Die Gefährten – Herzlich willkommen an Dich und Dich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 3

willkommen

Willkommen für Alles Foto: von Pixabay – Urheber Randlom – Überarbeitung durch mich.

„Die Gefährten“ – so heißt die erste Folge der Trilogie „Herr der Ringe“. In ihr formiert sich eine bunt zusammen gesetzte Gruppe an Wesen, die sich gemeinsam auf den Weg macht, um den einen Ring, den machtvollsten aller Ringe, in die Klüfte der Schicksalberg zu werfen und damit Mittelerde vom „Bösen“ zu befreien und zum Guten hin zu transformieren. Den Ring selbst nimmt das unwahrscheinlichste aller Wesen an sich: ein kleiner, scheuer, ängstlicher Hobbit – Frodo Beutlin. Kein Superheld, aber ein bodenständiger, widerstandsfähiger, feierlustiger, erdverbundener und einfacher Hobbit. Seine Gefährten sind Wesen aller Art: der Zauberer Gandalf, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der König Aragorn, der Mensch Boromir sowie Frodos zwei beste Freunde Pippin und Merry.

Ich befinde mich gefühlt in einer ähnlichen Situation. Auch ich habe mich vor ein paar Wochen auf die Reise gemacht, in ein Abenteuer mit ungewissen Ausgang, mit meiner Vision einer besseren Welt und meinen Zielen im Gepäck: Menschenlehrerin werden, Menschenlehrerin sein. Wie ist es um meine Gefährten bestellt – meine engsten Gefährten und jene, die vielleicht ab und an dazu stoßen? In meinem ganz persönlichen Film hat der „Rat von Elrond“ noch nicht getagt. Die Gefährten haben sich noch nicht vollends formiert.

Meine Familie – das beste Basislager

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Bisher bin ich mir nur meiner Familie klar. Sie steht diesem Abenteuer aufgeschlossen, wohlwollend und interessiert gegenüber, auch gelassen. Sie kennen den Humantrust schon längere Zeit, sie wissen um mein Menschenlehrer-Werden und -Sein. Mein Mann und mein Sohn blinzeln ab und zu mal rein; mein Mann hat sich mit mir köstlich über die Darstellung des grünen Mems amüsiert. Gefühlt bleiben beide eher „zu Hause“, empfangen mich aber jederzeit gern mit einer guten Mahlzeit und einem Krug Bier, auf dass ich von meinen Abenteuern berichte, nachdem ich mich mit einem nährenden Bissen gestärkt habe.

Es gibt kein besseres Fundament für einen solchen Weg
als ein gutes Basislager, das bereit ist,
einen aufzufangen, einen auszuhalten, einem zuzuhören, geduldig zu sein,
an einen glauben, sie bedingungslos zu lieben, wie sie gerade ist!

Genau das ist meine Familie für mich. Mein Mann Michael und mein Sohn Marten. Es ist wirklich das allergrößtes Geschenk, zwei so wunderbare Menschen an meiner Seite zu wissen. Auch wenn ab und an mal Sturm, Gewitter und Regenwolken aufziehen werden: Ich bin mir unserem Beziehungsfundament gewiss. Ich liebe meine beiden Schätze über alles! Sie geben mir eine unglaubliche Stärke und Solidität. Ich fühle mich getragen und gehalten. Immer und bedingungslos.

Herzlich willkommen an Alle!

Und die anderen Gefährten?

Ich kann ehrlicher Weise noch gar nicht genau sagen,
wer diese sein werden.
Ich habe das Gefühl, dass sich da einiges neu formiert.
Ich selbst verspüre gegenüber allen Gefährtinnen und Gefährten,
die da kommen werden
oder die schon längst an meiner Seite sind, ohne dass ich davon weiß,
eine große Gelassenheit sowie Neugierde und Wohlwollen.

Wer wird mir in den kommenden Wochen und Monaten begegnen? Wer ist schon jetzt da? Von wem werde ich was lernen können? Wem werde ich selbst hilfreich sein können? Ich bleibe gespannt. Feuer und Eis, alle Aggregatzustände, vielfältig farbenfrohe Menschen sind herzlich willkommen.

Ich begreife uns als gemeinsames großes Lernfeld
und werde aufs Ganze gehen :).

Zum Zweier-Holon (wir sind sechs Menschen in zwei Holonen (vielleicht kommt noch ein weiterer Mensch dazu) sowie unsere Mentorin Katrin) kann ich nur sagen, dass ich glaube, dass ich dort auf sehr interessante und sehr unterschiedliche Frauen gestoßen bin, die wirklich bereit sind, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Am morgigen Dienstag wird es unser erstes Treffen geben und vielleicht werde ich danach noch einmal berichten.

Dann gibt es noch meine „Salon für Deine Seele“-Gruppe, die ich als Teamleaderin im Human Trust begleite. Diese Gruppe findet sich gerade erst, sie ist noch zu frisch, um daraus abzuleiten, was aus ihr erblühen mag.

Außerdem sehe ich einige Felder, in denen ich mich bewege und bei denen ich ein spüre, dass mich diese Felder wohlwollend begleiten und ich in diesen Feldern einiges bewegen kann und werde. Für mich sind das Lern- und Gestaltungsfelder, in denen ich mich gestalten lasse und gestaltet werde:

  • alle Menschenlehrerinnen, alle Menschenlehrer – wir sind sooo eng miteinander verbunden,
  • die Teamleader-Gefährtinnen und -Gefährten im Human Trust,
  • alle Trusties,
  • die Freundinnen und Freunde der Gemeinwohl-Ökonomie,
  • die Freundinnen und Freunde der Transition Town Bewegung,
  • der Tribe der Schreibglücklichen Autorinnen und Autoren sowie insbesondere mein Verleger, eine Lektorin und Bri Sandtner als Autorin, mit der ich eng im Austausch bin – auch „wird“ gerade einiges neu zusammengewürfelt,
  • die benachbarten Wandelströmungen und solche,die sich dem gesellschaftlichen Wandel anschließen werden
  • meine Klientinnen und Klienten
  • viele weitere Menschen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass sie in meine Leben kommen werden (oder schon längst da snd)
  • sowie mein inneres Gefährten-Team „Engelchen und Teufelchen“– das Eichhörnchen, der Fuchs, Pippi Langstrumpf und Professor Mc Gonnagall und weitere, die dazu kommen mögen)

 

Keine engen Freundinnen und Freunde, viele Gefährten und Felder – für die Sache und ansonsten eher „sozial autistisch“? Mein Schattenthema

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Foto von Pixabay – Urheber: dimitrisvetsikas1969

Du hast vielleicht bemerkt: Ich benenne meine engste Familie, und dann benenne ich außerdem das 2er Holon sowie die Salon-Menschen wie auch „Felder“, aber explizit keine weiteren mir nahestehenden Personen. So fühlt es sich für mich auch an. Ich habe wenig enge Freundinnen und Freunde. Ich bin eher „für die Sache“ unterwegs und habe auf diesem Weg oft sehr tiefgehende Begegnungen, die aber kommen und gehen.

Vielleicht bin in dieser Hinsicht Autistin, vielleicht schläft da etwas? Früher, ganz früher, hatte ich mal eine beste Freundin, eine Sandkastenfreundin, die Beziehung ging aber irgendwann mal auseinander. Von Zeit zu Zeit klopften dann immer mal wieder – meistens – Frauen an, die eine beste Freundin werden könnten, sie sind es aber mit meinem Fokus „auf die Sache“ nie geworden. Ich glaube, dass da tief versteckt auch Ängste in mir sind, einen Menschen zu nahe an mich herankommen zu lassen. Ich denke schon und bin sehr gespannt, wie sich dieses „Thema“ im Laufe der Zeit entwickeln und aufbrechen wird. Ich bringe und nehme es mit und bin auch hier offen.

Aufbruch mit Licht und Schatten

Widerstände und Konflikte spüre ich derzeit wenige. Ich bin gespannt, wie sich dies im Laufe der Reise entwickeln wird. Ich bin sicher, in meinen Beziehungen wird viel in Bewegung geraten – sowohl in meiner Beziehung zu mir als auch in meinen Beziehungen zu anderen Menschen (siehe bspw. meinen letzten Eintrag „Der Kampf für mich“).

Gerade vorgestern hatte ich ein sehr erhellendes Gespräch. Es arbeitet in mir. Ende Januar hatten wir ein intensives Strategie- und Planungswochenende für die Transition Town Bewegung, bei der derzeit sehr viel ansteht. Einer der Moderatoren gab mir jetzt das Feedback, ich würde sehr viel Druck produzieren und würde dadurch viel Raum einnehmen. Wir haben sehr offen und ehrlich unsere Standpunkte dazu ausgetauscht und das Gespräch wirkt jetzt schon in mir nach. Meine Lesart zum Gespräch (die Person, mit der ich das Gespräch hatte, weiß Bescheid): Die Person ist sehr „im Grün“ und im „Peace, Peace“ unterwegs. Ihr behagt nicht, dass ich andere Farben ins Spiel bringe – Orange, Blau, ein wenig Rot und Gelb. Es wird unbequem. Die Person ist der Meinung, ich sollte einfach weibliche Liebe ausstrahlen, dann würde ich viel mehr erreichen als mit dieser „männlichen Effizienznummer“. Ich verstehe sehr wohl, was er meint, gleichwohl glaube ich nicht, dass weibliche Liebe allein reicht, um die Veränderung zu bewirken und die Ziele und die Sichtbarkeit zu erlangen, die ich mir wünsche. Gelöst bin ich aber nicht, eher zu verkrampft und angespannt, da ist seine Wahrnehmung sehr richtig. Es arbeitet aber dazu gerade in mir. Sehr spannend! Ich werde Euch dazu weiter berichten…

2 thoughts on “Die Gefährten – Herzlich willkommen an Dich und Dich

  1. Liebe Menschenlehrerschwester,
    ja ich habe in den letzten beiden Jahren die Ausbildung gemacht. Es gab eine Zeit im Human Trust, da hab ich sehr viel geschrieben, aber die Menge , die Du hier auf Deiner Seite mit tiefsinnigen kraftvollen Zeilen füllst, beeindruckt mich und Deine Umsetzungskraft. Ich hab immer „bloß“ Ideen, fühle mich enorm von den Umständen festgehalten.
    Aber ich habe zu Dir auch Parallelen gefunden Z.B. der „Autismus“ 😉 . Er ließ mich vor jedem Ausbildungsblock ziemlich aufgeregt sein, obwohl es ein wunderbares Feld war.
    Habe ich das richtig mitbekommen, Du hast in diesem Jahr mit der ML – Ausbildung begonnen?

    Ich wünsche Dir eine wunderbar kraftvolle Zeit und das Du dies Wissen gut in Deinen Aktionismus einflechten kannst!

    Alles Liebe und bis bald irgendwie-irgendwo
    Karen

  2. Liebe Karen,

    Danke Dir sehr für diese Zeilen <3. Schreiben ist meine Ausdrucksform und hilft mir, über vieles klar zu werden. Und ich liebe es zu singen.

    Schreiben hilft mir auch, zur Ruhe zu kommen. Esit wie Nahrung. Deswegen schreibe ich.

    Ja, ich habe jetzt die Ausbildung begonnen.
    Was für ein Abenteuer!

    Danke, dass Du meine Texte liest.
    Ich schreibe sie in erster Linie für mich, aber so eine Resonanz ist schon toll. Ich schreibe hier nicht, um gelesen zu werden, ich schreibe hier, um mir klar zu werden - und doch: ein solcher Dialog tut gut.

    Ganz herzliche Grüße zu Dir,

    Steffi.

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