aber auch damit zutun, dass ich auf Nummer sicher gehen wollte, wirklich „Karriere“ zu machen (was auch immer das heißt: in meiner Vorstellung war das damals ein Managerposten in einem Konzern mein Möglichkeits-Horizont reichte nicht weiter).

Rock´n´Roll im Haifischbecken
In meiner Konzern-Zeit kam das Bedeutsamkeitsthema auch in verschiedenen Facetten auf. Hier musste ich noch mehr um meine Bedeutsamkeit kämpfen. Ich war in einem Bereich  gelandet, in den Viele gern wollten: Im Kultursponsoring, in der Kommunikationsabteilung. Du „musstest“ Dich produzieren. Und so einige Male wurde mir die Butter vom Brot genommen. Etwa als ich eine tolle Veranstaltung, ein Rockkonzert mit Aftershow-Party im Rahmen der Frankfurter Musikmesse organisiert hatte: Bei der Teambesprechung in der Folgewoche stand es an zu berichten, welche Projekt gelaufen waren. Noch bevor ich erzählen konnte, schnappte sich mein damaliger Kollege Kai die Story, heftete sich selbst den Orden ans Revers und plauderte ausschweifend, wie begeistert doch alle Besucher*innen gewesen seien.3)So etwas ist mir übrigens nicht nur einmal passiert. Mich wurmten auch kleine Details: Die Pressemitteilungen und viele Berichte waren von mir geschrieben, doch mein Name war nirgends sichtbar. Autsch!

Die im Dunkeln sieht man nicht oder: Awardverleihung namenlos
Dass das mir bewusst war, war ja schonmal ein Fortschritt. Mir ist es in meinem jüngeren Jahren sogar passiert, dass ich Material von mir habe verwenden lasse, ohne dabei sichtbar zu sein. Für meine Magisterarbeit hatte ich auch auf  Frankfurter Musikmesse und auf der POP.KOMM. eine Befragung durchführen lassen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Die Sponsoring-Agentur, mit der wir damals zusammen arbeiteten (damals die renommierteste Agentur Deutschlands), fragte an, ob sie die Ergebnisse verwenden könnten. Ich bejahte. Sie tauchten groß aufgemacht in einer High-End-Publikation auf – mit der Quellenangabe der Agentur. Ich war nicht vorhanden – und was noch viel schlimmer ist: Es war mir damals darüber gar nicht bewusst. Erst zehn Jahren später, als ich mich daran erinnerte, wurde mir klar, das Material von mir benutzt worden war, und ich nicht darauf bestanden hatte, dass auch ich dabei sichtbar bin. Übrigens wurden „mein“ Konzern und die Sponsoringagentur kurz darauf mit einem bundesweiten „Award“ ausgezeichnet, und ich bin mir sicher, dass meine Forschungen gut dazu beigetragen haben. Immerhin war ich zur Feier eingeladen.

Diese Rüstung passte nicht mehr…
Auch später in meiner Freiberuflichkeit „kämpfte“ ich um diese Sichtbarkeit. Schließlich funktioniert unser Markt ja so, sein Feld zu markieren, Duftmarken zu setzen, unverkennbar zu sein. Die Marketing- und Public Relations-Gesetz kannte und kenne ich gut, ich habe sie studiert und praktiziert. Doch es war immer diese Verkrampfung und der Kampf dabei4)Ich hatte außerdem das Gefühl, als Frau doppelt so viel kämpfen zu müssen, aber das ist nochmal eine weitere Facette.  Ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf zu kämpfen, keine Lust mehr auf diese Rüstung, die nicht zu mir passte. Ich wollte einfach als ich strahlen mit dem, was ich richtig gut kann: tausendundeine Idee haben, Konzepte daraus stricken, mich in Worten ausdrücken, mit Worten verzaubern, mich und andere begeistern, mit allen Sinnen sein, genießend, gebend, liebend. Ich wollte auch richtig weiblich sein. Doch das schien nicht zu gehen. So blieb ich im Business weiter unentspannt, im Kampf-Modus.

Genossen wie wir oder: Musketier-Prinzip mit Ellenbogen
Das trieb dann manchmal seltsame Früchte. ich eckte an, provozierte. Das ging bis hinein in ein großes Scheitern (das gleichzeitig eine große Chance war): In den Jahren 2010-2012 habe ich gemeinsam mit ungefähr 15 weiteren kreativen Freiberufler*innen eine Genossenschaft aufgebaut, DIE.Kommunikationsgenossen eG.5)Das Unternehmen gibt es mittlerweile nicht mehr – und das hat wohl auch seine Gründe. Ich war die Initiatorin und Vorstandsvorsitzende. Wir hatten die Gründung und den Aufbau so richtig gut vorbereitet: mit einer Geschäftsordnung, Arbeitsgruppen (die wir Sokos nannten), einem Leitbild, sogar einem internen Mediator*innen-Trio (ob das am Ende so glücklich war, sei dahin gestellt). Wir waren nominiert für einen Gründerpreis, wir haben Gelder von der Wirtschaftsförderung erhalten. Es schien alles supercool. Wir hatten sogar ein „Genossenschwein“ zu unserem Maskottchen gemacht – Genosse Francois (ein rotbuntes Husumer Protestschwein…) Ich habe mich so richtig reingehängt, alles gegeben. Doch dann eines Tages, ungefähr ein Jahr nach der Gründung, bekam ich einen Anruf von einer Mediatorin, die mir sinngemäß sagte:

„Steffi, es hat Beschwerden über Dich gegeben.
Du weißt ja, wie Du bist.
Du musst Dich ändern. Wenn nicht, gibt´s Ärger.“

Ich wünschte mir, das im direkten Gespräch zu klären, denn mit derartigen Aussagen konnte ich wenig anfangen. Außerdem bezog ich mich auf unser Leitbild, in dem wir uns darauf geeinigt hatten, dass wir miteinander offen kommunizieren. Doch die Person(en) (ich weiß bis heute nicht, exakt, wer das war und wie viele) wollten  sich nicht zeigen. Also informierte ich meinerseits die komplette Genossenschaft, beschrieb den Vorfall, bat die Person(en), sich zu zeigen, damit wir das in einem Gespräch klären können und signalisiete Änderungsbereitschaft. Gesondert informierte ich meine Vorstandskollegen sowie den Aufsichtsrat über dieses Ereignis und teilte ihnen mit, dass ich sie auf dem Laufenden halten würde. Die einzige Reaktion ,die daraufhin kam, war die einer Vorstandskollegin. Sie antwortete: „Steffi, das ist ja der Hammer. Unglaublich! Das muss ich erstmal sacken lassen.“ Schließlich kam es zu einer außerordentlichen Generalversammlung exakt zu diesem Thema, dass mich Menschen angezeigt hätten, und es Unmut gegen mich gäbe. Die Struktur war so vorgesehen, dass zunächst ich spreche und danach „die andere Seite“.

Ich selbst schilderte den Vorgang wie beschrieben und verwies auch auf unser Leitbild. Dann kam „die andere Seite“. Es war meine damalige Vorstandskollegin, die in einer Mail so bestürzt reagiert hatte. Das wusste ich schon zuvor, denn sie hatte es sich schon einige Zeit zuvor „offenbart“ und es hatte zwei Klärungsversuche gegeben. Der eine endet mit: „Steffi, Du änderst Dich sowieso nicht.“ Eine gute Aussage, da ist also noch Luft nach oben? 😉 Was meine Kollegin aber in der Generalversammlung vom Stapel ließ, machte mich einigermaßen sprachlos. Grundaussage, ich sei zu eigenmächtig und dominant und würde damit der Genossenschaft SCHADEN. Hierfür brachte sie zwei Ereignisse vor:

  1. Ein Unternehmen musste zum Jahresende aufgrund von Liquiditätsproblemen aus der Genossenschaft aussteigen. Die Kündigungsfrist von drei Monaten zum Jahresende war aber bereits verstrichen. Für mich war es selbstverständlich, dass dieses Unternehmen seine Kündigung rückdatiert, damit es nicht in Bredouille gerät. Vielleicht habe ich meine Überlegung zu forsch vorgebracht. Zumindest fühlte sich wohl meine Kollegin von mir unter Druck gesetzt. (In den beiden versuchten Aussprachen zuvor war nie Thema gewesen). Indem ich es zugelassen habe, die Kündigung vordatiert habe, hätte ich der Genossenschaft geschadet. 
  2. Wir hatten einen Auftrag, der an ein Mitgliedsunternehmen vergeben werden sollte. Dieses Mitgliedsunternehmen hatte ehrenamtlich viel für den Aufbau der Genossenschaft getan, verfügte aber (noch) nicht über die erforderliche Betriebshaftfplichtversicherung, die wir jedem Unternehmen als Bedingung einer Mitgliedschaft (resp. eines für die Genossenschaft tätig zu werden) auferlegt hatten. Das Unternehmen hätte diese aber bei Beauftragung finanzieren können. Indem ich für das Unternehmen ohne Betriebshaftpflichtversichung als Auftragnehmer votiert hätte, hätte ich der Genossenschaft geschadet. 

Letztendlich sind das also alles Gründe, die man konstruktiv hätte klären können. Ich bin mir aber sicher, dass eigentlich noch andere,tiefere Gründe hinter diese „Anzeige“ steckten. Ich hatte übrigens keine Gelegenheit, zu den angeführten Gründen angemessen Stellung zu nehmen und meine Meinung dazu kund zu tun (den ich hatte dazu natürlich eine). Letztlich kam es zu Neuwahlen. Ich trat wieder an, sie auch. Wir wurden beide wiedergewählt. Einen Tag später trat sie wieder zurück, mit der Begründung, sie könne mit mir nicht zusammen arbeiten. So waren wiederum Neuwahlen notwendig. Davor hatte ich einen Vier-Augen-Termin mit der Mediatorin (die gleiche, die mich damals angerufen hatte, um mir mitzuteilen, dass es Beschwerden über mich gegeben habe), die mir mitteilte, ich solle nicht wieder zur Wahl antreten, es gäbe sonst massenhaft Austritte.

Die Generalversammlung stand an – und ich ging mit einer geklärten Haltung in sie hinein. Ich hatte mit niemanden aus der Genossenschaft zuvor darüber gesprochen. Ich erklärte meinen sofortigen Austritt aus der Genossenschaft, mit der Begründung, in dieser Art und Weise wolle ich nicht arbeiten und miteinander kommunizieren. Das Kapitel DIE.Kommunikationsgenossen eG war beendet, ein fast dreijähriges unternehmerisches Abenteuer war vorbei.

Zerbrechlich aber nicht gebrochen
Das liest sich für Dich vielleicht alles so nüchtern. Das war es aber nicht. Auf den Aufbau und Ausbau der Genossenschaft hatte ich meine gesamte berufliche Existenz gesetzt, es war mein unternehmerisches Baby, das ich mit anderen geteilt hatte und für das ich alles gegeben hatte, sogar andere Aufträge abgesagt. Ich stand beruflich vor dem Nichts. Und auch mein Vertrauen in (berufliche) Beziehungen hatte ordentliche Kratzer bekommen, allein einige wenige Genossen standen damals hinter mir. Und mein Mann. Er hat mich so gehalten, so getragen, so bedingungslos geliebt. Hätte ich ihn damals nicht gehabt, ich wäre komplett zusammen gebrochen. Bis heute habe ich nicht ganz verstanden und aufklären können, was damals wirklich passiert ist. Ich sehe meinen Anteil daran, ich sehe mein „Ringen um Bedeutsamkeit“, gleichzeitig war ich niemals für mich allein bedeutsam, sondern ich war und bin es immer für eine Sache, für eine Gruppe und bemühe mich immer, die Gruppe als Ganzes zum Fliegen zu bringen. In manchen Monaten in den Jahren danach ist mir das schon gelungen….

Ganz habe ich dieses Erlebnis also noch nicht verarbeitet und dennoch habe ich daraus gelernt.

Ich bin daran nicht zerbrochen, aber seitdem viel zerbrechlicher und zarter.

In den letzten Jahren habe ich Erfahrungen gemacht, die es mir wieder ermöglicht haben, Zutrauen zu fassen. Ich  habe einen Neuanfang gewagt, einen Wunsch ausgesprochen und der lautete: „Lass mich Teil einer wertschätzenden, nachhaltigen Unternehmerbewegung sein!“ So bin ich auf die Gemeinwohl-Ökonomie gestoßen oder sie hat mich gefunden oder ich habe mich von ihr finden lassen. Mein Weg geht weiter. Und ich werde wieder mutiger.

Wir könnten so viel bedeuten…
Doch meine Bedeutsamkeitsgeschichte ist hier an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Ich sehne mich noch immer nach mehr Bedeutsamkeit und noch immer kann nicht „normal und würdevoll“ bedeutsam sein. Noch immer ist da ein K(r)ampf in mir. Ich sehne mich danach, ein bedeutsame Autorin zu sein. Meine Vision ist es, mit meinen Gaben und Talenten einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel zu leisten. Und es ist weit mehr als eine Sehnsucht, ich spüre in mir, dass ich wirklich etwas zu sagen,  etwas zu geben habe. Dieses tiefe Wissen ist allerdings auch gepaart mit Angst. Wenn meine innerere Kritikerin mich tadelt: „Was glaubst Du denn, wer Du bist? Bist Du besser als die anderen? Woher nimmst Du Dir dieses Recht?“, werde ich zaghafter. Doch eine andere Stimme in mir ruft mir zu:

„Steffi, geh dafür, schreib dafür.
Du erzählst Deine Geschichte, gibst das weiter,
was Du erfahren hast und fühlst,
stellst die Fragen, die Du hast, bringst die Ideen ein, die Dir kommen,
teilst Deine Ängste und Zweifel, Deine Hoffnungsschimer.
Sei einfach ganz da,wie Du bist – mit all Deinem Licht und Deinem Schatten.
Mit all Deinen Farben, mit Deinen Träumen, Deinen Sehnsüchten,
Deinen tiefsten Ängsten, Deinen Leidenschaften, Deiner Sinnlichkeit.
Sei voll und ganz da: Du!
Dann bist Du schon bedeutsam.
Ganz aus Dir heraus. Und mit allem verbunden.“

 

PS: Ich glaube, dass dieses Thema „Schatten und Licht meiner Bedeutsamkeit“ sich in den meisten meiner weiteren Themen wiederspiegelt. So ist vermutlich gut, dass ich es gewählt habe.

PPS: Und im übrigen glaube ich, dass nicht nur ich sondern noch viel mehr Menschen mit der Bedeutsamkeit oder auch Macht ein echtes Thema haben. Nicht ohne Grund haben wir die Konstellation, dass es nur wenige Initiator*innen und Macher*innen gibt und die große Mehrheit beim Zuschauen bleibt. So werden wir „erzogen“. Doch tief in vielen von uns schlummert die Sehnsucht bedeutsam sein zu wollen. Wir finden jedoch oft keine Ausdrucksform und „Bühne“ dafür. Also lassen wir es bleiben und schlafen ein. Deshalb stimme ich Prof. Dr. Gerald Hüther nicht komplett zu. Das Schattenthema „Bedeutsamkeit“ löst sich nicht automatisch, indem wir einem Menschen ein zweites X-Chromosom einpflanzen. Einen guten Umgang mit Macht zu finden, auf dass sich viel mehr Menschen selbst ermächtigen, wird einer der Lösungswege sein, mit denen wir die gegenwärtigen Herausforderungen unseres Planeten werden lösen können.  

References   [ + ]

1. Was das ist, kannst im verlinkten Artikel aus der Zeitschrift SEIN nachlesen. Ich werde das Thema in Kürze mit meinen eigenen Worten erläutern.
2. Wobei ich auch dazu schreiben mag, dass meine Eltern so wie sie es konnten, sehr liebevoll und fürsorglich mit mir waren, so weit sie es ob ihrer eigenen Schattenthemen konnten. Diese Geschichte würde aber zu weit führen. Kurzum: Ich liebe meine Eltern und alles, was sie für mich getan hat, und ich bin dankbar für meine so freie Kindheit.
3. So etwas ist mir übrigens nicht nur einmal passiert.
4. Ich hatte außerdem das Gefühl, als Frau doppelt so viel kämpfen zu müssen, aber das ist nochmal eine weitere Facette.
5. Das Unternehmen gibt es mittlerweile nicht mehr – und das hat wohl auch seine Gründe.

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