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Hunger auf Veränderung

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Hunger auf Veränderung – unter diesem Titel veranstaltet heute am 19.11.2016 die Bündnis 90 /Die Grünen Bundestagsfraktion eine Konferenz zur Zukunft der Landwirtschaft.

Sehr spannend  – was ich in Eurem Programm vermisse, sind Aktivist*innen, die schon jetzt eine bessere Landwirtschaft praktizieren – wie etwa jemand vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) – bspw. den Hof Tangsehl oder auch Vertreter von den Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. oder auch ganz konkrete Beispiele wie sie sich bspw. beim Lernort Naturgemäße Landwirtschaft auf Hof Luna finden oder auch Betriebe, die eine Gemeinwohl-Ökonomie-Bilanz erstellt haben (der gesamte Bioland-Verband hat übrigens bereits eine GWÖ-Bilanz erstellt).

Solche Projekte brauchen Sichtbarkeit und Schulterschlüsse.

Nutzt das und macht Politik für uns!

 

 

PS:
Bezogen auf die Sustainable Development Goals geht es bei dem Thema übrigens um die SDG 2 (Hunger beenden), 12 (Verantwortungsvolle Produktions- und Konsummuster) und 15 (Biodiversität fördern)

Praxisseminar – Eine Gemeinwohl-Bilanz für die Universität Lüneburg und ihre kritische Reflektion – Eine Bewerbung für einen Lehrauftrag

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Gerade hat das Projektseminar „Nachhaltiges Wirtschaften und Gemeinwohl-Ökonomie in der Praxis: Lösungsmodelle für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen in der Region Hannover“, das Antoniya Hauerwaas und ich an der Leuphana Universität Lüneburg geben, begonnen, schon ist die Einreichungsfrist für die Lehrangebote im Komplementärstudium für das Sommersemester 2017 fast erreicht.

Natürlich reiche ich auch für das Sommersemester wieder ein Projektseminar ein :-) – und ich würde mich natürlich wieder genau so freuen, wenn es wieder klappt. Im Sommersemester 2017 möchte ich mich mit den Studierenden mit dem Thema „Gemeinwohl-Ökonomie“ intensiver und auch kritisch-konstruktiv auseinandersetzen und darüber hinaus mit den Studis eine Gemeinwohl-Bilanz für die Universität Lüneburg erstellen. Das Seminar heißt: „Die Gemeinwohl-Ökonomie – Werteorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement im Spiegel weiterer Instrumente einer Corporate Social Responsibility. Eine Gemeinwohl-Bilanz für die Universität Lüneburg und ihre kritische Reflektion.“ Ich denke, dass es für die Studierenden eine ganz tolle Möglichkeit ist, mal ganz praktisch am Thema „Anders wirtschaften“ zu arbeiten.

Bitte haltet mir / haltet uns sehr, sehr, sehr die Daumen,

dass mein Lehrangebot angenommen wird!!!

Im folgenden lest Ihr meinen Lehrangebot, wie ich es einreichen werde – Danke für Eure kritisch-konstruktiven Würdigung – und wer selbst Lehrende/Lehrender ist, kann sich dieses Angebot gerne „kopieren“ – bitte sehr :-):

Inhalte der Veranstaltung:

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) hat mit der Gemeinwohl (GWÖ)-Bilanz ein Werkzeug der nichtfinanziellen Berichterstattung entwickelt, das umfassender und verbindlicher greifen kann als die bisher etablierten Reporting-Instrumente wie etwa die der Global Reporting Initiative (GRI). Denn darüber hinaus strebt die GWÖ-Bewegung an, dass die Ergebnisse einer GWÖ-Bilanz neben der herkömmlichen Finanzbilanz als gleichberechtigter, verbindlicher Indikator zur Messung des Unternehmenserfolges anerkannt werden. Die Debatten um neue Wohlstandsindikatoren beschäftigen auch die Politik seit Jahren; alternative Indikatorensets wie die bspw. von der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ in ihrem Abschlussbericht empfohlenen W3-Indikatoren haben jedoch bisher keine Verbindlichkeit erlangt.

Bereits im Jahr 2014 hat die EU eine neue Richtlinie zur Erweiterung der Berichterstattung von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen und Konzernen verabschiedet.  Mit der sog. Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie, die am 06. Dezember 2016 in Kraft getreten sein wird, weitet sich die Pflicht zur nichtfinanziellen Berichterstattung resp. des CSR-Reportings von Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten aus; die Gemeinwohl-Bilanz ist hierbei eines der möglichen Reportinginstrumente. Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss als beratendes Gremium der Europäischen Union hat auf einer Sitzung im September 2015 mit einer Mehrheit von 86 Prozent die Gemeinwohl-Bilanz als ein Instrument der Berichterstattung empfohlen. In diesem Kontext bietet dieses Seminar folgende Inhalte:

Die Studierenden

  1. lernen die GWÖ und das Instrument der GWÖ-Bilanz kennen – u.a. indem sie nach einer umfassenden theoretischen Einführung mit Unternehmer*innen, die bereits eine GWÖ erstellt haben, sowie einem GWÖ-Berater / einer GWÖ-Beraterin in einen kritischen Austausch gehen,
  2. vergleichen die GWÖ-Bilanz mit weiteren Instrumenten des Nachhaltigkeits-Reportings und reflektieren es kritisch, angeregt u.a. durch einen Gastvortrag eines Lehrenden aus der Fakultät Wirtschaftswissenschaft an der Universität Lüneburg, der in das Seminar integriert ist.
  3. wenden das Reflektierte praktisch an, indem sie gemeinsam eine GWÖ-Bilanz für die Universität Lüneburg erstellen,
  4. präsentieren ihre Ergebnisse sowie die GWÖ-Bilanz der Universität Lüneburg, mglw. im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung
  5. organisieren diese Veranstaltung mit
  6. gestalten die Veranstatung mit, indem sie ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten (Interviews, Präsentationen, spielerische Sequenzen) attraktiv präsentieren
  7. publizieren mglw. die Ergebnisse.

Lernziele / Kompetenzen:
Die Studierenden lernen trans- und interdisziplinäres Teamwork kennen, denn sie formieren sich über den gesamten Seminarverlauf in interdisziplinären Projektteams. Zusätzlich lernen sie das theoretisch Erlernte, Reflektierte und Diskutierte ganz praktisch anzuwenden, indem sie selbst eine GWÖ-Bilanz erstellen. Ferner kommen sie mit Akteuren ins Gespräch kennen lernen, die selbst eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben oder auch den Prozess der Bilanzerstellung begleiten. Im Seminar werden vielfältige Fach- und Methodenkompetenzen vereint, vor allem eine wissenschaftliche Konzeption und Umsetzung eines Praxisprojektes auf Basis des Project-Based-Learnings (PBL). Darüber hinaus erlernen die Studierenden im Teamwork eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung zu konzipieren und zu organisieren sowie ihre Ergebnisse attraktiv zu präsentieren und mglw. auch zu publizieren.

Literaturliste (3 zentrale Werke):

  • Felber, Christian (2014):Die Gemeinwohl-Ökononie. Eine demokratische Alternative wächst.
  • Fifka, Matthias (2014): CSR und Reporting. Nachhaltigkeits- und CSR-Berichterstattung verstehen und erfolgreich umsetzen
  • Schneider, Andreas und Schmidpeter, René (Hrsg.) (2015): Corporate Social Responsibility. Verantwortungsvolle Unternehmensführung in Theorie und Praxis.

Neue Werte für die Wirtschaft oder: Plädoyer für ein Wirtschaftswunder 2.0

Beautiful blue sky background with clouds and sun

Ein Beitrag zur Werte-Woche im Compassioner

Liebe, Würde, Authentizität, Vertrauen, Ehrlichkeit, Genuss –  all dies sind Werte, die sicherlich jede*r von uns – natürlich in unterschiedlicher Gewichtung – in seinem Leben als zentral erachtet und auch als „Leitsterne“ beachten mag. Und wie ist es um die zentralen, wirklich verbindlichen Werte in unserer Wirtschaft bestellt?

Nach den Rahmenbedingungen unserer heutigen Wirtschaftsordnung ist der monetäre Profit der höchste (Wirtschafts-)Wert, denn der Gewinn eines Unternehmens ist der wichtigste und zentrale Faktor für seinen Erfolg. Weil der Fokus genau lediglich auf den Profit gerichtet ist, werfen Unternehmen oft Werte über Bord, die ihnen eigentlich wichtig wären. Werte, die in unserem alltäglichen Leben zentrale Bedeutung haben – fast so, als wäre unsere Wirtschaft losgelöst von unserem eigentlichen Leben. Ein „wert-achtloses Agieren“ hat null Konsequenzen, im Gegenteil – Unternehmen werden dafür eigentlich belohnt, denn: Unternehmen, die effizienter produzieren, die ihre Erzeugnisse kostengünstiger anbieten können, erzielen höhere Gewinne, sind kreditwürdiger, können weiter wachsen… und diese Spirale dreht sich immer weiter.1)Ich gehe jetzt einmal nicht auf das Thema CSR und Leitbildentwicklung und Corporate Identity-Prozesse in Unternehmen ein, denn natürlich gibt es mittlerweile ein Bewusstsein für diese Schräglage, ein werte- oder gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu führen, ist jedoch eine freiwillige Aktion.

Die Frage ist, was das mit uns und unserem Wertesystem macht,
die Frage ist auch, ob das so bleiben muss
oder ob es nicht doch einen integrierten Weg gibt,
ein Unternehmen sowohl finanziell tragfähig und erfolgreich zu führen
als auch die eigenen zentralen Werte zu bewahren
oder sogar ins Zentrum des wirtschaftlichen Schaffens zu stellen.

Immer mehr, immer mehr – um welchen Preis?

  • Muss es denn wirklich sein, dass Textilien in Bangladesh zu menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden, damit wir sie für 6,00 Euro irgendwo am Grabbeltisch erstehen können?2)Und bitte, liebe Gegenbeispielsortierer, ich möchte jetzt keine Kommentare hier haben, dass wir den Menschen in Bangladesch doch Arbeitsplätze verschaffen, das ist zynisch und widerwärtig – lest Euch mal den oben verlinkten Artikel – Stichwort: menschennwürdige Bedingungen – durch, dann werdet Ihr anders darüber denken.
  • Passt es denn, dass Menschen mancher Ausbildungen auch in hier in Deutschland – trotz Mindestlohngesetzgebung – von einem Job allein nicht mehr leben können und unter dabei immer drastischeren Bedingungen arbeiten müssen – ohne Pausen, gemobbt, ständig in der Angst, ersetzt zu werden, weil „jemand anders die Arbeit mit Kusshand machen würde“?3)Bitte auch hier keine Gegenreden, ich habe schon genug Klienten begleiten, die genau das beschreiben.
  • Muss es denn eigentlich wirklich alles nach dem Prinzip „Höher, schneller, weiter“ funktionieren oder könnten wir nicht auch mal einfach „halblang“ und mit Müßiggang arbeiten?
  • Wollen wir wirklich Fleisch und auch Gemüse essen, das buchstäblich unter KZ-Bedingungen zu uns auf den Essenstisch gelangt? 4)Wenn Du es Dir vor Augen führen willst, bitte schau Dir mal die Doku „We feed the world“ an.
  • Wieviel sind uns eigentlich die Ressourcen unsere Planeten wert? Dürfen wir unbegrenzt über sie verfügen und können sie einfach so nehmen? Oder brauchen sie mehr Achtsamkeit, einen respekt- und würdevollen Umgang?5)Die Planetary Boundaries sprechen ja eine sehr deutliche Sprache, dass es so nicht weiter geht – lies Dir mal folgenden Artikel des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durch:  https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/vier-von-neun-planetaren-grenzen201d-bereits-ueberschritten

Um welchen Preis machen wir unsere Arbeit und unsere Wirtschaft eigentlich so?
Muss das alles und noch viel mehr wirklich so sein oder geht das nicht auch ganz anders?

Argumente, dass wir Wachstum brauchen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen (wie es der eine oder andere Politiker immer wieder einbringt), ziehen nicht mehr. Das gleicht einem „Das haben wir immer schon gemacht, deswegen muss es auch so bleiben.“ Es gibt genügend Szenarieren, die zeigen, dass genug für uns alle da ist und zwar alle Menschen auf der ganzen Welt (und ja: natürlich auch Arbeitsplätze!) – wir bekommen „nur“ die Verteilung nicht richtig hin. Die Zeiten eines Wirtschaftswunders, das auf einem Wachstumsmotor beruht, sind in den westlichen Ländern eigentlich schon spätestens seit den 80er Jahren vorbei.

Es ist in den reichen Ländern Zeit für ein neues Wirtschaftswunder 2.0,
das Werte anders bemisst, das andere Wertschätzungen ins Zentrum rückt
und bessere Verteilungen des Reichtums ermöglicht.

Mittlerweile gibt es einige Konzepte, wie sich Wirtschaft anders gestalten und an Werten orientieren könnte, die mit unseren „Lebenswerten“ im Einklang stehen: das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie natürlich oder auch das REconomy-Projekt der Transition Town-Bewegung. Natürlich sind sie noch im Stadium eines Reallabors – sie werden tatsächlich ins real existierende Wirtschaftsleben hinein erprobt und sukzessive verbessert – doch legen sie schon einmal Grundsteine, die weiter entwickelt werden können. Was es vor allen Dingen aber auch braucht, sind Rahmenbedingungen, die Konsequenzen schaffen und Unternehmen belohnen, die das planetarische Gleichgewicht sowie die Würde von Menschen, Tieren und unserer Mitwelt achten und sie nicht mit Füßen treten.

Doch dass es diese gesetzlichen Infrastrukturen noch nicht gibt,
soll kein Argument dafür sein, nicht jetzt schon anzufangen,
sein Unternehmen an anderen Werten als dem des Profits auszurichten.
Das kann der Anfang einer Umwälzung sein…
Also bist Du mit Deinem Unternehmen dabei –
Teil einer Bewegung, die die Wirtschaft schon jetzt anders besser macht? 

 

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Diesen Artikel habe ich Rahmen der Wertewoche des Online-Magazins Compassioner geschrieben. Seite einer knappen Woche werden dort täglich Beiträge zum Thema Werte aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen publiziert- Als Autorin, die dort regelmäßig veröffentlicht, wollte ich meinen ganz eigenen Beitrag dazu leisten. Über folgende Wertethemen sind im Compassioner zum Teil sehr lesenswerte Artikel erschienen:

Vielleicht magst Du Dich auch an Deiner Umfrage „Was ist Dein wichtigster Wert?“ beteiligen, die Chefredakteurin Susanne Nadler gestartet hat. 

References   [ + ]

1. Ich gehe jetzt einmal nicht auf das Thema CSR und Leitbildentwicklung und Corporate Identity-Prozesse in Unternehmen ein, denn natürlich gibt es mittlerweile ein Bewusstsein für diese Schräglage, ein werte- oder gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu führen, ist jedoch eine freiwillige Aktion.
2. Und bitte, liebe Gegenbeispielsortierer, ich möchte jetzt keine Kommentare hier haben, dass wir den Menschen in Bangladesch doch Arbeitsplätze verschaffen, das ist zynisch und widerwärtig – lest Euch mal den oben verlinkten Artikel – Stichwort: menschennwürdige Bedingungen – durch, dann werdet Ihr anders darüber denken.
3. Bitte auch hier keine Gegenreden, ich habe schon genug Klienten begleiten, die genau das beschreiben.
4. Wenn Du es Dir vor Augen führen willst, bitte schau Dir mal die Doku „We feed the world“ an.
5. Die Planetary Boundaries sprechen ja eine sehr deutliche Sprache, dass es so nicht weiter geht – lies Dir mal folgenden Artikel des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durch:  https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/vier-von-neun-planetaren-grenzen201d-bereits-ueberschritten

Ich bin übrigens Milliardärin – und was das vielleicht mit der Rettung unseres Planeten zu tun hat

Erworben bei fotolia.de / Urheber: larshallstrom

Vor kurzem war Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut: Es ist in der Tat sehr besorgniserregend, wie sehr die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Ungefähr 10 Prozent aller Menschen unserer Weltbevölkerung lebt in extremer Armut. Zwar ist diese Zahl in den vergangenen Jahren sehr gesunken1)http://www.tagesspiegel.de/politik/armut-in-der-welt-anteil-der-extrem-armen-sinkt-unter-zehn-prozent/12408146.html, doch wirst Du mir beipflichten: Auf einem Planeten, auf dem genug für alle da ist, darf das überhaupt nicht sein. In unserem Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gilt jeder 4. bis 6. Menschen als armutsgefährdet (das betrifft Menschen, die weniger als 942,00 Euro monatlich zur Verfügung haben).2)https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10154668129060680/ Das finde ich besonders eklatant, denn wir könnten eine gerechte Verteilung der Reichtümer wirklich besser hinbekommen.

Aber wie kommt es, dass ich mich als Milliardärin fühle?
Und was hat das damit zu tun, dass wir hoffentlich zukünftig eine gerechte Verteilung der Reichtümer dieser Welt anders hinbekommen?

Neulich habe ich eine Übung zum Thema Reichtum gemacht, die mich sehr beeindruckt und in mir etwas „verschoben“ hat: Daneben, all seine materiellen Reichtümer und Schulden aufzulisten, galt es in dieser Lektion, sich einmal all seiner Fähigkeiten, seiner Beziehungen und seiner bisherigen Lebenserfahrungen bewusst zu werden. Indem ich all das aufgelistet habe, bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Mein Vermögen beträgt über 25 Milliarden Euro (aber eigentlich verfüge ich geschätzt über einen unendlichen Reichtum…). Mach vielleicht auch Du einmal diese Übung für Dich:

  • Was ist Dir Dein eigenes Leben wert?
  • Wie viel ist es Dir wert, dass Du Deine Liebsten an Deiner Seite hat?
  • Was ist es Dir wert, dass Du lieben, lachen, laufen, sehen, hören, schmecken und riechen kannst…?
  • Wie viel sind Dir all Deine bisherigen Lebenserfahrungen wert?

Selbst wenn Dir das komisch vorkommt, und Du Dich dagegen sträubst, Dein eigenes Leben zu Form von Geld zu bewerten.. Ist es nicht verblüffend, wie sehr sich Dein Verhältnis zu Deinem materiellen Reichtum verändert?3)Ich finde übrigens, dass das Wort „Humankapital“, dass ja manchmal in Personalabteilungen herumkreist, dadurch noch einmal eine andere, wirklich wertvolle Bedeutung erfährt…  

Dein innerer Reichtum… und was er mit einer besseren Welt zu tun hat

Wenn ich jetzt weiter denke und mir dann überlege, was wir alles damit anfangen können, wenn wir uns dieser immateriellen Reichtümer bewusst sind… Wir könnten sie einsetzen, um damit den Reichtum anders zu verteilen, weil wir um andere Reichtümer wissen. Das heißt nicht, das die Armen in „Luft und Liebe“ glücklich werden sollen. Das verändert aber sehr wohl unser Wertebewusstsein, das verändert unsere Verantwortung, das verändert unser Handeln. Denn wenn Du Deinem eigenen Leben mutmaßlich einen solch hohen Wert einräumst, dann ist jeder andere Menschen doch sicher genauso viel Wert, oder? Und dann würdest Du vermutlich auch sehr viel dafür tun, dass es allen anderen Menschen ebenfalls gut geht, oder? Außerdem: Wenn Du Dir Deines inneren Reichtums bewusst bist, musst Du dann noch immer mehr materieller Reichtümer anhäufen anstatt dafür zu sorgen, dass andere Menschen auch selbst Reichtum erfahren. Reichtum zu erlangen, ist dann sicher mehr als „Chacka-Chacka, die Millionen scheffeln“, oder?

Ich glaube, dass dieses andere Bewusstsein etwas verändern wird. Deswegen wünsche ich mir, dass sehr viele Menschen, diese anderen Formen des Reichtums für sich entdecken und nicht ausschließlich auf äußeren Reichtum fokussieren. Übrigens sind wir priviligierten Menschen aus den reicheren Ländern ganz besonders in der Verantwortung, diese Dimension des inneren Reichtums weiter zu verbreiten, denn wir leben in dem Luxus, diesen bewusst erfahren zu dürfen. Vielleicht hast Du ja schon einmal vom Maharishi-Effekt gehört (der allerdings nicht ganz unmstritten ist): Durch transzendentale kollektive Meditation gingen die Kriminalitätsrate, die Zahl der Autunfälle und Krankenhauseinlieferungen zum Zeitpunkt der Meditationen zurück.4)Mehr dazu: http://meditation.de/bessere-welt/

Ich hoffe, dass diese Überlegungen nicht zu zynisch für Dich klingen. Ich glaube fest daran, dass damit ein Unterschied zu erreichen ist, dass die Armen materiell reicher werden und wir Reichen an „inneren Werten“ gewinnen.

Also: Auch wenn das wissenschaftlich mit Sicherheit nicht nachweisbar ist: Ich glaube, mit diesem anderen Bewusstsein wird es möglich sein, diese Welt für alle Menschen wirklich reicher zu machen. Bist Du dabei?

 

PS:

Diese Übung habe  ich im Rahmen des Kurses „Guter Reichtum“ von Veit Lindau gemacht, an dem ich gerade teilnehme. Auch Du möchtest mehr äußeren und inneren Reichtum in Deinem Leben erschaffen? Dann teste doch mal… Vielleicht sind diese Lektionen auch etwas für Dich. Oder Du findest andere Wege, diese Themen für Dich zu lösen. In jedem Fall wünsche ich mir, dass wir andere Wege finden, unsere Arm-Reich-Schere aufzulösen, als auf die Reichen, die Politiker und/oder dasSystem zu schimpfen und unsere vermeintliche Armt zu beklagen…

References   [ + ]

1. http://www.tagesspiegel.de/politik/armut-in-der-welt-anteil-der-extrem-armen-sinkt-unter-zehn-prozent/12408146.html
2. https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10154668129060680/
3. Ich finde übrigens, dass das Wort „Humankapital“, dass ja manchmal in Personalabteilungen herumkreist, dadurch noch einmal eine andere, wirklich wertvolle Bedeutung erfährt…  
4. Mehr dazu: http://meditation.de/bessere-welt/

Unterwegs zum guten Leben – Mein Buch- und Medienprojekt

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Mein Buch-Konzept-Wimmelbild „Unterwegs zum guten Leben“

Vor einer guten Woche hatte ich die Chance, mein Buchprojekt „Unterwegs zum guten Leben“ kurz und knackig vor geschätzt 100 Menschen im Rahmen des Workshops „Schreibglück“ zu präsentieren. Jetzt sizziere ich auch hier kurz, um was es bei dem Projekt geht.

Los geht´s…

Wohl die meisten Menschen von uns tragen die Sehnsucht nach einem guten Leben in sich – und zwar nach einem guten Leben, das nicht nur bis zur eigenen Haustür reicht, sondern darüber hinaus geht und integriert für eine bessere Welt wirkt. Ich zitiere hier immer gern die Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann Stiftung, nach der sich mehr als 80 Prozent aller Deutschen eine andere Wirtschaftsordnung wünschen, die gerechter, würdevoller und ressourcenbalancierter ist.1)Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.

Doch wie geht das – ein gutes Leben führen,
ein Leben, das gut ist für mich, für Dich und auch für den Rest der Welt?

Wie kann das wieder in Balance kommen? Das ist doch ein Weltwunder-Projekt, so monumental, so unerreichbar, so unfassbar, dass ein Mensch allein daran scheitern. Und überhaupt: Was kann unsere gemeinsame Orientierungslinie, was könnten gemeinsam Leitsterne sein, die Dich und mich (ver)führen, uns aufzumachen hin zum guten Leben?

Die gute Nachricht ist: Es gibt diese Leitsterne schon!
Mit den globalen Nachhaltigkeitszielen

Vor einem Jahr, im September 2015, ist nämlich etwas Weltbewegendes passiert: Alle 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen kamen zu diesem Zeitpunkt zu einer Konferenz inNewYork zusammen und haben alle miteinander gemeinsam die Globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, willkommen geheißen. Alle 192 Mitgliedsstaaten haben diese Ziele unterzeichnet und sich dazu bekannt, diese Ziele gemeinsam spätestens bis zum Jahr 2030 erreichen zu wollen.

Was für eine Vision! Denn: Diese globalen Nachhaltigkeitsziele sind ein Spiegelbild nahezu all der Riesenbaustellen, die wir auf diesem unserem Planeten Erde in den vergangenen Jahrzehnten produziert haben. Vom Beenden der Armut über die gerechte Verteilung von Lebensmitteln, die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der Rettung der Meere bis hin zur Erhaltung der Artenvielfalt sind mit den globalen Nachhaltigkeitszielen sämtliche Hausaufgaben aufgelistet, die wir zu machen haben, um diese Welt so zu ordnen, damit unsere Kinder und Kinderkinder es hier gut haben – und vielleicht sogar in manchen Dingen noch besser haben als unsere Weltengemeinschaft jetzt. Wenn wir aber das Ruder rumreißen wollen und nicht nur selbst ein gutes Leben leben wollen sondern die auch den nachfolgenden Generationen ermöglichen, dann ist es wichtig, dass jede und jeder mit anpackt. Und dazu bieten die globalen Nachhaltigkeitsziele in ihrer ganzheitlichen Anlage einen idealen Orientierungsrahmen. (Im Artikel: „Das Wunder Weltrettung möglich machen – Deine Weichenstellung und mögliche Leitsterne“ auf diesem Blog kannst Du das etwas tiefer ausformuliert nachlesen).

Und ich habe sogar noch eine weitere gute Nachricht: Die Nachricht von den magischen fünf Prozent
Um dieses Wunder möglich zu machen, müssen wir freilich alle gemeinsam anpacken. Es reicht nicht zu „warten“,was einige Regierungen verzapfen, wir müssen das aktiv einfordern und selbst etwas beitragen. Doch es gibt eine weitere, weitaus beruhigendere Zahl: Es braucht es „nur“ die magischen fünf Prozent, um einen fulminanten gesellschaftliche Veränderung herbei zu führen. Diese Zahl kommt aus der Schwarmforschung, Richard David Precht zitiert sie in seinem Buch „Die Kunst, kein Egoist zu sein“, in einem Interview mit dem Schwarmforscher Jens Krause2)Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225; die Autor*innen Ute Scheub und Annette Jensen haben diese magische Zahl in ihren „Aktionsplan für ein gutes Leben“, dem letzten Kapitel ihres Buchs „Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben“ ebenfalls integriert3)Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304. 5 Prozent einer Weltbevölkerung, das sind 400 Millionen Menschen – so viele Menschen wie in der EU leben. Das wäre doch gelacht, wenn wir die nicht zusammen bekommen, wenn schon hunderttausende Menschen gegen TTIP und CETA auf die Straße gehen. Glaube mir: Wir schaffen das! (Siehe hierzu auch meinen Blogartikel: „Weltrettung meets Mengenlehre – und was Du selbst damit zu tun hast“.)

Und was hat das jetzt mit meinem Medienprojekt
„Unterwegs zum guten Leben“ zu tun?

Richtig, damit mache ich Dir richtig Lust darauf, für eine bessere Welt zu wirken.

Ich will es fühlbar machen, dass das „Abenteuer Weltrettung“ kein Verzichtsprogramm bedeutet, sondern dass es richtig Freude machen kann, diesen Weg zu gehen. Meine „Transportmittel“ dafür sind persönliche Geschichten und Geschichten von anderen Menschen, die schon jetzt für ein besseres Morgen gehen. Und den notwendigen Werkzeugkoffer, obendrein gefüllt mit vielen Tipps, um sofort aktiv zu werden, samt eines inspirierenden Soundtrack des Wandels liefere ich gleich mit.

Hast Du´s gekriegt?
Gefällt Dir das?

Daran arbeite ich, gemeinsam mit Chris Batke und der Illustratorin Tanja Wehr – und ich freue mich ebenfalls, weiterhin Teil der Schreib-Glück-Community zu sein. Das ist für MICH ein Teil MEINES GUTEN LEBENS… 

Und sukzessive gibt es hier mehr dazu zu lesen, zu hören und zu sehen.

In Kürze stelle ich Dir zum Beispiel Chris und Tanja vor…

References   [ + ]

1. Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.
2. Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225
3. Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304

Ernte-Dank oder: für ausgeglichenen Reichtum

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Das Motiv wurde von mir eingefangen an einem reichen Herbsttag im Jahr 2013 im Vierjahreszeitenpark in Oelde in NRW.

Gerade nehme ich am Programm „21 Tage Meditieren mit Deepak Chopra“ teil (übrigens sehr empfehlenswert). Es geht um Wünsche und Schicksal. Das Motto und Mantra des heutigen Tages1)Ich hinke im Programm ein wenig hinterher, bin bei Tag 4, die meisten werden wohl bereits an Tag 8 angelangt sein… ;-)… lautet

„Ich bin das Universum, und ich bin von Fülle und Reichtum umgeben.“

Ja, daran glaube ich. Ja, um uns herum ist so viel Fülle, so viel Reichtum. Gerade im Herbst, gerade zur Erntezeit, ist das offenkundig. Und dass WIR kostenfrei an einer solchen Meditation teilnehmen dürfen, das ist auch ein unglaublich großartiges Geschenk! Und dass ich das hier schreiben darf erst… Ich kann mich heute ganz entspannt hier hinsetzen, einen Blogartikel schreiben, schreibend sinnieren, bin soooo frei…

Dann kreisen meine Gedanken weiter und ich erinnere mich daran, dass wir zwar diesen unfassbaren Reichtum haben, er aber ebenso unfassbar ungerecht verteilt ist. Dass wir hier in den nordwestlichen Gefilden auf Kosten so vieler anderer Menschen in den ärmeren Ländern leben.

Zum Beispiel „Waffen“… 

Ich erinnere mich daran, dass in Aleppo hunderte Menschen niedergemetzelt werden, einfach weil sie zufällig dort leben. Ich erinnere mich daran, dass es wohl in vielen anderen Gebieten dieser Erde ebenso sein wird, weil ein Teil unseres Reichtums damit angehäuft wird, dass wir Waffen dorthin exportieren – übrigens auch nach Syrien. Deutschland hat im Jahr 2015 Waffen im Wert von acht Milliarden Euro exportiert und ist damit der drittgrößte Waffen-Exporteur der Welt.2)http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/ruestungsindustrie-waffen-bericht-waffenexporte-2015 Das machen wir. Wir leben auf Kosten des Todes anderer Menschen. Menschen, die einfach weggepustet werden, aus dem Leben ausgelöscht. Familien, die zerrissen werden. Menschen, die sich deshalb auf die Flucht machen. Weil ihre Familie, weil ihre Freunde einfach weggepustet wurden. Weil sie Angst um ihr Leben haben. Und wir diskutieren darüber, wie viele von ihnen wir noch reinlassen? Obwohl wir Mitverursacher dieser Misere sind?

Weiterdenken:
Leute, wir müssen die Politik in die Zange und in die Pflicht nehmen, dass es so nicht mehr geht!!! Leute, wir müssen die Unternehmen dazu zwingen, die Produktion von Waffen endlich aufzugeben. Das wird ein hartes Unterfangen, ich glaube, das schwierigste, denn sofort höre ich die Killerphrasen: „Und wie ist das mit den Arbeitsplätzen…??!!“

Zum Beispiel  „Lebensmittel“… 

Ich erinnere mich daran, dass in Deutschland 18 Millionen Tonnen (!) Nahrungsmittel jährlich in der Tonne landen. Ein Drittel unserer Nahrungsmittel. Es gibt sieben Milliarden Menschen auf der Welt, eine Milliarde davon verhungert. Und wir machen so was.3)http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wwf-studie-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-im-muell-a-1039485.html Am heftigsten transportiert das sicher der Film „We feed the world“ – zur Abschreckung empfohlen.

Weiterdenken:
Wie gut, dass es die Foodsharer gibt, die Lebensmittel retten und verteilen. Wie es wohl wäre, wenn es uns gelingen könnte, die übrig gebliebenen Lebensmittel dorthin zu bringen, wo sie so dringend gebraucht werden – ich glaube das wäre eine der größten Taten dieser Tage…Und ich glaube, dass das funktionieren kann, arbeiten die Foodsharer doch gerade an einer digitalen Plattform für bedingungsloses Teilen namens yunity.

Zum Beispiel auch hier in Deutschland…

Ich erinnere mich daran, dass auch in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Deutschland ist eines der reichsten Länder dieser Welt – und eines, in dem die Vermögensungleichheit am größten auseinander klafft. Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Irland und einige weitere europäische Länder sind da weitaus gerechter aufgestellt.4)http://www.wid.world/#Country:6 – Die Website wird u.a. von dem franzäsischen Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty betrieben – sein Buch „Das Kapital im 21. Jahrhhundert“ ist äußerst lesenswert und aufschlussreich. Auch hier in Deutschland leben also Menschen auf Kosten anderer Menschen, die Verteilungsungerechtigkeit ist gar nicht so weit weg… Ist doch krass, oder?

Vom zynischen Mantra: „Ich bin das Universum und von Reichtum und Fülle umgeben.“ …

Bei all dem und noch vielen Dingen mehr kommt es mir fast zynisch vor, das Mantra „Ich bin das Universum, und ich bin von Fülle und Reichtum umgeben.“ zu sprechen. Ja, ich bin das Universum. Und ja, mir zerbricht es mein Herz bei all den Schmerzen, die ich fühle, bei der Sado-Maso-Maschinerie, die wir da betreiben.  Ja, ich bin umgeben von Reichtum und Fülle. Und ja, es kommt mir so zynisch vor, und ich fühle mich beschämt, dass wir trotz dieses Reichtums seine Verteilung nicht besser hinbekommen. Und trotzdem meditiere ich weiter…

… in ein hoffendes Mantra hinein: „Ich bin das Universum und von Reichtum und Fülle umgeben.“

Ich meditiere und ich bete für alle Menschen, denen wir unseren Reichtum vorenthalten. Und ich meditiere in der Haltung, dass wir es schaffen werden. Gerade das Meditieren ist ein erster Schritt. Er macht uns erst einmal bewusst, in welcher Fülle wir leben. Und dass wir etwas verändern können, dass wir soviel verändern können, wenn wir es wollen. Ich glaube, dass die entscheidenen Impulse einer umfassenden gesellschaftlichen Veränderung, die dazu führt, dass die Fülle gerechter verteilt wird, von den gebildeten Menschen in den westlichen Ländern kommen muss und kommen wird. Weil es uns bewusst wird, dass es ganz anders geht. Bis dahin bete ich noch für die Menschen, denen so viel Unrecht widerfährt – und schaue, was ich auf meiner kleinen Scholle zum Wandel beitragen kann.

Sky lanterns firework festival, Chiang Mai, Thailand, Loy Krathong and Yi Peng Festival

References   [ + ]

1. Ich hinke im Programm ein wenig hinterher, bin bei Tag 4, die meisten werden wohl bereits an Tag 8 angelangt sein… ;-)…
2. http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/ruestungsindustrie-waffen-bericht-waffenexporte-2015
3. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wwf-studie-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-im-muell-a-1039485.html
4. http://www.wid.world/#Country:6 – Die Website wird u.a. von dem franzäsischen Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty betrieben – sein Buch „Das Kapital im 21. Jahrhhundert“ ist äußerst lesenswert und aufschlussreich.

Stell Dir vor, es ist…

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„Where is your courage?“ Fotografie eines Kunstwerkes von Lucia Dellefant.

„Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“

In den 80ern, zu Zeiten der Anti-Atom-Bewegung, die ja auch gleichzeitig wegen des Kalten Krieges irgendwie eine Friedensbewegung war, kursierte dieser Spruch auf vielen Stickern und Pins. Heute würde er wohl auf Pinterest oder Instagram kursieren, wenn denn dieser Spruch heute populär wäre. Ich selbst hatte so einen Sticker auf meiner Schultasche; noch heute klebt er auf meinem Akkordeonkoffer, kein Abrubbeln möglich. „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ Wie wäre es wohl, wenn wir diesen Spruch heute ummünzen würden in

„Stell Dir vor, es ist Kapitalismus, Business as usual, und keiner macht mehr mit!“?

Bei vielen Menschen ist dieses Grundgefühl längst vorhanden. In Zahlen gemessen: 80 Prozent aller Deutschen wünschen sich eine neue Wirtschaftsordnung – eine mit faireren Prinzipien, eine, die achtsamer mit der Umwelt und uns Menschen umgeht, besagt eine repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung. Du kennst die Phänomene dieser Tage vielleicht aus eigener Erfahrung:

  • Du fühlst keinen Sinn mehr in Deiner Arbeit, fühlst Dich wie im Hamsterrad, überlegst es zu verlassen, weißt aber nicht wie und mit was. Und überhaupt: Alles wird immer stressiger! Lassen wir Zahlen sprechen, die sicher der eine oder die andere schon öfters gehört oder gelesen hat. „Gegenüber dem Jahr 2003 haben sich die Krankentage auf Grund seelischer Leiden demnach mehr als verdoppelt. Auch die Falldauer bei Krankschreibung ist um ein Viertel gestiegen“, ist beispielsweise in einem Artikel in der WELT vom Juli 2015 zu lesen. Seit einigen Jahren kursiert das geflügelte Wort von der Politikverdrossenheit. Eigentlich gehört ein weiteres dazu: das von der Arbeitsverdrossenheit – und dabei geht es nicht darum, dass viele nicht mehr arbeiten wollen. Im Gegenteil: Viele sehnen sich nach Arbeit, aber eben einer richtig guten, die konform mit dem ist, was sie – vielleicht unbewusst – in sich als Wertegerüst tragen.1)Ich kann diese vielen Menschen (und vielleicht gehörst auch Du dazu?) sehr gut verstehen: Ich habe es selbst auch irgendwann nicht mehr ausgehalten, 2006 meinen (vermeintlich) sicheren Job in einem Großkonzern verlassen, mich in die Selbständigkeit begeben und auch in meiner Freiberuflichkeit in den vergangenen Jahren eine ordentliche „Wertekorrektur“ vorgenommen. Aber davon erzähle ich ein anderes Mal :-).
  • Du fühlst ein dumpfes Unbehagen, dass Du diese Wirtschaftspraktiken auch als Konsument nicht mehr hinnehmen willst – wie wir Tiere „verarbeiten“, wie wir mit der „Humanressource Mensch“ umgehen, wie wir es uns selbst auf Kosten der so genannten Dritten Welt kuschelig machen und andere Menschen für uns in unwürdigen Verhältnissen irgendwie überleben müssen.  Wollen wir wirklich weiter so an diesem Rad drehen?
  • Du bist vielleicht sogar selbst Chef und fühlst Dich in einem Dilemma: Eigentlich ist es Dir zuwider, ständig in Effizienzen und Kostenminimierungen zu denken. Aber es hilft nichts: Maßstab Deines Erfolgs sind die schwarzen Zahlen, die Dein Profitcenter am Geschäftsjahresende oder gar Quartalsende (noch mehr Druck!) schreibt. Wenn die nicht wären, würdest Du ganz anders…

Wenn das denn so ist, warum machen wir das denn überhaupt länger mit?

Wollen wir Killerphrasen die Oberhand lassen – wie etwa: „Das haben wir schon immer so gemacht?“ „Das System ist eben so, es gibt kein nunmal kein anderes!“, „Das System hat sich bewährt, jetzt was Neues anzufangen, wäre doch völlig naiv!“ oder aber die beliebtesten Angstmacher-Sätze: „Wenn wir das anders machen, dann gehen doch hunderttausende Jobs flöten!“ „Wenn wir da nicht mehr machen, gehen wir Konkurs!“ und „Wenn wir als Volkswirtschaft nicht mehr mitmachen, verlieren wir den Anschluss an die Weltwirtschaft!“

Ich glaube (und Zahlen habe ich dazu nicht, wie denn auch?), dass das Unbehagen gegenüber dem, wie wir heute arbeiten und wirtschaften viel weitere Kreise zieht, als wir ahnen.  Das ist eine riesige Dunkelziffer, unzählige Menschen, die sich bisher noch nicht zu ihrem „Wirtschaftsfrust-Outing“ stehen können, weil sie denken sie wären „nicht normal“ oder sie „müssten da mal eben durch, weil das grad so ne depressive Phase ist“ oder auch sie „dürften jetzt nichts falsch machen und sich keine Blöße geben, weil sie das Geld ja brauchen“.

Wow, was ist da an unterdrücktem Potenzial,
das wir nutzen könnten, um es anders besser zu machen!
Schließlich haben wir ja das heutige Wirtschaftssystem
auch mal so aufgebaut oder wenigstens mitgemacht.

(Oder hast Du nur zugeguckt? Und sage mir jetzt nicht, Deine „Eltern“ oder die „Politik“ oder „die Mächtigen“ oder die „Wirtschaft an sich“ seien schuld….)

Also… was wäre, wenn….

… Du diese Woche anfängst und heute einmal ein weniger mutiger bist…

  • … Dir ein Stündchen Zeit nimmst, um zu erträumen, was Du Dir an Deiner Arbeit, an unserer Wirtschaft anders wünscht,
  • … Dich vielleicht ganz sanft „outest“, dass Du SO nicht mehr arbeiten magst (Wer weiß, vielleicht sind Deine Kollegen sogar ganz erleichtert und wer weißt, vielleicht ist es Dein Chef auch?)
  • … vielleicht sogar Veränderungen vorschlägst („Sagt mal, unsere Kantine, könnten wir da nicht…?“ „Woher kommen eigentlich unsere Komponenten und wie geht es den Menschen, die sie herstellen, das frage ich mich schon die ganze Zeit, in der ich hier dran rumschraube…“, „Ich wünsche mir, dass wir uns mal gegenseitig loben, nicht nur immer Druck machen“)

Und was wäre, wenn Du dann feststellst, dass Du mit Deinem Unbehagen gar nicht allein bist, sondern viele Deiner Kolleg*innen, vielleicht sogar Chefin oder Chef, ähnlich empfinden – und was wäre, wenn es sogar fünf Prozent wären? Wäre ja gar nicht auszudenken 😉 (Was es mit den fünf Prozent Magisches auf sich hast, liest Du, wenn Du auf diesen Link klickst)

Eines steht fest: Wenn Du es nicht probierst, wirst es nicht rausfinden, sondern  weiter frustriert bleiben – kein schöner Zustand. Und ich habe im Übrigen mal eine tolle Managementregel von Dr. Reinhard K.Sprenger gelernt, nach der ich mein Handeln stets auszurichten versuche: „Love it, change it oder leave it!“ Und? Was machst DU jetzt?

Es gibt so viele Möglichkeiten, in ganz kleinen Mini-Schritten mit Bedacht etwas anzustoßen, viel mehr als Du denkst… Deinen Job wirst Du so leicht nicht verlieren, Du wirst nämlich gebraucht – als „wacher Mitarbeiter“ noch viel mehr. Und es ist schon so viel mehr da, als Du vielleicht bisher wahrgenommen hast:

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Cover der Broschüre „Anders leben, besser wirtschaften“ (2016) – Mein Coop-Werk mit SLU – Heinrich Böll Stiftung :-)

Es gibt noch so viel mehr…

Das sind nur drei von tausenden realer Wirtschafts-Utopien, die schon jetzt und heute Wirklichkeit geworden sind. Im Buch „Glücks-Ökonomie: Wer teilt, hat mehr vom Leben“ des Autorinnen-Duos Annette Jensen und Ute Scheub findest Du noch viele weitere Beispiele. Und ich bin stolz, vor kurzem eine Publikation mit Unterstützung der Stiftung Leben und Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen konzipiert, „erschrieben“ und veröffentlicht zu haben, die skizziert, was hier in Hannover so passiert. Du kannst sie hier bestellen – natürlich gerne direkt auch bei mir, wenn Du mir eine Mail an info@ars-scribendi.com mit Deiner Postadresse schreibst :-).

Also…. ich wünsche Dir eine ganz mutige Woche…  und ich freue mich, wenn Du vielleicht berichten magst :-)

Mich inspiriert übrigens JETZT gerade der Song von Emily Sandé „Read about it“ – Kennst Du ihn?

References   [ + ]

1. Ich kann diese vielen Menschen (und vielleicht gehörst auch Du dazu?) sehr gut verstehen: Ich habe es selbst auch irgendwann nicht mehr ausgehalten, 2006 meinen (vermeintlich) sicheren Job in einem Großkonzern verlassen, mich in die Selbständigkeit begeben und auch in meiner Freiberuflichkeit in den vergangenen Jahren eine ordentliche „Wertekorrektur“ vorgenommen. Aber davon erzähle ich ein anderes Mal :-).
2. Über die Gemeinwohl-Ökonomie werde ich in Kürze an anderer Stelle noch mehr schreiben. Du kannst Dich freuen :-

Das „Wunder Weltrettung“ möglich machen – Deine Weichenstellung und mögliche Leitsterne

„Und ein Schmetterling schlägt seine Flügel
Die ganze Erdkugel bebt
Wir haben überlebt
Und du glaubst nicht an Wunder
Und du glaubst nicht an Wunder

Wir sind so weit auseinander
Doch fühlen uns so nah
Spreche deine Sprache nicht doch versteh jedes Wort
Ich muss nur kurz an dich denken
Das Telefon klingelt
Es bleibt ein Mystischer Ort“

(aus: Welt der Wunder von „Marteria“, interpretiert von Andreas Bourani)

Vor einem guten halben Jahr, Ende September 2015, ist etwas Magisches, etwas noch nie da Gewesenes passiert: Alle 193 Staaten der Vereinten Nationen haben sich auf einen Zukunftspakt geeinigt, haben darin in 17 Punkten die Vision für eine bessere Welt festgehalten und beschlossen, diese gemeinsam erreichen zu wollen. DAS hat es zuvor noch nicht gegeben! Der Zukunftspakt sind die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, die bis zum Jahr 2030 Wirklichkeit werden sollen. Diese 17 Ziele benennen ganz konkret, was zu ändern ist – etwa, dass kein Mensch mehr hungern darf, dass Landwirtschaft wieder regionalisiert werden soll, dass die Artenvielfalt vergrößert werden soll, dass wir achtsamer mit den natürlichen Ressourcen umgehen sollen undundund – und zwar in konkreten Größen bemessen.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele berühren alle Lebensbereiche
– und sie berühren jeden Einzelnen von uns:
Denn damit dieses „Weltwunder Weltrettung“ Wirklichkeit werden kann,
braucht es nicht nur Staaten, es braucht jeden Einzelnen, es braucht wache und aktive Menschen, die selbst dafür einstehen und darüber hinaus die Erreichung der Ziele einfordern.


Und wie reagieren viele von uns auf so etwas wie die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele?
Mit einem ungläubigen Schweigen, mit Skepsis, mit Misstrauen, mit Zynismus, mit einem fragend-spöttischen „Na, Papier ist ja geduldig. Glauben die wirklich daran oder ist das wieder nur so ein „Pro-Forma-Akt“?“, einem resignierendem, achselzuckendem „Ist doch eh wieder nur Politiker- und Staats-Menschen-Geschwätz“ und auch einem besserwissenden Abwiegeln „Solche Verträge sind schon oft genug beschlossen worden. Das ist wie Honig-ums-Maul zu schmieren. Da passiert nix“ Und dann fangen wir in der Regel an, auf diese bösen Politiker zu schimpfen und zu jammern, dass das hier alles eh nix mehr wird.

Offenbar glauben wir also nicht daran, diese Ziele erreichen zu können. Es scheint uns nicht möglich zu sein. Die Weltrettung scheint eine Utopie, die sich nur in den kühnsten Träumen vollziehen mag.

  • Weil es nicht in unserer Macht zu stehen scheint (Ist das wirklich so?).
  • Weil sich erstmal die Gesetzgebung verändern muss, damit überhaupt irgend etwas losgehen kann (Wie ist unser heutiges Gesellschaftssystem entstanden? Indem wir auf Gesetze gewartet haben?).
  • Weil nur die Mächtigen, nur die mit richtig viel Macht und Einfluss die großen weltumspannenden Veränderungen herbeiführen können (Wie haben sich dann jemals gesellschaftliche Umwälzungen vollzogen, wie haben es jemals Menschen geschafft aufzusteigen?).
  • Weil diese Herausforderung so groß und komplex ist, weißt Du gar nicht, wo Du anfangen könntest. Es überfordert Dich. (Wie machst Du das nochmal mit den ganz großen Zielen? Richtig, Du teilst sie in kleine Häppchen und gehst Schritt für Schritt.)
  • Und überhaupt: Weil Du ja erstmal Dein eigenes Leben auf die Kette kriegen musst. (Wobei es ja nicht mehr viel auf die Kette zu kriegen gibt, wenn wir den Karren hier vor die Wand fahren…)

Für keine bessere Welt:
Du hast Visionen? Na, dann geh mal schnell zum Arzt!

Ich bin mir sicher, der Argumente, dass wir die Weltrettung (dieses hehre Ziel, dass so viele Lebewesen wie möglich ein würdiges Leben führen können) ganz bestimmt nicht packen, gibt es noch viele mehr. Auch oft zitiert: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, sagte der große Willy Brandt Helmut Schmidt.1)Ich habe zunächst fälschlicher Weise das Zitat Willy Brandt in den Mund geschoben, der sich sicherlich im Grabe umgedreht hätte. Nein, es stammt von Heltmu Schmidt. Ganz herzlichen Dank an die sehr aufmerksame Leserin Anne Schneider, die mich auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hat. Beliebtestes Argument ist sicherlich: „Die Weltrettung – das ist ja was für naive, blauäugige Idealisten.“

Fake it until you make it 
Was wäre, wenn Du einfach mal zumindest versuchst, daran zu glauben, dass wir diese Welt zu einem besseren Platz machen werden? 

Ich stelle Dir dazu folgende Frage: Was macht es wohl mit Deiner Grundhaltung, wenn Du Dir eigentlich eine bessere Welt wünschst, aber glaubst nichts dafür tun zu können? (Und ich weiß, dass es Dir im Grund nicht egal ist, denn zu viele repräsentative Erhebungen besagen exakt, dass die Mehrheit der Menschen sich eine gerechtere, auf die Umwelt achtende Gesellschaft wünscht – bspw. die der Bertelsmann Stiftung) Und eine weitere Frage: Was glaubst Du, würde sich verändern, wenn Du (und vielleicht noch mehr Menschen – vielleicht sogar insgesamt 5 Prozent) Dich einfach mal nur entschließen würdest, daran zu glauben, dass ein fulminanter Wandel möglich ist? Und wenn Du dabei bedenkst, dass wir Menschen bisher nur einen winzigen Teil unseres Potenzials nutzen, dann hast Du vielleicht eine Ahnung, dass doch so viel mehr möglich sein kann, an das wir jetzt überhaupt noch nicht denken können…

Erde mit Atmosphre und Mond

Ich bin der festen Überzeugung, wenn ein Teil der Menschheit daran glaubt, dass wir diesen unseren Planeten zu einem besseren Platz machen können, dann wird allein schon diese Haltung, dieser Glaube daran, einen entscheidenden Unterschied bewirken, und den Möglichkeitsraum vergrößern. Nur daran zu glauben, tut ja erstmal gar nicht weh ;-).

Ich freue mich also sehr, wenn dieser Artikel ein paar Menschen inspiriert mitzumachen – einfach erstmal daran zu glauben. Und wenn Du jetzt mit einem „Steffi, ist das nicht reichlich naiv?“, reagierst und mir zig Studien auflistet, warum das doch alles eh keinen Sinn und die „Anderen“ (ersetze beliebig: die „Reichen“, die „Mächtigen“, die „Unternehmer“, die „Konzernbosse“, die „Politiker“, die „Verbraucher“) etwas tun müssten, damit sich was verändert, dann bin ich sehr stolz auf Deine Belesenheit und danke Dir für diese wertvollen Informationen, die umso mehr die Dringlichkeit, jetzt sofort loszulegen untermauern.

Weißt Du was?
Ich liebe mein Leben und meine Träume einfach viel zu sehr,
als dass ich mich dadurch einschüchtern ließe.

Nenne mich Idealistin, nenne mich naiv, nenne mich verrückt:
Ich glaube einfach fest daran, dass jeder Einzelne von uns
einen nennenswerten Beitrag für eine bessere Welt leisten kann.
Und ich werde es mir nicht nehmen lassen, mit ganzer Leidenschaft dafür einzustehen.
Also, bist DU dabei und glaubst und gehst mit mir?

Was können wir jetzt konkret tun?
Die Globalen Nachhaltigkeitsziele als Leitsterne für den Wandel
Mögliche Orientierungspunkte für eine bessere Welt gibt es viele: Etwa die Umweltenzyklika von Papst Franziskus „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ aus dem Jahr 2015, die sich umfassend mit aktuellen Fragen der Schöpfungstheologie, der Umwelt und Ökologie sowie des Klimawandels auseinander setzt und Empfehlungen abgibt oder auch die kleine Schrift „Ethik ist wichtiger als Religion: Der Appell des Dalai Lama an die Welt“Ideale Leitsterne für die Ambition, die Welt zu einem besseren Platz zu machen, sind meiner Ansicht nach die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals (SDGs), weil sie so umfassend und gleichzeitig sehr konkret sind. 2)Ich habe das große Glück, aktuell an einem Projekt namens „Weltwunder -Wandel statt Wachstum“ des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. mitzuwirken, in dem wir uns für eine Publikation sehr intensiv mit den SDGs beschäftigen. Von daher kann ich gerade sehr intensiv in die Materie eintauchen. Sobald die Publikation dazu veröffentlicht ist, werde ich auch darüber berichten.

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Die Globalen Nachhaltigkeitsziele im Überblick

Weltrettung ganz konkret und in homöopathischen Dosen:
Woche für Woche ein SDGs und Ideen zum Aktiv-Werden!
Hier auf meinem Blog werde ich Euch sukzessive in wöchentlichem Abstand die globalen Nachhaltigkeitsziele auf unterhaltsame Weise skizzieren und Dir ganz konkrete Beispiele nennen, wo und wie Du Dich engagieren kannst, um einen Beitrag zur Erreichung der Ziele zu leisten. Ich möchte Euch richtig Lust auf dieses Thema machen und hänge mich dafür richtig rein. Ganz fest versprochen!

Bevor wir loslegen: Kleiner Zwischenstopp – Weltrettung warum?
Ich starte nächsten Freitag, am 10.06.2016 – allerdings erstmal mit einem kleinen Zwischenstopp, bevor wir richtig loslegen: Es wird darum gehen, warum ich mich für die Weltrettung einsetze und warum es meiner Ansicht nach nicht nur pures Idealistentum und Aufopferung sind, sondern auch mit meinem „starken Ich“ und einer Klarheit gegenüber Dir selbst zu tun hat.

Also, bist Du am kommenden Freitag, 10.06.2016 am Start
und gehst die Sache gemeinsam mit mir an?
Ich freue mich sehr über jeden einzelnen Menschen,
der mitmacht und mitdenkt und auch Feedback gibt.
Wir lesen uns nächsten Freitag! Okay?

PS:

Aktuell arbeitet die Bundesregierung gerade an einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie, die Bezug nimmt auf die globalen Nachhaltigkeitsziele. Sie soll im Herbst 2016 willkommen geheißen werden. Lies doch mal rein, was der aktuelle Plan ist.

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Hier findest Du ähnliche Artikel dieses Blogs:

References   [ + ]

1. Ich habe zunächst fälschlicher Weise das Zitat Willy Brandt in den Mund geschoben, der sich sicherlich im Grabe umgedreht hätte. Nein, es stammt von Heltmu Schmidt. Ganz herzlichen Dank an die sehr aufmerksame Leserin Anne Schneider, die mich auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hat.
2. Ich habe das große Glück, aktuell an einem Projekt namens „Weltwunder -Wandel statt Wachstum“ des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. mitzuwirken, in dem wir uns für eine Publikation sehr intensiv mit den SDGs beschäftigen. Von daher kann ich gerade sehr intensiv in die Materie eintauchen. Sobald die Publikation dazu veröffentlicht ist, werde ich auch darüber berichten.

Gestatten, Margarethe Moral-Apostel!

MargareteWie Ihr seit dem letzten Blogpost wisst, geht es mir um ein ganz bedeutsames Thema: Ich trete für eine bessere Welt ein und möchte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass wir in zwei Jahrzehnten unsere Lage der Welt deutlich zum Besseren gewendet haben werden.

Das ist schon ein sehr heikles Thema, bei dem man schon recht klugscheißerisch und oberlehrerhaft rüberkommen kann. Ich will mir diesen Schuh aber nun wirklich nicht anziehen. Wie die Weltrettung so funktioniert, das weiß schließlich keiner so genau – sonst hätten wir es doch schon längst gepackt. Außerdem möchte ich nicht missionarisch und vorschreidend sein. Ich will niemandem klare Regeln vorschreiben à la: “ Wenn Du nicht mindestens streng vegan oder gar fruktarisch lebst, zählst Du nicht zum „Club der besten Weltretter“… Nein, ich finde, jede und jeder kann und darf nach seiner eigenen Fasson seinen Beitrag leisten – und das mit ganz viel Freude.

Gestatten, Margarethe erledigt das Moral-Aposteln für mich!

Damit ich gar nicht so klugscheißerisch daherkomme, weiß ich seit gut drei Jahren eine sehr gute Freundin an meiner Seite, die diesen Besserwisser-Job auf sehr charmante, liebevolle Art und Weise – stets mit einem kleinen Augenzwinkern versehen – ausfüllt. Ich kann mir keine bessere dafür vorstellen: als Margarethe Moral-Apostel (Doppel-Name! Ja, sie ist „progressiv verheiratet“ – sie nennt ihre Beziehung eine Ehe mit Extras – sie ist auch nach zwanzig Beziehung noch immer ganz eng mit ihrem Mann, sexuelle Extras mit weiteren Männern und Frauen schließt sie dennoch nie ganz aus). Weil sie in dieser Beziehung so offenherzig ist, gestattet sie sich und ihrem Moral-Empfinden, diese Freiräume auch auf weitere Lebensbereiche auszuweiten: Es gibt keine starren Regeln, sondern ganz viele Möglichkeiten – fast so viele wie es Menschen, Bedürfnisse und Werte gibt – alles ist ein Miteinander-Austarieren und -Ausprobieren – achtsam, respektvoll und neugierig. So ist Margarethe Moral-Apostel! Sympathisch, oder?

Ja, sie kam vor drei Jahren zu mir, denn schon damals war mir klar, dass sie bei einem derart wertenden Thema eine zentrale Rolle spielen würde. Damals wollte ich sie für eine feste Kolumne engagieren. Heute weiß ich noch nicht, ob sie sich nicht dann und wann einfach nur mal auf dem Off melden wird (bei einer Geschichte bin ich mir schon sehr sicher,sie heißt „Drei Wünsche frei“). Vermutlich wird sie nicht Teil meines aktuellen Buchprojektes. Aber es ist dennoch gut und wichtig, dass sie da ist. Ich wollte sie Euch zumindest mal als Teil meines Dream-Teams vorstellen :-).

Geschaffen wurde sie übrigens von der tollen Illustratorin Tanja Föhr, die sie damals nach meinen Vorstellungen aufgemalt hat.

Und Du, welche Figuren begleiten Dich mein Deiner Arbeit?

Die magischen fünf Prozent: Weltrettung meets Mengenlehre – und was Du selbst damit zu tun hast

Underwater view at coral reef and fishes, Dahab, Red Sea, Egypt

© fotolia.de / Urheber: johnwalker1

„Da wo ich herkomm‘ wohnen eintausend Menschen,
im Ort daneben schon zweimal so viel,
300.000 in der nächsten Großstadt
und bald vier Millionen in Berlin.“

(aus „80 Millionen“ von Max Giesinger)

Meine Vision ist es, mit meinen Fähigkeiten und Talenten einen entscheidenden Beitrag dazu zu leisten, dass wir die Welt zu einem besseren Platz gemacht haben werden – mehr Gerechtigkeit, mehr Achtsamkeit unter uns Menschen und gegenüber den Ressourcen, die wir verwenden, weniger Kriege und so einiges mehr. Vor allen Dingen möchte ich es noch erleben, dass wir das geschafft haben – wir sollten also in meiner Vorstellung dahingehend in den kommenden Jahrzehnten schon einiges gewuppt haben :-).

Das Megaziel Weltrettung: Wie wird es greifbar?

Das ist natürlich ein hehres, ein großes, eine Megaziel. Die Weltrettung? Wie kann das gehen? Wie kann die Weltrettung zu einem messbaren Ziel werden, wie kann sie in greifbare Nähe rücken. Nun: Seitdem ich von einer bestimmten Zahl weiß, bin ich mir sehr sicher, dass wir es schaffen können. Ich habe davon in dem sehr lesenswerten Buch „Die Glücks-Ökonomie – Wer teilt, hat mehr vom Leben“ des Autorinnen-Duos Annette Jensen und Ute Scheub erfahren. Es geht um die „magischen fünf Prozent“. Ich zitiere die beiden Autorinnen:

Noch nie in der Geschichte haben sich so viele Menschen für Menschenrechte, Gerechtigkeit und den Schutz des Planeten eingesetzt. Fünf Prozent eines tierischen Schwarms reichen aus, um diesen in eine andere Richtung zu treiben, hat der Verhaltensbiologe Jens Krause festgestellt. Fünf Prozent Entschlossene genügen auch, um eine ganze Gesellschaft umzuorientieren.“1)Damit beziehen sich Annette Jensen und Ute Scheub auf Aussagen in Richard David Prechts  Buch: „Die Kunst kein Egoist zu sein“, in dem im Kapitel „Die Moral der Horde“ (Seite 222 ff.) genau auf dieses Phänomen und die Beoachtungen von Jens Krause ausführlich eingeht.

Fünf Prozent: Mengenlehre meets Weltrettung

Fünf Prozent also, Max Giesingers wunderschöner Song handelt von einer Frau, die ihn aus 80 Millionen Menschen, die wir in Deutschland leben, gefunden hat. Er hat schon ganz recht, dass der Wahrscheinlichkeitsrechnung nach die die Möglichkeit, diesen einen Menschen zu finden, wirklich äußerst gering ist.2)Ich war noch nie Mathefan, von daher werde ich erst gar nicht versuchen, das zu errechnen ;-). Nur so viel: Zu Max Song selbst meine ich nur, dass er zwar ganz fantastisch ist, aber dass dieser Sache mit der einen großen Liebe – nun ja – vielleicht einfach ein wenig vom eigenen Radar abhängt ob man sie denn findet. Es gibt da durchaus auch andere Meinungen ;-). Als ich in Studienjahren mal ein wenig Liebeskummer hatte, besuchte ich mit einem engen Freund ein Stadionkonzert. Um mich aufzumuntern, versuchte er es mit den Gedanken: „Steffi, stell Dir vor, das ganze große Stadion wartet hier auf Dich. Nun ja, ich denke mal schätzungsweise die Hälfte, wenn Du für Dich festgelegt hast, nur heterosexuell zu sein.“ Damals fand ich das so gar nicht lustig, heute kann ich schon sehr darüber schmunzeln… :-) Doch fünf Prozent, das ist ja wirklich eine überschaubare Größe, wenn wir davon absehen, dass alle sich dann mal auf ein Zielgemenge einigen müssten ;-). Zoomen wir uns langsam ran:

  • Fünf Prozent von acht Milliarden Menschen, die auf unserem wunderschönen Planeten Erde leben, das sind 400 Millionen. Es müssten also ungefähr die Hälfte der EU-Einwohner*innen (ca. 750 Millionen Menschen) nicht nur davon überzeugt sein, sondern auch dafür zu 100 Prozent für eine bessere Welt einstehen. Das klingt ja sehr ernüchternd – und vor allen Dingen so wenig greifbar :-(
  • Blicken wir mal auf Deutschland: Hier leben ungefähr 80 Millionen Menschen, wie Max Giesinger so schön singt. Hier müssten wir also 4 Millionen Menschen überzeugen – das sind so viele Menschen, wie in Berlin leben. Also: ganz Berlin müsste  sich dafür mit ganzer Leidenschaft auf den Weg machen. Das klingt auch noch etwas unrealistisch.
  • Ich selbst lebe in Hannover – gemeinsam mit insgesamt ungefähr 500.000 weiteren Menschen. Hier müssten also 25.000 Menschen vollends für die Weltrettung einstehen. Das klingt immer noch sehr utopisch. Wenn ich mich aber daran erinnere, dass Anfang April 2016  immerhin ungefähr 90.000 Menschen hier in Hannover auf die Straße gingen sind, weil sie gegen TTIP sind, dann wird die Zahl langsam greifbar. Okay, es waren Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet. Dennoch…
  • Ich habe studiert in Lüneburg, einem schnuckeligen kleinen Studentenstädtchen mit 60.000 Einwohnern. Hier wären es 3.000 Menschen, die zu überzeugen wären. Wenn ich daran denke, dass ich mich gerade in einer Coaching-Community, dem Human Trust initiiert von Andrea und Veit Lindau, bewege, der sich über 7.000 Menschen zugehörig fühlen, dann habe ich langsam ein Gefühl von Machbarkeit :-), zumal es ja noch weitere Bewegungen und Gemeinschaften gibt, die ähnlich unterwegs sind.
  • Jetzt komme ich zur kleinsten Einheit, die ich betrachten mag., und die hat wiederum mit dem dem Song von Max Giesinger zu tun. Denn ich bin tatsächlich in einem 1000-Seelen- Dorf aufgewachsen: in  Hahausen am Harzrand. In Hahausen, vielleicht auch in meinem Kiez bei mir ums Eck, der 1.000 zählen könnte, in meinem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis (wenn ich an all die Initiativen denke, in denen ich mich bewege), wären es rund 50 Menschen, die wirklich für die Weltrettung zu entflammen wären. Spätestens bei dieser Zahl habe ich das Gefühl, dass wir es wirklich packen können.

Wie ein Virus: Weltrettung ist möglich – Spread the word! Und: schmeißt eine Weltrettungsparty :-)

Stell Dir vor auch Du fängst an, diese Zahl weiter zu wispern. „Du, ich hab da gehört, wenn wir uns alle zusammen, dann könnten wir unseren  kollektiver Traum davon, die Welt zu einem besseren Platz zu machen, Wirklichkeit werden lassen.“ Schau Dich mal in Deinem Freundeskreis um: 50 Menschen, die von einer besseren Welt träumen, die findest Du doch sicherlich. Wie wäre es, wenn Du 50 Menschen zu einer Weltrettungsparty einlädst und Ihr Euch feiernd darauf einstimmt, dass Ihr bald gemeinsam was ganz Großes schaffen werdet?

Doch halt, nicht so schnell, wir realistisch ist das überhaupt, ist es überhaupt unser kollektiver Traum, die Welt zu einem besseren Platz zu machen – und wenn ja: was wäre dann das „Wahlprogramm zur Weltrettung“?

Gibt es wirklich einen kollektiven Traum zur Weltrettung?
Es gibt sogar beachtenswerte Studien, die das bestätigen. Eine repräsentativen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge wünschen sich nahezu 80 Prozent aller Menschen hier in Deutschland eine neue Wirtschaftsordnung – eine Wirtschaftsordnung, die fairer und gerechter ist und die ressourcenschonender agiert. Dafür sind die Menschen sogar bereit, auf Einkommen zu verzichten. Das ist ihnen nämlich gar nicht am wichtigsten.3)http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-08/umfrage-deutschland-wirtschaftsordnung Interessant, oder?

Lassen wir darüber hinaus mal die Menschen direkt sprechen. Ich habe bereits die Community „human trust“ rund um Veit und Andrea Lindau angeführt. Dort waren in einem der Tagesimpulse die Mitglieder gefragt, über das Glück zu reflektieren, eine der Fragestellungen war auch, was die Menschen denn derzeit unglücklich mache. Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 900 Menschen. Zwei Drittel davon waren unglücklich mit der Lage der Welt: Wie wir die Umwelt zerstören, wie der Kapitalismus Ungleichheiten schafft, wie wir 1 Milliarde Menschen in der Welt hungern lassen, obwohl doch genügend Nahrung für alle da wäre. Spricht das nicht eine deutliche Sprache?

Offenbar ist es tatsächlich so, dass viele von uns sich eine Alternative wünschen, ihnen die Thematik aber zu komplex erscheint. Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollen, stehen vor einem riesigen Berg, denken, dass ihr eigenes Handeln sowieso nichts bewirken kann, fühlen sich gelähmt – und lassen deshalb alles so, wie es ist. Doch wenn es so vielen von uns so geht, dass wir uns eine bessere Welt wünschen und uns die aktuelle Lage der Dinge so unglücklich macht, warum belassen wir es denn dabei und suchen nicht anstatt dessen nach einer Lösung, wie wir das wirklich packen können.

Aufbruchsstimmung: Lass uns geh´n!

Mich stimmt sehr optimistisch, dass dies schon an vielen Orten, in vielen Bewegungen passiert. Es ist Aufbruchsstimmung – von Persönlichkeitsentwicklungs-Communites über Ernährungsbewegungen bis hin zu den Transition Towns oder auch Bewegungen zur Solidarischen Ökonomie und Gemeinwohl-Ökonomie wie auch der Umweltbewegung. In einem späteren Blogbeitrag werde ich dezidierter darauf eingehen und eine Kartographie des Wandels skizzieren.
Als, wenn es denn so einfach wäre: Wie schaut das Wahlprogramm zur Weltrettung aus?

Wir können also wohl festhalten, dass sich eine überwiegend Mehrheit eine bessere Welt wünscht – nur würden wir uns überhaupt auf ein gemeinsames „Wahlprogramm zur Weltrettung“ einigen können? Ich habe da schon eine Idee, sie hat mit den globalen Nachhaltigkeitszielen zu tun, die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen willkommen geheißen wurden. Aber das schildere ich Dir einmal in einem der kommenden Blogartikel :-).

 

Jetzt freue ich mich, wenn Dich mein Artikel inspiriert hat, wenn Du Überlegungen dazu hast oder auch Fragen, hinterlasse gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße zu Dir – in Aufbruchsstimmung,

Steffi.

 

References   [ + ]

1. Damit beziehen sich Annette Jensen und Ute Scheub auf Aussagen in Richard David Prechts  Buch: „Die Kunst kein Egoist zu sein“, in dem im Kapitel „Die Moral der Horde“ (Seite 222 ff.) genau auf dieses Phänomen und die Beoachtungen von Jens Krause ausführlich eingeht.
2. Ich war noch nie Mathefan, von daher werde ich erst gar nicht versuchen, das zu errechnen ;-). Nur so viel: Zu Max Song selbst meine ich nur, dass er zwar ganz fantastisch ist, aber dass dieser Sache mit der einen großen Liebe – nun ja – vielleicht einfach ein wenig vom eigenen Radar abhängt ob man sie denn findet. Es gibt da durchaus auch andere Meinungen ;-). Als ich in Studienjahren mal ein wenig Liebeskummer hatte, besuchte ich mit einem engen Freund ein Stadionkonzert. Um mich aufzumuntern, versuchte er es mit den Gedanken: „Steffi, stell Dir vor, das ganze große Stadion wartet hier auf Dich. Nun ja, ich denke mal schätzungsweise die Hälfte, wenn Du für Dich festgelegt hast, nur heterosexuell zu sein.“ Damals fand ich das so gar nicht lustig, heute kann ich schon sehr darüber schmunzeln… :-
3. http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-08/umfrage-deutschland-wirtschaftsordnung