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„Das Grundeinkommen ist ein Kulturimpuls für ein vertrauensvolles Miteinander“

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Interview mit Susanne Wiest, der Bundesvorsitzenden der neu gegründeten Partei „Bündnis Grundeinkommen“, die sich für die Wahl in den Deutschen Bundestag bewirbt

Zum Ende des Jahres 2008 startete die Tagesmutter Susanne Wiest eine Petition zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ an den Deutschen Bundestag. Der Hintergrund: Ihr spärliches Einkommen war aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen nochmals dezimiert worden, so dass sie davon immer weniger leben konnte. Wiests Online-Petition erzeugte eine fulminante Resonanz: Die Server des Bundestages brachen zusammen, über 50.000 Menschen stimmten innerhalb weniger Tage für die Petition. Eine Überraschung auch für Susanne Wiest, die bisher genauso wenig mit dem Internet am Hut hatte wie auch damit, sich politisch zu involvieren. Schließlich konnte sie ihr Anliegen im November 2010 persönlich im Deutschen Bundestag vortragen. Ihr Thema zog weite Kreise: Erst im Jahr 2013 wurde der Vorgang abgeschlossen mit der Empfehlung des Petitionsausschusses an den Bundestag, die Petition abzulehnen.

Doch Susanne Wiests Engagement für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ging beharrlich weiter – mit einer wachsenden Anzahl an weiteren Aktivist*innen. Jetzt hat sich im Herbst 2016 die neue Partei „Bündnis Grundeinkommen“ aus der deutschen Bewegung zum Grundeinkommen gegründet, die sich dafür stark macht, auf die Wahlzettel zur Bundestagswahl zu gelangen, damit das Bedingungslose Grundeinkommen für alle wählbar wird . Susanne Wiest wurde zur Bundesvorsitzenden dieser Partei gewählt und steht auf Listenplatz 1 der Landesliste für Mecklenburg-Vorpommern.

 Wie bist Du auf die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens aufmerksam geworden und was fasziniert Dich daran? 

Vor ungefähr zehn Jahren bin ich zufällig im Internet auf eine goldene Karte gestoßen, die mir die Frage stellte, „Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?“. Ich reagierte empört, wer sorgt denn für mein Einkommen? Das ist doch der Stress meines Lebens. Ich liebte meine Arbeit als Tagesmutter, musste mir aber ständig Sorgen darum machen, dass mein Einkommen für den Lebensunterhalt ausreicht. Auch die Familien der Kinder, die ich betreute, verdienten oft zu wenig, so dass ich für die Betreuung nur geringe Summen nehmen konnte. Ein Teufelskreis. Erbost drehte ich also die Karte um und stieß auf die Website der Schweizer Initiative Grundeinkommen. Mir wurde sofort klar, das ist endlich eine kluge, zukunftsweisende Antwort auf die Probleme unserer heutigen Zeit. Die bisherige Antwort aus der Politik auf diese Problematik war stets gewesen, dass wir wieder Vollbeschäftigung erreichen müssen, dabei ist doch klar, dass unsere Entwicklung genau gegenläufig ist. Immer mehr Arbeit wird von Maschinen gemacht.

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens überzeugte mich also sofort. Das war Liebe auf den ersten Blick.

Du beschäftigst Dich jetzt also seit zehn Jahren mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen – wie hat sich Dein Verständnis dieses Konzepts im Laufe der Jahre verfeinert und verändert? 

Je mehr ich mich mit dem Grundeinkommen beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Das Grundeinkommen ist ein Kulturimpuls. Es geht um weit mehr als einen ausgezahlten Geldbetrag, den jeder Mensch in unserem Land monatlich zur Verfügung hat. Das Grundeinkommen wirft die Frage auf „Wie wollen wir zusammen leben ?“. In einer Kultur der Kontrolle, des Misstrauens und der Bevormundung oder lieber in einem Klima von gegenseitigem Vertrauen, Zutrauen und Ermöglichung.

Durch die Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen hat sich auch mein Arbeitsbegriff geweitet. Arbeit ist für mich nicht mehr nur sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit – Arbeit ist viel mehr: Arbeit ist Leben.  Arbeit ist eine steile Treppe hoch zu gehen, gesund zu werden, ein Kind zu gebären und beim Aufwachsen begleiten. Arbeit ist ehrenamtlicher Fußballtrainer zu sein oder Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Es gibt so viel Arbeit, wie es Menschen gibt. Das meiste wird aber nicht bezahlt. Mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen ziehen wir unserer Gesellschaft einen Boden ein, der alle trägt: es ermöglicht selbstbestimmte Arbeit an gesellschaftlich oder persönlich wichtigen Themen.

Rund um das Jahr 2011/2012 galt die Piratenpartei als Hoffnungsträger, und ihr gelang es in vier Landesparlamente einzuziehen. Doch der Boom verpuffte. Was haben die Piraten falsch gemacht und was wird das Bündnis Grundeinkommen daraus lernen, und es anders machen?

Die Piraten sind auch als monothematische Partei gestartet mit dem Thema der Digitalisierung und ihren Konsequenzen und Möglichkeiten für unser Land und für den politischen Alltag. In diesem Feld, das Angela Merkel als Neuland bezeichnete, waren die Piraten stark. Meiner Meinung nach sind sie dann leider dem Ruf nach einem Vollprogramm auf den Leim gegangen. In meinen Augen ein Fehler, der uns nicht passieren wird. Bündnis Grundeinkommen wird eine Ein-Themen-Partei bleiben. Das ist in unserer Satzung fest verankert. Unser Anliegen ist die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Das ist ein so umfassendes Thema, dass es in nahezu alle politischen Bereiche greift und auch unsere gesellschaftliche Grundhaltung verändert. Deswegen werden wir alle Debatten mit dem Blick auf dieses Thema führen und auch unser Abstimmungsverhalten dahingehend ausrichten. Ist das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt, löst sich Bündnis Grundeinkommen wieder auf.

Du hast es eben angesprochen: Das Bündnis Grundeinkommen ist eine monothematische Partei. Wie werdet Ihr dann mit anderen Themen, mit dem vollen Programm umgehen, das Euch zweifelsohne im Bundestag erwarten wird?

Wie schon gesagt, werden wir all unser Agieren auf das Thema Grundeinkommen beziehen.

Wir gehen Schritt für Schritt. Mit aller Kraft arbeiten wir gerade jetzt daran wählbar zu werden. Dafür ist es erforderlich bundesweit 27 678 Unterstützungsunterschriften für die Wahlzulassung von Bündnis Grundeinkommen zu sammeln. Ist das geschafft, steht das Bedingungslose Grundeinkommen – BGE- auf allen Wahlzetteln und ist bundesweit wählbar. Das ist ein erster Meilenstein und ein großer Erfolg.

Eines der größten Fragezeichen hinsichtlich des Bedingungslosen Grundeinkommens ist seine Finanzierbarkeit. Was ist Deine Antwort darauf?

Über bedingte Einkommen verfügen heute nahezu alle BundesbürgerInnen. Das Geld ist also da.

Das was jede und jeder von uns sowieso zum Leben braucht, gewähren wir uns mit dem Grundeinkommen in Zukunft bedingungslos. In erster Linie ist dazu eine Umwidmung nötig: Von der Bedingtheit bestehender Einkommen, hin zur Bedingungslosigkeit.  Wie das konkret aussehen kann, dazu gibt es schon viele Überlegungen, Modelle und Berechnungen. Es ist eines unserer Vorhaben im Bundestag diese Fragen im Rahmen einer Enquete Kommission zu bewegen. Aber wie gesagt, momentan sammeln wir die erforderlichen Unterschriften für die Wahlzulassung von Bündnis Grundeinkommen und wir freuen uns dabei über jede Unterstützung.

Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

 

Dieses Interview wird parallel zu einem Plädoyer für das Bedingungslose Grundeinkommen im Online-Magazin compassioner veröffentlicht – hier zu lesen:

Bedingungsloses Grundeinkommen – ein neues gesellschaftliches Betriebssystem
Die Artikel enthält auch zahlreiche weitere Links

Website der Partei „Bündnis Grundeinkommen“

Das Feuer, in dem ich grad stehe – oder: Ich als Werkzeug…

feuer

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 11
inspiriert von Veit Lindaus Artikel: „In Deinem Feuer stehen – Ostern ganz persönlich nehmen“

Ostern – Zeit des Frühlingserwachens. Die Zeit, in der das alte Jahr sich endgültig verabschiedet, der letzte Schnee vergeht. Zeit, in der Neues entsteht. Bäume und Blumen erblühen, frischer Wind weht uns um die Nase. Sowohl in der Natur und in früheren heidnischen Ritualen, als man mit Osterfeuern die Wintergeister restlos vertrieb, als auch in der christlichen Mystik ist das Osterfest das Fest der Auferstehung, der endgültige Sieg des frischen Frühlings über den Winter. Ein Symbol der Hoffnung.

Ostern persönlich nehmen. Wo stehe ich gerade im Feuer? 

Für mich im Feuer stehen…

… das heißt, für mich selbst einzustehen, mich selbst wichtig zu nehmen. Gerade beginne ich eine integrale Lebenspraxis für mich zu etablieren. (Fast) zum ersten Mal in meinem Leben tue ich etwas nur für mich, für meinen Körper, für mein Wohlsein. Ich tue das nicht, um eine Leistung zu erfüllen, irgendwo zu glänzen, die Beste zu sein, abzuliefern. Ich tu es das wirklich allein für mich.

… heißt auch für meine eigenen Anliegen einzustehen. Seit Jahren rede ich davon, dass ich endlich MEIN Buch schreiben will. Ich spüre sehr deutlich, dass ich etwas Besonderes zu sagen habe, es mit der Welt zu teilen haben.

… bedeutet dabei auch zu zweifeln. Ist das wirklich etwas Besonderes, das ich zu sagen habe? Oder ist es persönliche Eitelkeit? Ist das eines von Millionen von Bücher im Büchermeer? Ist es ein Egotripp? Ist „mein Vers, den ich zum Lebenslied beitragen kann“, wirklich wertvoll?

… bedeutet auch, mir meinen Wert dafür einzugestehen. Ich liebe es zu schreiben. Allein schreiben zu dürfen ist für mich ein Geschenk. Doch wenn ich das so sehr liebe, dann heißt das auch für mich fündig zu sein und Modelle und Wege zu finden, die es mir ermöglichen, davon zu leben.

… heißt auch, mich finden zu lassen.  Ich schreibe, bin ganz da, gehe voll dafür, und es wird sich fügen. Es wird sich zeigen, ob ich wirklich so gemeint bin. Wenn ich wirklich dafür im Feuer stehe.

In diesem Jahr heißt das „Im-Feuer-stehen“ für mich auch noch etwas Weiteres:

Ich stehe gemeinsam mit weiteren Menschen im Feuer für ein gemeinsames Anliegen. Unser Anliegen, das wir gerade für eine weitaus größere Gruppe von Menschen formen – für etwa 600 Menschen, alle Menschen der Menschenlehrer-Ausbildung, zumindest alle, die Lust darauf haben, sich daran zu beteiligen. Ein großer Auftrag, eine große Verantwortung, eine Hüteraufgabe. Als Ich-Wir vor einigen Wochen ganz überraschend den Auftrag dafür bekamen (oder Ich-Wir uns des Auftrags annahmen), ein gemeinsames Anliegen zu formen, erfüllte mich das mit ziemlichem Respekt. Langsam wird etwas sichtbar, der Weg dahin ist bisher leicht, schön und konstruktiv.

Im Nachhören des ersten Ausbildungsabschnitts wird immer klarer, wie zentral dieses Finden des gemeinsamen Anliegens ist. Es zieht sich wie ein Mantra durch die bisherigen Lektionen. Fast mystisch ist auch, dass wir in der Anliegen-Gruppe das Bild eines Baums fanden, der für uns das gemeinsame Anliegen in all seinen Potenzialen verkörpert. Mir war gar nicht (mehr) bewusst, dass die Abschluss-Meditation des ersten Moduls die Geschichte eines Baums erzählt, der in Fesseln liegt, beschnitten ist und dann befreit wird, wieder Zutrauen zu sich selbst gewinnt und sich dann entfaltet. Wie wundersam!

Wunderschön und berührend auch die Menschen, die Anfang März in Hamburg ihre Einzel-Anliegen auf die Bühne brachten. Ich habe daraufhin nochmal selbst die Medition nachempfunden. Mein Wort, das kam, war GEBORGENHEIT. Meine tiefste Sehnsucht in dieser Ausbildung ist es, mir selbst und allen Menschen um mich herum Geborgenheit zu schenken, die bedingungslose Sicherheit, so geliebt zu sein, wie er oder sie gemeint ist. Ich möchte das Gefühl schenken, dass jeder Mensch um mich herum wertvoll ist, dass wir alle miteinander groß und wundervoll sind. 

Jetzt bete ich dafür,

… dass wir es schaffen, wirklich das gemeinsame Anliegen zu finden und es so zu transportieren, dass es möglichst viele Menschenlehrer*innen motiviert und inspiriert, aus diesem Anliegen etwas zu machen

… dass wir es wirklich schaffen, unsere Egos zurückzunehmen, um das Anliegen durch uns hindurch agieren zu lassen

… dass wir dieses Wunder geschehen lassen.

Und so ist mein „Im-Feuer-stehen“ beides: ich stehe für mich selbst im Feuer und ich stehe gemeinsam mit anderen im Feuer für ein Anliegen – und hoffentlich in beiden Fällen so, dass etwas durch mich-uns hindurchwirken kann.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Monate und darauf, was ich am Ende des Jahr 2018 zu erzählen haben werde.

kurs-in-wundern

Das letzte Kapitel meines ersten Menschenlehrer-Buchs – Ein Tag am Ende des Jahres 2018

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 11

einstein

Es ist Samstag, der 08. Dezember 2018 – ein schöner Tag, um dieses ganz besondere Jahr zu feiern. Wir surfen und tanzen zusammen durchs Welt-All in einer Location, die sich Welt-All nennt. Zwei ganz besondere Jahre liegen hinter mir, hinter uns. Gemeinsam konnten wir Geschichte schreiben, haben die Saat für „Neue Sternstunden der Menschheit – Die innere Reise“ mit gelegt. Vor Jahrhunderten entdeckten etwa Christopher Kolombus, Vasco da Gama, Marco Polo und Alexander von Humboldt neue geographische Terrains. Wir gingen auf Bewusstseinsreise, aktivierten neue Areale unseres Seins, eroberten ins uns schlafende Potenziale. Erwachten. Entdeckten neue Bewusstseinsräume. Albert Einstein sagte:

„Kein Problem kann auf der Bewusstseinsebene gelöst werden,
die es geschaffen hat.“

Deshalb sind wir aufgebrochen, um uns neue Dimensionen zu erschließen. Denn wir alle sahen und sehen die Herausforderungen und Probleme, die wir uns selbst geschaffen hatten: ein kollektives Burnout auf vielen Ebenen. Eine erschöpfte Welt. Erschöpfte Menschen. Kriege im Innen und Außen. Ungerechtigkeiten. Ellenbogen. Wir hatten die Ahnung, dass es besser anders geht und machten uns auf. Wir sind ein lebendiges Experiment, entdeckten Räume der Stille inmitten des lauten Lärm um Alles und Nichts, kultivierten die Lust auf ein neues Bewusstsein, das die Balance von Innen und Außen lebt und deswegen die Bestätigung und Status im Außen nicht mehr so nötig hat, freundeten uns an mit unseren Schatten und konnten deshalb immer besser Frieden schließen, mit uns selbst und anderen.

Wir. Heute feiern wir. Ahnend, dass wir unsere neue Menschen-Möglichkeit wahr machen können. Wir haben es in der Hand. Weil wir uns der Schätze unserer Vergangenheit erinnert haben und sie jetzt integrieren können. Wir haben uns als gute Schüler erwiesen und sind selbst zu guten Lehrern gereift. Menschenlehrer. Den Tag haben wir mit einer Zeremonie begonnen, jeder von uns präsentierte kurz eines seiner und ihrer Learnings in einer Performance, jede und jeder wurde gefeiert, gebührend gewürdigt, johlend beklatscht oder erntete beührte Stille für ihre oder sein Wahrhaftigkeit. Jede und jeder bekam dann ganz feierlich ihr und sein Zertifikat überreicht. Jetzt tanzen wir ausgelassen, baden in der Musik, geben uns ihr voll und ganz hin, um uns selbst zu feiern, um die Menschheit zu feiern. Das Jahr 2030 kann kommen. Wir sind bereit. Bis dahin werden wir die Welt in Balance gebracht haben. Ein Versprechen, dass wir nun unseren Nachkommen ganz fest geben können.

Und was war, was ist mein Anteil daran?  Ich bin dabei. „Lass mich Teil einer nachhaltigen (Unternehmer-)Bewegung sein, die die Welt zu einem besseren Platz machen.“ In Anlehnung an einen Tocotronic-Song habe ich vor ein paar Jahren diesen Wunsch ausgesprochen. Jetzt ist er wahr geworden. Das ist das größte Geschenk.

Mein Anteil daran ist fast gar nicht so wichtig. Das größte Geschenk ist es, Teil dessen zu sein zu dürfen. Das gibt Glaube – Liebe – Hoffnung. Das Wichtigste: Ich bin voll und ganz wieder Mensch geworden. Ich stehe zu mir. Ich bin wirklich zum Teil der Veränderung geworden, die ich mir für diese Welt wünsche. Ich habe mit meinen Talenten und Kompentenzen meinen Beitrag dazu geleistet, diese Veränderung herbeizuführen.

Ich habe mein Buch geschrieben, dieses das vor Dir liegt, und vermutlich noch ein anderes. (Da ich dies im Frühjahr 2017 schreibe, vermag ich es noch nicht genau zu sagen. Zum jetzigen Zeitpunkt sage ich: Es werden zwei Bücher sein.) Die Bücher habe ich in erster Linie für mich geschrieben, das war mir sehr wichtig. Weil das rauswollte und meinen Veränderungsprozess formte. Mein Spiegel. Schreiben ist mein Ausdrucks- und Bewusstseinswerkzeug.

Gemeinsam mit anderen habe ich außerdem etwas geformt, das anderen Menschen ein Spielfläche bietet, dieses neue Menschsein voller Lust, Leidenschaft, Freude, Trauer und Wahrhaftigkeit auszuprobieren. Das neue Menschsein entwickelt sich langsam zum Kult, zu einer Art Popkultur. Das neue Menschsein greift um sich – und wir konnten es mit initiieren!

Konkreter mag ich heute, am 13. April 2017, noch nicht werden. Doch ich spüre heute, was alles möglich ist in diesen kommenden knapp 20 Monaten. In dieser Zeit lernt ein Neugeborenes gut laufen und fängt dann langsam an zu sprechen, sich zu artikulieren. Und so bin ich voller Vorfreude auf die nächsten Monate, werde voll und ganz dabei sein und mein Bestes geben, auf dass wir es am 08. Dezember 2018 ordentlich krachen lassen – und all das feiern, was wir bis dahin aufgebrochen haben – in uns und anderen, für die Welt in uns und um uns herum. Ich freue mich auch darauf, am frühen Morgen des 08. Dezember 2018 diese Zeilen hier zu lesen und abzugleichen mit der Realität, in der ich dann lebe werde. Ja, ich mache mir gleich ein Erinnermich in meinen Kalender.

So ist dieser 08. Dezember 2018 zwar ein Abschlussfest, eine Feier von uns Menschenlehrern. Doch in ihm liegt ein entscheidender Anfang: Denn nun tragen wir Menschenlehrer all das, was wir in den vergangenen Monaten gelernt haben, immer weiter in diese Welt und leisten einen Beitrag zu ihrer Transformation. Und auch ich wirke daran. Deswegen mag zwar dieses Kapitel vielleicht das Ende meines ersten Menschenlehrer-Buches bedeuten. Doch ich bin mir sicher, die Geschichte wird in weiteren Büchern fortgeschrieben und davon künden, wie wir diese Welt verändern. Also: Machen wir weiter!

Namasté!     

    

Meine Ethik – Die Richtschnur meines Handelns

ethik-bild

 „Unabhängig davon, ob wir einer Religion angehören oder nicht, haben wir alle eine elementare ethische Urquelle in uns … Ethik – nicht Religion – ist in der menschlichen Natur verankert. Und so können wir auch daran arbeiten, die Schöpfung zu bewahren. Das ist praktizierte Religion und praktizierte Ethik.“
(aus: Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion)

Wertebewusst und wertschätzend zu leben war mir schon immer sehr wichtig. Jedoch war ich mir der Bedeutsamkeit meiner Werte nicht bewusst und habe eher intuitiv wertebewusst gehandelt. Im Zuge der Menschenlehrer-Ausbildung bei Veit Lindau und als Teamleaderin im Human Trust beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Werte und ihrer Relevanz. Dadurch wird mir bewusst, dass ich einige meiner Lebenssituationen aufgrund dessen verändert habe, dass sie nicht stimmig mit meinen eigenen Grundwerten waren. So ist es für mich wichtig, meine zentralen Werte festzuhalten, in den Kontext einiger weiterer ethischer Manifeste zu stellen, die in meinem Leben wichtig sind, und mir dieses Gefüge von Zeit zu Zeit anzuschauen und anzupassen.

Folgende Werte stellen die Richtschnur meines Handelns dar, nach ihnen will ich streben und mein Handeln messen lassen. So möchte ich sein:

wesentlich

„Was ist eine Kriegerin des Lichts?“
„Sie ist diejenige, die das Wunder des Lebens zu begreifen weiß, die um das, woran sie glaubt, bis zum letzten kämpft und auch die Glocken hören kann, die das Meer in seinen Tiefen festhält. … Dazu ist übrigens jeder Mensch in der Lage. Doch nur wenige halten sich für eine Kriegerin des Lichts, obwohl jede eine sein könnte.“
(aus: Handbuch des Kriegers des Lichts von Paulo Coelho; alle weiteren nachfolgenden Zitate sind ebenfalls aus diesem Buch. Ich habe mich dazu entschieden, die weibliche Form zu verwenden.)

Ich bin überzeugt: Jeder Mensch, jedes Wesen trägt eine kostbare Essenz seines Seins sich, ihren und seinen Lebensauftrag. Wenn es-sie-er diese Essenz entdeckt und zur Entfaltung bringt, leistet sie ihren Beitrag zum Wohle aller Wesen auf diesem Planeten. Mir ist es ein zentrales Anliegen, diese Wesentlichkeit zu fördern und jedem Wesen seinen Raum zu schenken, dass es-sie-er diese Wesentlichkeit entdecken und zur Entfaltung bringen kann.

Was ich dafür tue:
Ich strebe danach, emphatisch zu sein, mich voll und ganz auf jedes Wesen mit all meinen Sinnen einzulassen. Dies schließt auch die Achtsamkeit gegenüber mir selbst ein. Deswegen schule ich mich regelmäßig (in Achtsamkeit) und bemühe mich darum, alles möglichst holistisch anzusehen, wohl wissend, dass meine bewusste Wahrnehmung stets nur einen Bruchteil dessen erfassen kann, was ist.

sinnvoll

„Die Krieger des Lichts erkennen einander am Blick. Sie leben in der Welt, gehören zur Welt und wurden ohne Rucksack oder Sandalen in die Welt geschickt. … Das macht sie zu Kriegern des Lichts. Dass sie sich irren. Dass sie fragen. Dass sie einen Sinn suchen. Und ihn am Ende finden.“

Mit der Essenz jedes Wesens verbindet sich sein tieferer Sinn, sein Auftrag, warum sie hier ist. Ich strebe danach sinnvoll tätig zu sein, mich nicht in Ausweichmanövern zu verlieren. Ich strebe danach, sinnstiftend zu agieren und zu sein, und andere Wesen zu ermuntern, ebenfalls sinnstiftend unterwegs zu sein. Ich suche intensiv nach meinem Sinn und lasse mich finden, glaubend, dass jedes Wesen eine Bestimmung hat, auf dieser Welt zu sein.

Was ich dafür tue?
Ich strebe nach Potenzialentfaltung und erlerne und praktiziere diverse Werkzeuge zur Potenzialentfaltung. Immer einmal wieder halte ich inne, um nachzuspüren, wie sinnvoll und dienlich für das Ganze ein Tun, ein Sein sind.

sinnlich

„Alle Wege der Welt führen mitten ins Herz der Kriegerin: Sie taucht, ohne zu zögern, in den Strom der Leidenschaften ein, die durch ihr Leben fließt. … Sie nimmt ihren Leidenschaften an und genießt intensiv.“
„Manche Kriegerin des Lichts richtet ihren Augenmerk auf die kleinen Wunder des Alltags. Sie ist fähig, das Schöne zu sehen, weil sie die Schönheit in sich trägt, denn die Welt ist ein Spiegel und wirft einem jeden Menschen das  Bild seines eigenen Gesichts zurück.“

Wir Menschen sind nicht nur mit einem Kopf ausgestattet – wir sind Sinneswesen. Ich möchte tief ins Leben eintauchen, das „Mark des Lebens aufsaugen“ und intensiv und mit allen Sinnen genießen, dann entfaltet sich die Schönheit jedes Wesens. In seiner Vielfalt – mit aller Freude und aller Traurigkeit, mit aller Vitalität und allem Schmerz. Mit allem, was ist. Mir war der Leitsatz: „Ich fühle also bin ich“ schon immer mindestens genauso wichtig ein „Ich denke, also bin ich.“. Sinnlichkeit ist für mich nicht nur Erotik, sondern sich seines breiten sinnlichen Wahrnehmungsspektrums, bewusst zu sein und es in seiner Vielfalt auszukosten. Sinnlichkeit drückt sich in vielen Künsten aus, meine eigene Hauptausdrucksform ist dabei die Poesie.

Was ich dafür tue?
Ich genieße es mit allen Sinnen wahrzunehmen. Ich vollziehe eine regelmäßige Schreibpraxis. Ich tauche genau bewusst in vielfältige Sinneserlebnisse ein.

dankbar

„Eine Kriegerin des Lichts vergisst niemals dankbar zu sein. … Daher kniet sie bei Sonnenuntergang nieder und dankt dem schützenden Mantel, der sie umgibt.“

Ich bin zutiefst dankbar dafür, dass ich am Leben bin, dass ich gesund bin, dass ich voller Talente bin, dass ich eine Familie habe, die mich trägt und stützt, dass ich eine Arbeit habe, die ich als sinnstiftend wahrnehme. Ich bin dankbar über das Glück, von solcher Fülle umgeben zu sein. Es gibt so viele Gründe, dankbar dafür zu sein, dass ich mein Leben so leben darf, dass ich den Luxus genießen darf, daran zu arbeiten, mein volles Potenzial zu entfalten. Weil ich in einer solch privilegierten Umgebung leben darf, ist diese Dankbarkeit für mich auch mit einer gewissen Verantwortung und Demut verbunden: Ich möchte dazu beitragen, dass viele weiteren Menschen Ähnliches genießen dürfen.

Ich strebe danach, ALLES als ein Geschenk zu betrachten
– auch wenn es auf den ersten Blick keines sein mag.
Ich nehme alles dankbar an, denn es wird sich als Geschenk erweisen,
wenn ich mich auf es einlasse.

Was tue ich dafür?
Ich danke am Ende jedes Tages bewusst für alle Erlebnisse und Geschenke, die ich während dieses Tages erfahren habe. Ich gebe regelmäßig ein Zehntel meines Einkommens ab, um meine Dankbarkeit zu zeigen und andere Menschen in die Fülle zu bringen.

humorvoll & verspielt

„Eine Kriegerin des Lichts tut immer Außergewöhnliches. Sie tanzt beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit auf der Straße. Oder blickt einem Unbekannten in die Augen und spricht sofort von Liebe. Sie verficht eine Idee, die lächerlich wirken mag. Die Kriegerin des Lichts erlaubt sich derlei Dinge.“

Ich darf mich immer wieder daran erinnern, dass im Leben nicht nur alles Ernst ist, sondern dass wir auf der Welt sind, um uns zu erfreuen, um zu Staunen, um das Spiel des Lebens zu genießen. Oft betrachte ich den All-Tag zu verbissen und verliere die Leichtigkeit. So ist für mich eine Prise Humor und Spielfreude ein wichtiges Lernfeld, das ich regelmäßig integrieren mag.

Was ich dafür tue?
Ich hole mir regelmäßig verrückende Impulse. Ich gestehe mir zu, ab und zu neben der Spur zu sein. Ich spiele bewusst.

ganzheitlich

„Intuition ist dem Krieger des Lichts sehr wichtig. Der Krieger weiß, dass die Intuition das Alphabet Gottes ist, und horcht weiter auf den Wind und redet mit den Sternen.“

Ich bin danach bestrebt, alles in seiner Ganzheit anzusehen und wahrzunehmen. Daher schaue ich ganz genau hin und nehme dabei unterschiedliche Perspektiven ein.

verbunden

„Die Kriegerin weiß, dass kein Mensch eine Insel ist. Sie kann nicht allein kämpfen. Wie auch immer ihr Plan aussieht, sie wird andere Menschen brauchen. Sie braucht jemanden, den sie um Hilfe bitten, mit dem sie ihre Strategie besprechen und dem sie in ruhigen Augenblicken am Lagerfeuer Geschichten über den Kampf erzählen kann.“

Alles ist mit allem verbunden. Ich weiß darum. Wenn ich jemand Anderem schade, schade ich auch mir selbst. Meine Familie ist mein wichtigster Verbund, meine Kraftquelle, sie pflege ich täglich. Um die weitere Verbundenheit wahrzunehmen, begebe ich mich aktiv in Gruppenprozesse wie auch in eine regelmäßige Innenschau. Denn wenn ich selbst mit mir verbunden bin, bin ich auch mit der Welt um mich herum verbunden.

exzellent

„Jede Kriegerin des Lichts versucht stets, sich zu vervollkommnen. Jeder Hieb ihres Schwerts trägt jahrhundertealte Weisheit und Meditation in sich… Die Kriegerin perfektioniert die Schönheit ihrer Hiebe.“

Um meinen Beitrag auf diesem Planeten zu leisten, strebe ich nach dem Besten, nach Exzellenz in den Bereichen, in denen ich über besondere Fähigkeiten verfüge. Auf sie fokussiere ich mich, damit ich sie weiter vervollkommne. Meine besonderen Fähigkeiten sind es, mich schreibend auszudrücken, Kommunikationskonzepte zu entwickeln und damit wertvolle Konzepte sichtbar zu machen, zu präsentieren, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen und zu moderieren. Um in diesen Bereichen exzellent zu sein, fokussiere mich auf sie. Lieber mache ich weniger, als mich zu verzetteln.

Was tue ich dafür?
Ich praktiziere diese Themenfelder intensiv und bilde mich regelmäßig in ihnen weiter. Ich orientiere mich an den Besten in diesen Themenfeldern.

achtsam

„Die Kriegerin des Lichts meditiert. Sie setzt sich an einen ruhigen Platz in ihrem Zelt und überlässt sich dem göttlichen Licht… Während sie meditiert, ist die Kriegerin nicht mehr sie selbst, sondern ein Funken der Weltenseele. … Eine Kriegerin des Licht weiß, dass in der Stille ihres Herzens eine Ordnung liegt, die ihr den Weg weist.“

Ich habe Achtsamkeit und Meditation als wesentliche Kraftquellen identifiziert, denn eine regelmäßige Praxis darin lässt mich fokussierter, zentrierter und klarer agieren und aus mir heraus handeln anstatt abgelenkt und diffus. Verbundenheit mit mir selbst zu sein, bedeutet Verbundenheit mit der Welt zu sein. Achtsamkeit zahlt auf die anderen Werte ein, die mir in meinem Leben wichtig sind. Achtsamkeit ermöglicht mit ein insgesamt ein Leben in Balance zu führen, nachdem ich strebe.

Was tue ich dafür?
Ich kultiviere eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis mit Stille am Morgen, einem täglichen Spaziergang und einem Dankbarkeitsritual am Abend.

wertschätzend

„Eine Kriegerin des Lichts teilt ihre Welt mit den Menschen, die sie liebt. Wenn sie mutlos sind, wird sie versuchen, sie darin zu bestärken, ihren Träumen zu folgen.“
„Eine Kriegerin des Lichts braucht Liebe. Zuneigung und Zärtlichkeit gehören zu ihrer Natur wie Essen, Trinken und die Lust am guten Kampf.“

Wertschätzend und liebevoll unterwegs zu sein, liebesfähig zu sein, Liebe zu schenken und zu empfangen ist eine meiner wesentlichen Kraftquellen, die mich lebendig macht. Ich berühre gerne und lasse mich gerne berühren. Wenn das passiert, weiß ich, dass ich wirklich da bin. Wertschätzend unterwegs zu sein, bedeutet für mich auch, gerne zu geben, zu honorieren, zu gönnen, freigiebig zu sein. Genauso weiß ich auch um meinen Wert und erfahre gerne eine angemessene Honorierung. Zum Thema Wertschätzung gehört für mich auch Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Pünktlichkeit. Dies sind für mich keine lästigen Sekundärtugenden sondern zollen von Achtsamkeit und Respekt gegenüber meinen Mitmenschen.

Was ich dafür tue?
In Begegnungen mit anderen Menschen und mir bin ich wirklich da und präsent.

wahrhaftig

„Eine Kriegerin des Lichts fällt Entscheidungen. Ihre Seele ist frei wie die Wolken am Himmel, aber sie ist ihrem Traum verpflichtet. Auf ihrem frei gewählten Weg muss sie zu Unzeiten aufwachen, die ihr nicht gefallen, mit Menschen reden, die sie nicht weiterbringen und auf einiges verzichten… Ihre Freunde meinen: „Du opferst Dich umsonst auf. Du bist nicht frei.“ Die Kriegerin ist frei. Aber sie weiß, dass ein offener Ofen kein Brot bäckt.“

Ich bin integer und aufrecht zu mir selbst und stehe zu meiner eigenen Wahrheit, die ich für mich gefunden habe, respektiere dabei aber auch andere Wahrheiten. Ich stehe für mich selbst ein. Wenn ich einsehe, dass ich mich irre, korrigiere ich meinen Kurs, verharre dabei aber nicht allzu lange mit Wunden lecken, sondern gestehe mir ein, dass Fehler zu einem aufrechten Kurs gehören. Ich stehe zu all dem, was und wie ich bin: zu meinen Stärken wie auch zu meinen Schwächen, zu meinem Licht wie auch meinen Schatten. Ich liebe mich.

Was ich dafür tue?
Ich lerne mich immer besser kennen. Ich praktiziere regelmäßig Schattenarbeit, um immer vollkommener zu werden.

ausgewogen

„Weil sie weiß, dass die Zeit für sie arbeitet, hat es die Kriegerin des Lichts nie eilig. … Sie weiß, dass sie an einem entscheidenden Augenblick in der Geschichte der Menschheit teilhat und sich selbst ändern muss, bevor sie die Welt verändern kann. Daher erinnert sie sich an die Worte von Lanza del Vasto:
„Eine Revolution braucht Zeit, um Fuß zu fassen.“
Ein Krieger pflückt eine Frucht erst, wenn sie reif ist.“

Ich übe mich in Geduld. Ich pflege ein ausbalanciertes Leben, das ausreichend Zeit bereit hält für Ruhephasen, Phasen des Lernens und Studierens, Phasen des Meditierens und Körpertrainings, Zeit für gesunde Ernährung, Zeit für Austausch mit anderen Menschen wie auch Phasen für eine sinnstiftende Arbeit. All diese Lebensbereiche wollen Beachtung finden, damit ich einen möglichst langen Atem habe. Ausgewogen zu sein, bedeutet auch gut für mich selbst zu sorgen, weil ich damit das Gesamtsystem in Balance bringe.    

Was ich dafür tue?

  1. Ich sorge gut für mich und diszipliniere mich zu einer integralen Lebenspraxis.
  2. Ich gönne mir ausreichende Auszeiten mit einem freien Tag in der Woche.
  3. Ich gönne mir jeden Tagen einige kurze Auszeiten mit morgendlicher Stille, einem Spaziergang und abendlicher Dankbarkeit.
  4. Ich räume mir nahezu täglich mindestens eine Stunde zum Schreiben ein.
  5. Ich kultiviere einen nachhaltigen Lebensstil.

magisch

„Eine Kriegerin des Lichts glaubt. Weil sie an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil sie sich sicher ist, dass ihre Gedanken ihr Leben verändern können, verändert sich ihr Leben. Weil sie sich sicher ist, dass ihr die Liebe begegnet. Begegnet ihr diese Liebe auch.“

Vom Zeugungsakt bis zum letzten Atemhauch: Dieses Leben ist wundervoll, voller Mysterien und Synchronizitäten. Ich tue mein Bestes und glaube, und so beschenkt mich das Universum mit einem Wunder ums andere. Ich bleibe neugierig und staune.

Was ich dafür tue?
Ich trainiere mich regelmäßig darin, einen positiven Anfängergeist zu bewahren. Ich schaue mir genauestens selbst die profanen Dinge an und nehme die Wunder dieses Lebens wahr.

 

Meine Werte sind eingebettet in einen größeren Kontext

Meine Vision ist es, gemeinsam mit anderen einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Daher bin ich Teil verschiedener Bewegungen, die dies ebenfalls als Vision in sich tragen, und so fühle ich mich diesen ethischen Manifesten ebenfalls verbunden und trage mit meinem Verhalten dazu bei, diese Werte zu leben.

Folgende Visionswerke und Ethiken anerkenne und beherzige ich:

  • Paulo Coelho „Handbuch des Kriegers des Lichts“
  • Dalai Lama „Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion“
  • Papst Franziskus: „Laudato si: Die Umweltenzyklika des Papstes“

 

Für neue Sternstunden der Menschheit – Die innere Reise

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 5

sternstunden

„Immer müssen Millionen müßige Weltstunden verrinnen,
ehe eine wahrhaft historische, eine Sternstunde der Menschheit in Erscheinung tritt.
Entsteht aber in der Kunst ein Genius, so überdauert er die Zeiten;
ereignet sich eine solche Weltstunde,
so schafft sie Entscheidung für Jahrzehnte und Jahrhunderte.
Wie in der Spitze eines Blitzableiters die Elektrizität der ganzen Atmosphäre,
ist dann eine unermeßliche Fülle von Geschehnissen zusammengedrängt in die engste Spanne von Zeit.
Was ansonsten gemächlich nacheinander und nebeneinander abläuft,
komprimiert sich in einen einzigen Augenblick, der alles bestimmt und alles entscheidet;
ein einziges Ja, ein einziges Nein, ein Zufrüh oder ein Zuspät
macht diese Stunde unwiderruflich für hundert Geschlechter
und bestimmt das Leben eines Einzelnen, eines Volkes
und sogar den Schicksalslauf der ganzen Menschheit.“

(Stefan Zweig „Sternstunden der Menschheit“)

„Sternstunden der Menschheit“ – so hieß ein Buch, das mich in meiner Kindheit magisch angezogen hat. Es war eines der wenigen Bücher, die meine Eltern besaßen. In Miniaturen hatte der Autor Stefan Zweig berühmte Menschen, die der Menschheit Sternstunden beschert hatten, ganz fesselnd in einigen Schlüsselszenen ihres Daseins porträtiert. Wie habe ich diese Geschichten geliebt. Besonders die Geschichte von der gescheiterten Südpol-Expedition Robert Scotts hatte es mir angetan.1)Damals fiel mir übrigens gar nicht auf, dass Stefan Zweig nur Männer porträtierte.

„Es war ein kleiner Schritt für einen Mann, aber ein großer Schritt für die Menschheit“,
sagte der Astronaut Neil Armstrong, als er am 21. Juli 2017 den Mond betrat. 

Was wünsche ich mir für diese Ausbildung?
Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam ein großartiges Feld schaffen, dass für neue Sternstunden der Menschheit bereit ist und diese Sternstunden mit kreiert. Nichts weniger wünsche ich mir für diese Ausbildung. Und ich will mein Bestes dafür geben, dass das auch wirklich passiert.

Klingt das vermessen?

Ich finde nicht. Wir haben so viele Baustellen. So viele von uns tragen die Sehnsucht in sich, dass diese Gier, dass dieser Egoismus, dass diese Ressourcenverschwendung, dass dieses Hamsterrad, dass dieser Leistungsdruck, dass diese wachsende Ungleichheit und Ungerechtigkeit verschwinden mögen und wir für uns ein gutes Leben finden, in Frieden, in Erfüllung unseres Potenzials, in Balance mit unserer Mitwelt und unserem Planeten. Irgend etwas unerklärliches, irgendeine hohe Barriere scheint uns daran zu hindern, diesen Schalter umzulegen.Vermutlich sind diese Barriere: wir selbst.

Die große Frage ist:
Warum setzen wir nicht alles daran, für unsere Sehnsüchte zu gehen, das einfach zu machen?
Denn wir haben schon längst erkannt: Jammern ist Energieverschwendung.
Statt dessen drehen wir uns weiter in unserem Hamsterrad der Gewohnheit.
Noch.

In diesem Sinne wünsche ich mir neue Sternstunden der Menschheit. Ich wünsche mir Erfindungen und Entdeckungen unseres Potenzials, unseres inneren Reichtums. Jahreshundertelang haben wir neue Länder entdeckt, bedeutsame Erfindungen für die Menschheit im Außen gemacht. Jetzt steht es an, neu auf Reisen zu gehen. Ins Innen zu reisen, die Ressourcen in uns zur Entfaltung zu bringen, damit wir die Ressourcen im Außen nicht mehr verschwenden müssen. Ich wünsche mir, dass wir uns erheben, ohne bedeutsam sein zu müssen. Bedeutsam nicht im Sinne einer egoistischen Bedeutsamkeit, sondern in dem Sinne, dass wir unser Selbst in Verbundenheit zu anderen Selbsts bedeutsam nehmen. Verstehst Du, was ich meine?

Das war jetzt der große weite Wurf, der große Bogen, das weite Feld.
Und was wünsche ich mir für mich selbst in meiner Menschenlehrer-Zeit
in Spiegelung des großen weiten Feldes?

Ich wünsche mir

  • Heilung, ich wünsche mir in Balance zu kommen, so viele Schattenthemen aufzulösen, die mich bewegen.
  • … eine Integrale Lebenspraxis zu etablieren und zu leben, damit in Balance zu kommen.
  • … ganz scBegeisterunghlicht meinen Körper zu versorgen, meinen Tempel mit der Ernährung, der Bewegung, der Berührung und der Selbstliebe, die er verdient, die ich mir wert bin, (ist eigentlich interessant, ich könnte damit ja auch zu „Weight Watchers“ gehen ;-), das habe ich auch tatsächlich schonmal ganz erfolgreich gemacht, aber ich habe das Gefühl, dass ich diese Themen hier besser und tiefer lösen kann, weil ich tiefer zu schürfen habe….)
  • …. meine Reichtums- und Gelddthemen zu lösen, Reichtum zu erkennen und zu generieren
  • … mich bedingungslos und selbstverständlich so zu lieben wie ich bin, mein Bedeutsamkeitsthema zu lösen,
  • … neugierig auf mich zu sein, mich selbst neu kennen zu lernen, über mich zu lachen, mit mir zu weinen, mich so verrückt und paradox und schräg und liebenswert anzunehmen, wie ich gerade bin,
  • … mein volles Potenzial in diese Welt zu bringen, mein Buch-Baby, die Geschichten, die ich zu geben habe, meinen Beitrag, meine Begeisterung, meine Exstase, das möchte ich (er)leben.
  • … zum Werkzeug dieses Lebens zu werden, dass das Leben durch mich hindurchwirkt und ich so im Fluss und am besten bin.

Das Mark des Lebens in mich aufsaugen…
Ich bin bereit.
Danke.

References   [ + ]

1. Damals fiel mir übrigens gar nicht auf, dass Stefan Zweig nur Männer porträtierte.

Von einer, die auszog ihre Werte zu leben – und: was ihre eigene Bestimmung damit zu tun hat

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 4

ars:scribendi. Wer war Sie, wer ist Sie? Mein LeseStoff. Unternehmerische Irrfahrten. Ankommen im Welt-Verbessern. Wieder-Erinnern. Wer war Sie, wer ist Sie heute?


Schon vor zehn Jahren elementar:
Standortbestimmung meiner Werte samt einer Suchbewegung für meine Sehnsucht
Wertebewusst zu leben, wertebewusst zu arbeiten, wertschätzend unterwegs zu sein – das ist mir schon lange sehr wichtig gewesen, genauer gesagt eigentlich, seitdem ich mich vor zehn Jahren mit meinem eigenen Unternehmen ars:scribendi selbständig gemacht habe. Für mein Firmenbaby Werte zu defineren, hatte damals elementare Bedeutung für mich. Und das war mir einiges Wert, denn ich habe diese Werte damals nicht nur aufgeschrieben. Ich habe sie mir extra von einem Kalligraphen gestalten lassen.

Meine Werte: Das Herzstück meines LeseStoffs

lesestoff

Meine so gefundenen und gestalteten Werte wurden zum Herzstück des LeseStoffs, einer Publikation, die für mich mein Business verkörpert hat. Mit dem LeseStoff wollte ich mein Kostbarstes sichtbar machen, das zeigen, was ich dieser Welt zu schenken habe: die in jedem Wesen, jedem Ding innewohnende, oft verborgene Schönheit in Form von Geschichten zu Papier zu bringen, sie erlebbar, erfühlbar, sichtbar machen. Mein Credo, mit dem ich startete, lautete damals: „Jedes Ding, jedes Wesen verkörpert Schönheit. Jede, jede, jeder ist ein Geschichtenschatz. Du darfst genauer hinschauen, und dann Du wirst mit einem unschätzbaren Reichtum beschenkt.“  Mit diesem Credo unterwegs porträtierte ich insgesamt zehn Menschen, völlig unterschiedliche Menschen mit ihrem Tun, in ihrem Sein:

  • „Aufblühen und Teetrinken“ – die Gründer des Unternehmens Creani, das einen weißen „Erblühtee“ nach Deutschland importiert
  • „Das Gefühl für den vollendeten Klang“ – den chinesischen Nachwuchs-Pianisten Haiou Zhang, der mittlerweile auf den ganz großen Klassikbühnen zu Hause ist,
  • „Der Parcours zum Erfolg“ – Sabine Wehrhahn, Golf-Mentaltrainerin
  • „Messerscharf kombiniert! Crime meets Comedy“ – das Autorenduo Michael Bresser (mittlerweile mein Ehemann) und Martin Springenberg mit ihren Münsterland Krimis
  • „United they stand – united they help“ – die Basketball-Mannschaft UBC Tigers mit ihrem Charity-Projekt an Hauptschulen
  • „Mit klarem Blick für mehr Gewinn“ – Gründungsberaterin Constanze Wildenhain
  • „Der mit den Wölfen heult“ – Granato Rambocco, Einheizer beim Fußballclub Vfl Wolfsburg
  • „Keine Geschichte, eine Geschichte“ – die Band „Scycs“, die einmal Ende der 90er den einen Hit „Next November“ hatten, und dann scheinbar in der Versenkung verschwanden
  • „Kreuzweise mit CSTx“ – das Unternehmen, das eine der ersten Apps programmiert hat (bevor es diesen Namen gab)
  • „Die Schrift der Sterne“ – die Astrologin Annegret Becker-Baumann

porträts

Jede dieser Geschichten hat mich auf irgendeine Art und Weise gespiegelt, mich transformiert. Und inmitten dieser Geschichten habe ich die Beschreibung meines Unternehmens samt meiner Werte gepackt. So wollte ich mich finden lassen:

„Worte schaffen Welten. Worte sind wichtig, sind die Chiffren, mit denen wir uns selbst benennen. Worte schaffen Welten, bedeuten Werte. Indem wir darauf achten, bestimmte Worte zu verwenden, zeigen wir, wofür wir einstehen und markieren unsere Position. … Die Liebe ist der zentrale Wert von ars:scribendi. Wir schaffen immer für eine Sache – voller Empathie und Freude, optimistisch und ideenreich. „Schönheit rettet die Welt“, weiß Dostojewski. Ganz Recht so. Wir finden, das auch dazu gehört, das Schöne sehen zu können. Schönen Dingen Worten zu verleihen, ein Gesicht zu schenken und ihnen Gehör zu verschaffen – das ist Ziel unserer Arbeit. Unser Blick ist den Dingen zugewandt, die wir schätzen und kommunikativ nach vorne bringen wollen, gemeinsam mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Die Freude am Schaffen und die Wertschätzung unserer Arbeit inspirieren uns!…“

Mit diesen Worten habe ich damals die Essenz meines Wertesystems, den Wert meiner Arbeit und meinen inneren Antrieb beschrieben. Und ich finde auch heute noch, dass das stimmig ist. Wenn ich aber heute, zehn Jahre später, daran denke, an wen ich das adressiert habe, dann wundere ich mich gar nicht mehr, wie sich sich alles SO entwickelt hat…

„Ich habe gerade Deinen Lesestoff durchgeblättert und gelesen. Er ist so kostbar. Ein Schmuckstück. Darf ich ihn wirklich behalten?“,war eines der Feedbacks, das mir der Geschäftsführer eines Unternehmens gegeben hatte. Es kamen in der Tat auch Menschen zielgerichtet auf mich zu, die – durch den LeseStoff inspiriert – auch für ihr Unternehmen eine ähnliche Publikation realisiert haben wollten. In den vergangenen Jahren habe ich so einige wundervolle Projekte realisieren dürfen. Dieser Lesestoff war ihr Startpunkt. Mit jedem Projekt habe ich mich näher zu meiner Bestimmung „hingeschrieben“. Dazu gehörten u.a. folgende Arbeiten:

  • „Mit Vielfalt zum Erfolg“ – Porträts von Gründerinnen mit anderen kulturellen Wurzeln
  • „Bewusst wie: Anders leben. Besser wirtschaften“
  • und zuletzt: „Weltwunder. Wandel statt Wachstum. Die Nachhaltigkeitsziele umsetzen. Bei Dir. Bei uns. Weltweit.“

Doch wenn ich es mir recht überlege, dann waren meiner Auftraggeber entweder selten klassische Unternehmen, sondern Organisation, die für etwas ganz besonders eingestanden haben, für ideelle Werte statt für herkömmliche Produkte. Nicht selten waren das allerdings selbst initiierte Projekte.

Klassische Unternehmen oder Corporate Publishing Agenturen (wie ich das eigentlich intendiert hatte) habe ich damit nur relativ wenige gewinnen können. Ich habe allerdings auch niemals klassische Akquise gemacht bzw. eine Zeitlang eine Frau dafür engagiert. Gefunzt hat das das allerdings auch nicht richtig.

So war ich also unterwegs mit diesen Werten, mit dieser Arbeit, die mir selbst so kostbar und wertvoll war, aber nur wenige wussten, damit etwas anzufangen. Heute nachdem ich da nochmal intensiv nachgespürt habe, glaube ich die Gründe dafür zu kennen, warum ich damit nicht ankommen konnte:

  1. Ich habe versucht, mich als klassische Texterin, als Auftragsschreiberin und -kreateurin zu verkaufen. Im Grunde bin ich das nicht. Denn ich stehe nicht allein für gute Worte und exzellente Konzepte, ich stehe für eine Mission von einer besseren Welt. Diese Mission nehme ich immer mit. Ich bin Autorin und Künstlerin (die noch immer auf der Suche ist nach einem soliden Fundament.)
  2. Ich habe meinen Selbstwert dabei nicht gekannt und deshalb meine Werte verraten. Jetzt habe ich verstanden: Der Selbstwert ist die Basis von allem. Wenn ich mir meines eigenen Werts bewusst bin und für ihn einstehe, gerät nichts mehr ins Wanken. Jetzt weiß ich das. Ich werde das nicht mehr vergessen. Ich bin mir das selbst wert.

So gut kann ich mich an Situationen erinnern, in denen ich auf irgendwelchen Business-Events war und mich so gar nicht wohl gefühlt habe. Jetzt weiß ich, warum. Ich habe mich selbst jahrelang für falsch verkauft.

Bitte versteh mich nicht falsch: Ich will die normale Business-Welt, in die ich ja hinwollte, nicht schlechtreden. Sie ist, wie sie ist. Sie ist aber eben nunmal nicht meins. Und so war meine letzten zehn Jahre eine einzige große Suchbewegung: Ich hatte einfach kein Vorbild für das, wer ich bin. Ich kann die Berufe des PR-Managers und Redakteurs, denn das hatte ich ja gelernt. So war ich PR-Referentin, Freiberuflerin, Unternehmerin, Initatorin und Vorstandsvorsitzende einer Genossenschaft, Anschieberin und Projektwupperin. Und nach dem Scheitern der Genossenschaft bin ich zusammen gebrochen. Jetzt erkenne ich: Ich war mir meiner wirklichen Rolle noch nicht richtig bewusst.

Als ich mich nach meinem Zusammenbruch 2012 im Jahr 2013 wieder aufrappelte, rief folgender Wunsch in mir ganz laut: „Lass mich Teil einer Nachhaltigkeitsbewegung sein, einer Unternehmerbewegung, die für eine bessere Wirtschaftswelt einsteht, in der Menschen wertschätzender unterwegs sind, sich gegenseitig stärken, die Umwelt und unsere Mitwelt achten. Lass mich Teil dieser neuen Menschheit sein.“ So bin ich mit der Gemeinwohl-Ökonomie- und der Transition Town-Bewegung in Berührung gekommen, mit Projekten, die in eine Utopie hineinleben, die die Werte und die Projekte verkörpern, für die mein Herz schlägt.  Heute bin ich voll aktiv für Projekte, hinter denen ich voll und ganz stehen kann. Und ich bin mir meiner Rolle bewusst:

Ich bin eine der Reporterinnen für diese neuen Welt.
Das ist meine Wahrheit.
Meine Aufgabe ist es, mich dafür zu befreien und dafür, für mich einzustehen.

Ein Teil davon wird es sein, mir meine Werte jetzt nochmal genauer anzuschauen. Sie klar zu kriegen und festzuschreiben sind die Basis für meine weiteren Schritte. Noch ist für mich vieles nebulös. und ich weiß auch nicht, ob es glasklar rüberkommt, was ich zum Ausdruck bringen will. Im Grunde ist es auch egal. Mein eigener Prozess ist wertvoll für mich, und ich spüre deutlich, dass ich gerade sehr gewinne, auch wenn sich vieles noch zeigen will.  DANKE SCHÖN!

Selbstliebe

Die Gefährten – Herzlich willkommen an Dich und Dich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 3

willkommen

Willkommen für Alles Foto: von Pixabay – Urheber Randlom – Überarbeitung durch mich.

„Die Gefährten“ – so heißt die erste Folge der Trilogie „Herr der Ringe“. In ihr formiert sich eine bunt zusammen gesetzte Gruppe an Wesen, die sich gemeinsam auf den Weg macht, um den einen Ring, den machtvollsten aller Ringe, in die Klüfte der Schicksalberg zu werfen und damit Mittelerde vom „Bösen“ zu befreien und zum Guten hin zu transformieren. Den Ring selbst nimmt das unwahrscheinlichste aller Wesen an sich: ein kleiner, scheuer, ängstlicher Hobbit – Frodo Beutlin. Kein Superheld, aber ein bodenständiger, widerstandsfähiger, feierlustiger, erdverbundener und einfacher Hobbit. Seine Gefährten sind Wesen aller Art: der Zauberer Gandalf, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der König Aragorn, der Mensch Boromir sowie Frodos zwei beste Freunde Pippin und Merry.

Ich befinde mich gefühlt in einer ähnlichen Situation. Auch ich habe mich vor ein paar Wochen auf die Reise gemacht, in ein Abenteuer mit ungewissen Ausgang, mit meiner Vision einer besseren Welt und meinen Zielen im Gepäck: Menschenlehrerin werden, Menschenlehrerin sein. Wie ist es um meine Gefährten bestellt – meine engsten Gefährten und jene, die vielleicht ab und an dazu stoßen? In meinem ganz persönlichen Film hat der „Rat von Elrond“ noch nicht getagt. Die Gefährten haben sich noch nicht vollends formiert.

Meine Familie – das beste Basislager

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Bisher bin ich mir nur meiner Familie klar. Sie steht diesem Abenteuer aufgeschlossen, wohlwollend und interessiert gegenüber, auch gelassen. Sie kennen den Humantrust schon längere Zeit, sie wissen um mein Menschenlehrer-Werden und -Sein. Mein Mann und mein Sohn blinzeln ab und zu mal rein; mein Mann hat sich mit mir köstlich über die Darstellung des grünen Mems amüsiert. Gefühlt bleiben beide eher „zu Hause“, empfangen mich aber jederzeit gern mit einer guten Mahlzeit und einem Krug Bier, auf dass ich von meinen Abenteuern berichte, nachdem ich mich mit einem nährenden Bissen gestärkt habe.

Es gibt kein besseres Fundament für einen solchen Weg
als ein gutes Basislager, das bereit ist,
einen aufzufangen, einen auszuhalten, einem zuzuhören, geduldig zu sein,
an einen glauben, sie bedingungslos zu lieben, wie sie gerade ist!

Genau das ist meine Familie für mich. Mein Mann Michael und mein Sohn Marten. Es ist wirklich das allergrößtes Geschenk, zwei so wunderbare Menschen an meiner Seite zu wissen. Auch wenn ab und an mal Sturm, Gewitter und Regenwolken aufziehen werden: Ich bin mir unserem Beziehungsfundament gewiss. Ich liebe meine beiden Schätze über alles! Sie geben mir eine unglaubliche Stärke und Solidität. Ich fühle mich getragen und gehalten. Immer und bedingungslos.

Herzlich willkommen an Alle!

Und die anderen Gefährten?

Ich kann ehrlicher Weise noch gar nicht genau sagen,
wer diese sein werden.
Ich habe das Gefühl, dass sich da einiges neu formiert.
Ich selbst verspüre gegenüber allen Gefährtinnen und Gefährten,
die da kommen werden
oder die schon längst an meiner Seite sind, ohne dass ich davon weiß,
eine große Gelassenheit sowie Neugierde und Wohlwollen.

Wer wird mir in den kommenden Wochen und Monaten begegnen? Wer ist schon jetzt da? Von wem werde ich was lernen können? Wem werde ich selbst hilfreich sein können? Ich bleibe gespannt. Feuer und Eis, alle Aggregatzustände, vielfältig farbenfrohe Menschen sind herzlich willkommen.

Ich begreife uns als gemeinsames großes Lernfeld
und werde aufs Ganze gehen :).

Zum Zweier-Holon (wir sind sechs Menschen in zwei Holonen (vielleicht kommt noch ein weiterer Mensch dazu) sowie unsere Mentorin Katrin) kann ich nur sagen, dass ich glaube, dass ich dort auf sehr interessante und sehr unterschiedliche Frauen gestoßen bin, die wirklich bereit sind, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Am morgigen Dienstag wird es unser erstes Treffen geben und vielleicht werde ich danach noch einmal berichten.

Dann gibt es noch meine „Salon für Deine Seele“-Gruppe, die ich als Teamleaderin im Human Trust begleite. Diese Gruppe findet sich gerade erst, sie ist noch zu frisch, um daraus abzuleiten, was aus ihr erblühen mag.

Außerdem sehe ich einige Felder, in denen ich mich bewege und bei denen ich ein spüre, dass mich diese Felder wohlwollend begleiten und ich in diesen Feldern einiges bewegen kann und werde. Für mich sind das Lern- und Gestaltungsfelder, in denen ich mich gestalten lasse und gestaltet werde:

  • alle Menschenlehrerinnen, alle Menschenlehrer – wir sind sooo eng miteinander verbunden,
  • die Teamleader-Gefährtinnen und -Gefährten im Human Trust,
  • alle Trusties,
  • die Freundinnen und Freunde der Gemeinwohl-Ökonomie,
  • die Freundinnen und Freunde der Transition Town Bewegung,
  • der Tribe der Schreibglücklichen Autorinnen und Autoren sowie insbesondere mein Verleger, eine Lektorin und Bri Sandtner als Autorin, mit der ich eng im Austausch bin – auch „wird“ gerade einiges neu zusammengewürfelt,
  • die benachbarten Wandelströmungen und solche,die sich dem gesellschaftlichen Wandel anschließen werden
  • meine Klientinnen und Klienten
  • viele weitere Menschen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass sie in meine Leben kommen werden (oder schon längst da snd)
  • sowie mein inneres Gefährten-Team „Engelchen und Teufelchen“– das Eichhörnchen, der Fuchs, Pippi Langstrumpf und Professor Mc Gonnagall und weitere, die dazu kommen mögen)

 

Keine engen Freundinnen und Freunde, viele Gefährten und Felder – für die Sache und ansonsten eher „sozial autistisch“? Mein Schattenthema

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Foto von Pixabay – Urheber: dimitrisvetsikas1969

Du hast vielleicht bemerkt: Ich benenne meine engste Familie, und dann benenne ich außerdem das 2er Holon sowie die Salon-Menschen wie auch „Felder“, aber explizit keine weiteren mir nahestehenden Personen. So fühlt es sich für mich auch an. Ich habe wenig enge Freundinnen und Freunde. Ich bin eher „für die Sache“ unterwegs und habe auf diesem Weg oft sehr tiefgehende Begegnungen, die aber kommen und gehen.

Vielleicht bin in dieser Hinsicht Autistin, vielleicht schläft da etwas? Früher, ganz früher, hatte ich mal eine beste Freundin, eine Sandkastenfreundin, die Beziehung ging aber irgendwann mal auseinander. Von Zeit zu Zeit klopften dann immer mal wieder – meistens – Frauen an, die eine beste Freundin werden könnten, sie sind es aber mit meinem Fokus „auf die Sache“ nie geworden. Ich glaube, dass da tief versteckt auch Ängste in mir sind, einen Menschen zu nahe an mich herankommen zu lassen. Ich denke schon und bin sehr gespannt, wie sich dieses „Thema“ im Laufe der Zeit entwickeln und aufbrechen wird. Ich bringe und nehme es mit und bin auch hier offen.

Aufbruch mit Licht und Schatten

Widerstände und Konflikte spüre ich derzeit wenige. Ich bin gespannt, wie sich dies im Laufe der Reise entwickeln wird. Ich bin sicher, in meinen Beziehungen wird viel in Bewegung geraten – sowohl in meiner Beziehung zu mir als auch in meinen Beziehungen zu anderen Menschen (siehe bspw. meinen letzten Eintrag „Der Kampf für mich“).

Gerade vorgestern hatte ich ein sehr erhellendes Gespräch. Es arbeitet in mir. Ende Januar hatten wir ein intensives Strategie- und Planungswochenende für die Transition Town Bewegung, bei der derzeit sehr viel ansteht. Einer der Moderatoren gab mir jetzt das Feedback, ich würde sehr viel Druck produzieren und würde dadurch viel Raum einnehmen. Wir haben sehr offen und ehrlich unsere Standpunkte dazu ausgetauscht und das Gespräch wirkt jetzt schon in mir nach. Meine Lesart zum Gespräch (die Person, mit der ich das Gespräch hatte, weiß Bescheid): Die Person ist sehr „im Grün“ und im „Peace, Peace“ unterwegs. Ihr behagt nicht, dass ich andere Farben ins Spiel bringe – Orange, Blau, ein wenig Rot und Gelb. Es wird unbequem. Die Person ist der Meinung, ich sollte einfach weibliche Liebe ausstrahlen, dann würde ich viel mehr erreichen als mit dieser „männlichen Effizienznummer“. Ich verstehe sehr wohl, was er meint, gleichwohl glaube ich nicht, dass weibliche Liebe allein reicht, um die Veränderung zu bewirken und die Ziele und die Sichtbarkeit zu erlangen, die ich mir wünsche. Gelöst bin ich aber nicht, eher zu verkrampft und angespannt, da ist seine Wahrnehmung sehr richtig. Es arbeitet aber dazu gerade in mir. Sehr spannend! Ich werde Euch dazu weiter berichten…

Das Mark des Lebens

Mein Menschenlehrer -Tagebuch Woche 1/2

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Ich ging in die Wälder … Foto von der fotolia.de / Bearbeitung durch mich.

Dieses Zitat von Thoreau habe ich, wie wohl so viele andere Menschen das erste Mal im Film „Club der Toten Dichter“ gehört. Mit diesem Text leitete der „Club der Toten Dichter“ stets seine Sitzungen ein. So wie der ganze Film hat mich dieses Zitat damals tief berührt.

Und  Ja: genau darum geht es für mich in dieser Menschenlehrer-Ausbildung: das Mark des Lebens in mich aufsaugen, intensiv leben, echt leben, meine Essenz und Wesentlichkeit leben. Ich will tief leben, ich will mich rausfinden, mich verschenken, mich in dem Potenzial (er-)leben, auf dass ich mein Bestes in und für diese Welt geben kann. Meine Sehnsucht und meine Hoffnung ist, dass ich es wirklich schaffen kann, ein integrales, gutes Leben zu leben, und meine Sehnsucht und Hoffnung ist es zugleich auch, dass ich weitere Menschen dazu inspirieren kann.  Ich will nicht der Neil Perry im „Club der Toten Dichter“ sein, der verzweifelt und hoffnungslos aus dem Leben scheidet, weil es offenbar keinen anderen Ausweg mehr gibt. Ich will den „weiblichen Todd Andersen“ verkörpern, der es schließlich schafft, aufzustehen, für sich, für sein Leben würdevoll einzustehen.

Mein Leben ist gerade fulminant und eine Achterbahnfahrt, eine riesige Baustelle. Es kommt vieles in Fahrt, ich bin voll unterwegs, und ich komme immer mehr in meine Kraft, aber es ist wirklich noch gut was zu tun. Ich bin mittendrin, und es stehen so viele Dinge an. Das zeigt eine Zwischennotiz, die ich vor kurzem einige Tage nach dem ersten Modul der Menschenlehrer-Ausbildung schrieb:

„Vor zwei Wochen ging ich in unsere Menschenlehrer-Ausbildung mit einem Gefühl „Boah, eigentlich hast Du MEHR als genug grad – kannst Du Dir es leisten, in diesen ersten Block zu gehen…?!?“, so viele Projekte in Deinem Patchwork-Berufsdasein – u.a.:

  • Kommunikationskonzept (zum Einstieg in einen geliebten Job, der am 1.März bezahlt startet), 
  • Konzeptpapier – Abschlussarbeit für eine Fundraising-Ausbildung
  • am Wochenende Strategietreffen für Transition (so dass ich Samstag und Sonntag schonmal garantiert nicht teilnehmen konnte)
  • im Mai ein TransitionCamp zu organisieren, mit dem ich gefühlt allein dastehe, da eine Kollegin auf unabsehbare Zeit schwer erkrankt ist
  • im Mai eine komplexere Website relauncht haben (bei dem ich einen Dienstleister steuere, aber ganz viel konzeptionelle und redaktionelle Arbeit liegt bei mir),
    (beide Termine bindend, weil in ein Projekt integriert, das wir dokumentieren müssen) 
  • mein Buchprojekt, das diesmal nicht (!!!) hintenrunter fallen soll
  • Teamleader im humantrust
  • und der ganz normale geliebte (!) Berufsalltag (zwei inhaltsreiche Newsletter vorbereiten, zwei Facebookseiten betreuen)

Ich fühlte mich echt überfordert, es fühlte sich so „eng“ an und ich dachte, ich müsste mich von etwas trennen, um wirksamer und erfolgreicher unterwegs sein zu können. In das Treffen am Wochenende ging ich „hart“ – in der Ankommensrunde benutzte ich die Worte „Es ist frostig, ich gehe hier geklärt rein, aber ich fühl mich allein, es ist alles zu viel….“

Und dann: … Ist das Eis aufgebrochen!!!

Am Wochenende haben sich zwei Teams gefunden – eines, das gemeinsam mit mir das Camp vorbereitet und richtig Bock drauf hat und ein Websiteteam. Das Fundraising-Konzept ist in die Jahresplanung integriert und nicht „nur“ für die Ausbildung geschrieben – und ich habe es nach dem Wochenende einfach runterschreiben können und pünktlich abgegeben – und es ist sogar sinnvoll, weil mit Nutzen. Die Ideenskizze zum Kommunikations-Konzept ist auch schon fertig und gestern per Skype mit einem tollen Feedback besprochen – und auch so, dass wir es gleich anwenden werden. Mein Verleger hat mich angeschrieben (also seine Initiative – wuuuuhuuuu!!!), wir haben hin und her geschrieben und Anfang März ein Treffen vereinbart – die Terminschiene fühlt sich für mich supergut an. Und gestern hat sich auch noch meine kranke Kollegin gemeldet, es geht bergauf bei ihr.

Bei einem anderen Projekt,unserem LeineHeldenJam, der im November ansteht und mir auch zuviel wurde, zeichnet sich auch eine Lösung ab: Er wird vermutlich in ein anderes Event integriert, und es ist so viiiiel weniger Arbeit. Und auch hier habe ich gesagt: „Boah, es wird mir zu viel. Ich schaffe das nicht. Ich liebe aber dieses Projekt und fühle eine Verpflichtung gegenüber einer Uni, weil sie Kooperationspartner ist und sogar ein Lehrforschungsprojekt draus macht.“ Und siehe da: Jemand anderem kam auch hier die zündende Idee, die mich sofort extrem erleichtert und die Machbarkait fühlbarer gemacht hat.

Dies alles hat sich innerhalb weniger Tage so gelöst….
Das Zuviel-Gefühl hatte ich Wochen mit mir rumgetragen. Ich weiß jetzt: Sobald dieses Gefühl auftaucht, werde ich es ansprechen ;).

Mein Learning: 
Wenn Du merkst, es wird für Dich zu viel, Du liebst aber das, was da mit Dir durch Dich passieren soll, und es ist sinnvoll, bitte nicht in dem Gefühl der Enge bleiben und zurückstecken, auf Deine Komfortzone zurückrudern, sondern ehrlich sagen: „Uff, ist grad viel… es ist aber trotzdem meine Vision und ja sie hat auch mit Eurer zu tun,und ich geh dafür. Bitte helft mir und zeigt mir, wies geht. Und die Unterstützung wird kommen :-))))…“

Ich fühle mich gerade getragen, wie befreit – größer und auf neuem Level. Ich fühle mich wie ein Feld, das mit anderen durch andere wirkt. Und es fließt. Ein tolles Gefühl!!!“

Ein großes Thema: Meine integrale Balance finden

Wie Du an diesen Ausführungen merkst, habe ich einen deutlichen Lebensschwerpunkt: mein Leben ist sehr einseitig ausgerichtet, sehr von meiner Berufung eingenommen und bestimmt. Das gefällt mir nicht, ich brauche eine integralere Lebenspraxis und ich wünsche mir sehr, dass sich diese innerhalb der nächsten zwei Jahre entfaltet – und zwar mit Leichtigkeit – so wie sich meine beruflichen Herausforderungen vor zwei Wochen gerade aufgelöst haben:

Ich mache zu wenig Sport, achte zu wenig auf mich selbst, ernähre mich ungesund, gönne mir zu wenig Auszeiten, wertschätze meine Familie zu wenig, obwohl ich sie so sehr liebe und mir sehr bewusst ist, was für einen Heimathafen und Ruhepol mir meine Familie wirklich bietet. Bei uns zu Hause ist es viel zu unordentlich und unwirtlich. Das will ich dringend ändern. Ich will wieder mehr Schönheit, Gemütlichkeit und gleichzeitig das „Mark des Lebens“. Ganz schön viel! Zuviel? Ich glaube nicht, ich glaube, dass das gehen kann.

Integraler UND nachhaltiger Lebensstil

Ein Riesenthema ist für mich auch, dass ich einen nachhaltigen Lebensstil wirklich vorleben möchte. Ich schreibe gerade das Buch „Unterwegs zum guten Leben – Mensch sein für ein neues Zeitalter“ und ich möchte diesen guten Menschen, den ich im Buch propagiere wirklich verkörpern. Ich möchte integer, authentisch, strahlend damit sein. Es aus jeder Pore ausstrahlen. Mein Glaube an den Weltenwandel ist wirklich wahrhaftig, meine Begeisterung transportiert sich, aber ich muss es auch wirklich verkörpern, indem ich einen nachhaltigen Lebensstil vorlebe oder einen „Bruch“ damit transparent mache und gut begründe. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt, und da ist noch ganz viel Luft nach oben, ich merke das je tiefer ich in dieses Thema eintauche. Wir könnten alle so viel mehr, wenn wir unser Verhalten und unser Bewusstsein nur ändern würden. So denke ich, dass ich mit dem Buchprojekt so etwas wie ein Spiegel sein kann. Ich transformiere mich schreibend und biete so die Transformationsfläche für andere – mit all meinen Lebensbaustellen.

human trust: Integrales Basislager und Veränderungsfundament

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Human Rising Dezember 2016 – Ein Teil unserer Hannover-Gruppe vor der Party (und ich mich siehst Du ganz rechts in der ersten Reihe)

Die meisten, die mich persönlich kennen, wissen: Ein fester Baustein meines täglichen Lebens ist der humantrust geworden. Hier möchte ich Dir beschreiben, was die Mitgliedschaft im human trust für mich bedeutet und was ich visionär darin sehe. Außerdem möchte ich Dich einladen, einmal vorbei zu schnuppern, wenn Du neugierig geworden bist.

Wie ich zum humantrust kam – mein Anfang

2013 war ein anstrengendes Jahr gewesen. Ein Umbruchs- und Aufbaujahr. Die Gründung der Genossenschaft DIE.Kommunikationsgenossen eG, deren Initiatorin und Vorstandsvorsitzende ich war, war im Jahr zuvor gescheitert. Daran wäre ich fast zerbrochen, aber in 2013 habe ich mich wieder berappelt, startete mit einem neuen Projekt durch. Ich wollte fortan Marketing und Public Relations für nachhaltig und sinnstiftend orientierte Unternehmen machen, hatte gerade mit Jens Hansen und Hans Grimmelmann gemeinsam erfolgreich zum ersten Mal den LeineHeldenJam nach Hannover geholt.

Doch ich fühlte mich ausgepowert, ich hatte so sehr gekämpft in den vergangenen drei Jahren.
Noch immer saß mir das Scheitern dieser Genossenschaft tief in den Knochen;
ich hatte fast das Vertrauen in unternehmerische Kooperationen verloren
– und eigentlich war es immer genau darum gegangen,
eigentlich hatte ich mich auch deshalb selbständig gemacht:
um gut und sinnstiftend mit anderen zusammen zu arbeiten, sich gegenseitig zu stärken.
Ich wusste nicht mehr, ob das alles noch Sinn machte.
Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte ein Coaching in allen Lebensbereichen.

„Ein Rundum-Coaching für Alles? Ich glaube ich habe da etwas für Dich: Den Living Master Club von Veit und Andrea Lindau  – das ist so etwas wie eine Coaching Community für alle Lebensbereiche. Ich schick Dir mal einen Link zu ein paar Videos. Dann kannst Du ja schauen, ob das was für Dich ist“, erzählte mir Hans begeistert, als ich ihm relativ offen von meiner damaligen Stimmungslage berichtete.

Was ich zu Beginn dachte:
„Seelengevögelte, sexy Erfolgsdisziplin – ist das eine Sekte, oder was?“

Zögernd und skeptisch schaute ich mir erste Begrüßungsvideos von diesem Veit Lindau an. Das hört sich alles so WOW an – wie in einer Sekte. Sexy Erfolgsdisziplin? Integraler Ansatz? Diese vielen englischen, hippen Begriffe? Irgendwie war mir das alles noch nicht ganz geheuer. Ich tigerte misstrauisch um dieses Ding herum. Vision aufstellen? Ziele setzen? Buddys suchen? Livetreffen in Hannover?

Was ich heute denke:
Mein integrales Basislager – Fundament für meine fulminanten Veränderungen seit 2014

„Nun ja, dann versuchst Du es für ein paar Wochen lang. Jeweils einen Coach für alle Lebensbereiche kannst Du Dir sowieso nicht leisten“, lautete schließlich mein Entschluss. So stieg ich ein – und bin bisher dabei geblieben. Der humantrust (denn das ist mittlerweile aus dem LivingMasterClub geworden) ist in den vergangenen drei Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens geworden, meine tägliche Übungsmatte, meine ganz persönliche Heldenreise – eine Art integrales Fitness-Studio für Herz, Hirn und Hand, ein Möglichkeitsraum in mir und dir, aus mir und dir – für uns. In der Tatvergleichbar mit einem integralen Fitness-Studio, denn die 1 Euro pro Tag entsprechen Fitness-Studio-Konditionen. Doch hier geht es um weit mehr als um Deine bloße Körper-Oberfläche („Fleisch-Klöpschen“, wie Veit immer so schön nennt).

Ich glaube, dass es so etwas wie den humantrust unbedingt braucht. Denn in jedem Menschen schlummert ein so großartiges Potenzial, das wir bei weitem noch nicht wachgeküsst haben. Wenn wir aber all die Herausforderungen, die wir auf diesem Planeten haben, wirklich lösen wollen, dann brauchen wir ganz viele dieser wundervollen Potenziale, von denen wir im Jetzt noch gar nicht ahnen, dass sie wie eine Perle nur entdeckt werden wollen. Wenn du an dein und mein Leben glaubst, mach es dir möglich, nach deinen kostbaren Perlen zu tauchen – zum Beispiel im humantrust.“

So habe ich es auf der Website des humantrust beschrieben, auf der ich als eine der Expert*innen selbst auftrete und meine Meinung kundtun darf – und das macht mich stolz.

Was hat sich bei mir konkret verändert?

Seitdem ich Teil des humantrusts bin, hat sich bei mir jede Menge verändert – und dazu hat sicher auch der human trust beigetragen, aber natürlich nicht nur. Konkret hat sich bei mir folgendes getan:

  • Mein Berufsleben hat sich komplett verändert – und zwar so, wie ich es mir immer gewünscht habe.
    • Ich habe seit einem halben Jahr eine (halbe) Stelle als Projektkoordinatorin beim Verein Transition Netzwerk e.V., um die deutsche Transition Town-Bewegung systematisch aufzubauen. Die halbe Stelle passt für mich wunderbar, denn so habe ich Freiräume für andere Projekte. Mit dem Job beim Transition Netzwerk habe ich ein Teilziel erreicht, mit einem beruflichen Wirken meinen Anteil zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen.
    • Ich bin ebenso seit einem halben Jahr als freiberuflicher Coach für das Institut für berufliche Bildung IBB AG aktiv und begleite arbeits- und sinnsuchende Menschen in ihrer Neuorientierung.
    • Seit Wintersemester 2016/2017 habe ich einen Lehrauftrag an der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema „Gemeinwohl-Ökonomie und Nachhaltig wirtschaften“ und hoffe sehr, dass ich diesen fortsetzen darf.
    • Seit knapp zwei Jahren bin ich sogar als Teamleader im human trust unterwegs und begleite Trustees in Hannover auf ihrem Weg.
    • Seit einem halben Jahr schreibe ich regelmäßig für das Online-Magazin compassioner zu Themen der Gemeinwohl-Ökonomie, der Transition Towns und der gesellschaftlichen Transformation.
    • Nachdem ich jahrelang darauf herumsinniert habe, arbeite ich jetzt tatsächlich an einem Buch -und habe jetzt kurz nach Weihnachten sogar einen Verlag dafür gefunden. => Allein dieses Ergebnis ist schon der OBERHAMMER!
  • Schließlich: In meiner Wahrnehmung bin ich generell gelassener, souveräner und vor allem: wesentlicher und wesentlich selbstwirksamer geworden.

Natürlich habe ich noch viele weitere Baustellen. Vor allen Dingen mag ich noch viel mehr Balance in mein bisher sehr auf meine Beruf(ung) orientiertes Leben bringen – und ich lege hier auf diesem Blog – voraussichtlich im Laufe des Januars 2017 – auch noch meine Baustellen offen. Doch ich kann für mich sagen: Die Mitgliedschaft im humantrust lohnt sich für mich in jeglicher Hinsicht, sie ist mein tägliches Erinner-Mich.

Kickstart

Für wirklich alle Lebensbereiche? Wie funktioniert das mit dem humantrust denn genau?

Starkes ICH – Starkes WIR – Starke WELT
– das ist das Motto des humantrusts und um diese drei großen Themen geht es auch – und zwar umfassend. Es ist hier also nicht nur Egoshow angesagt. Doch wie funktioniert das? Durch die integrale Anlage, die konsequent umgesetzt ist – und zwar dadurch, dass jeder Tag einem bestimmten Thema zugeordnet ist und Du täglich morgens einen Impuls erhältst – als Einladung, Dich damit zu beschäftigen – und zwar:

  • Montags zum Thema Erfolg
  • Dienstags zum Thema Körper
  • Mittwochs zum Thema Arbeit
  • Donnerstag zum Thema Beziehung
  • Freitags zum Thema Deine Verantwortung in der Welt
  • Samstags zum Thema Glück
  • Sonntags zum Thema Seele

Zusätzlich gibt es einmal wöchentlich ein Life-Video von Veit Lindau unter dem Motto „OPUS – Meisterwerk Deines Lebens“, in dem er ein (Übungs-)Thema der Woche anbietet und – nachdem er auf Fragen von uns Trustees eingegangen ist – dieses zumeist mit einer integrierenden Meditation abrundet.  Zusätzlich gibt es viele Kurse, die jeweils einen Aspekt oder mehrere Aspekte miteinander verworben thematisieren und in vielen Übungen vertiefen, bspw.

  • Think Big Evolution – einen Kurs zu Entfaltung Deiner Selbstwirksamkeit
  • The Call – eine Entdeckungsreise für Deine Berufung
  • Love Revolution thematisiert Deine Liebes- und Beziehungsfähigkeit
  • Guter Reichtum lässt Dich erforschen, wie reich Du bereits bist und wie Du mehr (im)materiellen Reichtum generieren kannst
  • und viele Kurse mehr. Die meisten davon sind tatsächlich kostenfrei.

Durch die vier Jahre Human Trust /Living Master Club ist mittlerweile ein reichhaltiges Buffet, eine Bibliothek an Videos und Audios entstanden, aus der sich alle Trustees nach Bedarf bedienen können. Zusätzlich gibt es hunderte von Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen – bspw. habe ich gerade eine Selbsthilfe-Gruppe von Eltern von Transgender-Kindern entdeckt. Es kommen ALLE THEMEN auf den Tisch. Hier stärken sich wache Menschen miteinander-füreinander. Niemand ist hier falsch oder richtiger… Auch das Online-Magazin compassioner trägt zur Themenvielfält und „Diskursivität“ bei – und glaub mir, im trust entstehen über die compassioner-Artikel noch ganz andere, tiefgehendere Diskussionen, als Du das „von außen“ erahnen kannst.

Gemeinsam mit Katinka begleite ich Dich im „Salon für Deine Seele“

Schließlich gibt es noch über 200 Teamleader – vorwiegend im deutschsprachigen Raum, die in lokalen Gruppen wirken. In Hannover sind wir (ich glaube) acht Teamleader – und ich bin einer davon – und ich freue mich, Dich gemeinsam mit meiner Freundin Katinka van der Meulen mit dem „Salon für Deine Seele“ zu begleiten. Ich schreibe in Kürze noch mehr darüber.

Für mich ist der humantrust weit mehr als „narzistisches Erfolgs-Chi-Chi“, das drückt auch schon sein Name „humantrust = Vertrauen in uns Menschen“ aus. Ich bin fest davon überzeugt: Bei den Herausforderungen, die wir derzeit auf unserem Planeten haben, brauchen wir neue lernende Gemeinschaften, in denen wir uns gegenseitig stärken und gemeinsam miteinander wachsen, um unsere Potenziale zu wecken. Das Internet unterstützt bei der digitalen Vernetzung und dabei, Wissen zu teilen – und wenn wir uns darüber hinaus vor Ort vernetzen können, dann stärkt das ungemein. Der humantrust ist eine dieser essentiellen lernenden Gemeinschaften.

Gibt es Alternativen zum humantrust?

Natürlich ist der humantrust nicht die einzige Plattform dieser Art. Gerade in diesen Tagen etablieren sich  ähnliche Communities wie der humantrust, wie zum Beispiel:

… und vermutlich noch einige mehr, die ich selbst noch nicht kenne. Dieses „Community-Building“ entspricht also tatsächlich den Zeichen der Zeit, unserer Sehnsucht, uns selbst und diese Welt zu heilen, denn es geht schon lange nicht mehr nur um Dich allein. Da ist etwas Größeres im Aufbruch. Also…

… worauf wartest Du noch?

Wir Menschen der westlichen Welt sind so reich.
1 Euro pro Tag sind Peanuts.
Ich finde es hingegen wichtig und fast überlebensnotwendig,
dass jede/r von uns an ihrer und seiner Potenzialentfaltung arbeitet,
denn wir haben diese Freiräume
– nicht für unser Ego-Erfolgsding,
sondern damit jede und jeder von uns seinen Teil zur Transformation
und Befreiung unserer Gesellschaft beitragen kann.
Denn vielleicht ist das unser Weg, der Welt einmal das zurück zu geben,
dass wir uns auf Kosten anderer genommen haben.
Denn das ist ein Schmerz, der tief in vielen von uns wohnt
den wir nicht so gern anschauen,
der ganz beharrlich inwändig nach uns ruft.
Er wird nicht aufhören und sich zeigen. Auch bei Dir.

Also: Machst auch Du Dich auf den Weg?
Wenn Du in den humantrust, findest begleite ich Dich gern – ein kleines oder sogar auch längeres Stück Deines Weges. Interesse bekunden kannst Du hier:
www.humantrust.com 

Danke, 2016! Die andere Seite der Medaille

Vintage typewriter on white background with text thank you 2016.

fotolia.de / Urheber: farizun amrod

Von vielen habe ich gehört und gelesen, dass dieses Jahr ziemlich stürmisch und manchmal auch unerfreulich war.

Wenn ich auf die „gesamtgesellschaftliche Entwicklung“ schaue, dann nehme ich auch durchaus Zwiespältiges war: Wieder aufkeimende Angst vor dem Fremden, Brandmarkereien und Verunglimpfungen, Schrecken und Gewalt verbreitender Terrorismus und einen neuen US-Präsidenten, der einem mit seinen rohen Äußerungen ebenfalls Angst machen kann.

Doch das ist die eine Seite der Medaille. Die andere kann sich sehen lassen: Es ist so viel im Aufbruch! So viele Alternativen finden positive Resonanzen, werden sogar in Leitmedien aufgegriffen: Die Gemeinwohl-Ökonomie und die Transition Town Bewegung haben in über 40 Ländern Verbreitung gefunden. In Deutschland führen wir gerade eine Befragung der Transition Towns durch – wir wissen, dass es hier etwa 100 lokale Initiativen in Deutschland gibt – dazu unzählige weitere Projekte, die in eine ähnliche Richtung gehen. Der Jahresrückblickspost von Transition Town Frankfurt auf deren Facebookseite zeigt exemplarisch, was da „von unten“ passiert. Schaut mal hin. Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) zählt aktuell 122 Mitgliedsbetriebe, es gibt Repaircafés, Gemeinschaftsgärten, Alternative Wohnprojekte …. so vieles mehr….

2016 durften wir beginnen, diesen Schatz zu heben. (Ich bin schon seit 2013/2014 dabei.) Dass wir dabei eine Förderung des Umweltbundesamtes erfahren und dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mittlerweile ein Förderprogramm auflegt, das solche Graswurzelbewegungen direkt adressiert, ist für mich ein weiteres Zeichen, dass es nicht nur in die eine Richtung geht.

2017 wird das alles noch viel sichtbarer werden. Ich bin jeden Tag von Neuem so tief dankbar, dass ich Teil dieser Bewegung sein darf, sie mit zum Erblühen bringen darf – das bringt mich selbst zum Strahlen. Gleichzeitig fühle ich eine große Verantwortung, die manchmal ganz schön drückt.

VON GANZEN HERZEN DANKE AN ALLE
die diese Aufbruchsreise mit möglich machen. Ich bin so froh, dabei zu sein. Ich verzichte jetzt mal auf Namensnennungen – es wären zu viele 😉.

Jetzt freue mich ich auf 2017!
Ich habe mir gerade eine Auszeit genommen und bin gut vorbereitet :-). 2017 wird dieser Schatz immer mehr sichtbar. Heute Abend wird dazu mit den besten Menschen gefeiert. DANKE AUCH AN EUCH