Die Balance finden: Meine Integrale Lebenspraxis – und was sie mit der Weltrettung zu tun hat

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 10

balance

Im Gleichklang zu sein, die Balance zu finden, eine wirklich integrale, ausgewogene Lebenspraxis zu etablieren, ist eine große Herausforderung für mich. Ich bin immer sehr im „Schaffen, Schaffen, Schaffen“ unterwegs, bin im Außen produktiv, arbeite ToDo-Listen ab, sehe, was alles getan werden will oder auch „muss“ und gestehe mir dann meistens nicht ein, dann „auch noch“ Sport zu machen, mich gesund zu ernähren, einmal inne zu halten, zu entspannen. Scheint in meinem vollen All-Tag nicht drin zu sein. So nach dem Motto „Erst die Arbeit und dann…“, nur dass es zu dem „und dann…“ nur äußerst selten kommt.

Weitere Herausforderung ist dabei für mich, dass ich mir gerade seit einigen Wochen eine Schreibdisziplin auferlegt habe: Ich strebe an, jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen, um ein-zwei Stunden an meinem Buch geschrieben zu haben, bevor der All-Tag beginnt. Das hat für mich gerade sehr hohe Priorität.

Wie soll da noch zusätzlich Platz sein für die anderen Aspekte, die ein Leben ins Gleichgewicht bringen könnten? Meinen Körper trainieren, wie banal. Ich bin doch dabei, die Welt zu retten ;-). Glücklicherweise ist mir vor kurzem ein Zitat von Paulo Coelho über den Weg gelaufen.

„Weil sie weiß, dass die Zeit für sie arbeitet,
hat es die Kriegerin des Lichts nie eilig. …
Sie weiß, dass sie an einem entscheidenden Augenblick
in der Geschichte der Menschheit teilhat
und sich selbst ändern muss,
bevor sie die Welt verändern kann.
Daher erinnert sie sich an die Worte von Lanza del Vasto:

„Eine Revolution braucht Zeit, um Fuß zu fassen.“
Eine Kriegerin pflückt eine Frucht erst, wenn sie reif ist.“

Aha, eine Revolution, eine ReLove-ution, an der ich ja teilhaben und sie mitgestalten will, lässt sich also nicht erzwingen, mit 16 Stunden-Tagen erarbeiten. Sondern in Ruhe, Beharrlichkeit und Gelassenheit. Es könnte also sein, die Chance ist tatsächlich da, dass ich JETZT einen heiligen Grund habe, warum eine integrale Lebenspraxis, Körpertraining, mir selbst gut tun, meinen Körper gut nähren, irgendwie doch Sinn macht. Weil all das einzahlt auf diesen großen ganzen Weltenplan, eine Welt in Balance, ein gutes Leben für uns alle. Weil meine Welt in Balance ist zumal ja auch „Anständig Essen“1)Siehe das gleichnamige sehr empfehlenswerte Buch von Karen Duve entscheidend zur Weltrettung beiträgt.

Ich bin wohl ein wenig schräg drauf:
Mein heiliger Grund muss schon die Weltrettung sein,
dass sich bei mir bezüglich einer integralen Lebenspraxis etwas bewegt.
Mir reicht es nicht, 15 Kilo abzunehmen und mir vorzustellen, wie geil mein Körper dann aussieht.
Das ist mir zu banal.

Ich finde, mit meiner Integralen Lebenspraxis – gerade auch mit Gelassenheit, mit einer gesunden Fürsorge für mich selbst, mit kontinuierlichem Körpertraining – einen Beitrag zur Weltrettung leisten zu können, ist wirklich ein guter Grund, diese auch tatsächlich einzuhalten. Wie gut, dass ich Menschenlehrerin bin – mit einem reinen Abnehmwunsch hätte ich ja auch zu Weight Watchers gehen können ;-)…)

Es besteht also noch Hoffnung – auch deshalb, weil mir in den vergangenen Wochen noch etwas Großartiges geglückt ist, dass mich beflügelt und begeistert hat:

Ich habe es tatsächlich geschafft zu fasten
– und es ist mir unfassbar leicht gefallen.
TAUSEND DANK an alle OMEGANER,
was war das für ein großartiger, geglückter Feldversuch!

Und was schrieb Hermann Hesse in seinem wunderbaren Roman Siddharta? Richtig:

Jeder kann zaubern,
jeder kann seine Ziele erreichen,
wenn er denken kann,
wenn er warten kann,
wenn er fasten kann.

Also dann: auf zur Weltrettung! Nach dem Fasten bin ich zwar gelegentlich in alte Ernährungsmuster zurück gefallen, doch seit Montag bin ich wieder am Ball. Jetzt gleich fabriziere ich mir ein leckeres, gesundes Frühstück, lege heute Nachmittag eine (Stokel-)Yogaeinheit ein, arbeite weiter am „Fit ist sexy“-Kurs (auch wenn ich den Titel mal wieder zu banal finde ;-)… würde er „Werde ganz und heil und gelange zum höheren Selbst“ heißen, würde mich das mehr anturnen). Wie gut, dass ich außerdem auch Teil eines tollen Holons bin. Die können mir in den Arsch treten, wenn ich es doch mal wieder nicht packe.

Und? Wie schaut es mit Eurer integralen Lebenspraxis aus?
Retten wir gemeinsam die Welt? 😉

Und bitte – erinnert auch Ihr mich daran, wenn es ich es wieder vergessen sollte: Genau diese Integrale Lebenspraxis ist eine entscheidende Voraussetzung für einen langen Atem und dass ich meine Ziele wirklich erreiche. Haha! Wuuuuhuuuu!

References   [ + ]

1. Siehe das gleichnamige sehr empfehlenswerte Buch von Karen Duve

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