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Die Gefährten – Herzlich willkommen an Dich und Dich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 3

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Willkommen für Alles Foto: von Pixabay – Urheber Randlom – Überarbeitung durch mich.

„Die Gefährten“ – so heißt die erste Folge der Trilogie „Herr der Ringe“. In ihr formiert sich eine bunt zusammen gesetzte Gruppe an Wesen, die sich gemeinsam auf den Weg macht, um den einen Ring, den machtvollsten aller Ringe, in die Klüfte der Schicksalberg zu werfen und damit Mittelerde vom „Bösen“ zu befreien und zum Guten hin zu transformieren. Den Ring selbst nimmt das unwahrscheinlichste aller Wesen an sich: ein kleiner, scheuer, ängstlicher Hobbit – Frodo Beutlin. Kein Superheld, aber ein bodenständiger, widerstandsfähiger, feierlustiger, erdverbundener und einfacher Hobbit. Seine Gefährten sind Wesen aller Art: der Zauberer Gandalf, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der König Aragorn, der Mensch Boromir sowie Frodos zwei beste Freunde Pippin und Merry.

Ich befinde mich gefühlt in einer ähnlichen Situation. Auch ich habe mich vor ein paar Wochen auf die Reise gemacht, in ein Abenteuer mit ungewissen Ausgang, mit meiner Vision einer besseren Welt und meinen Zielen im Gepäck: Menschenlehrerin werden, Menschenlehrerin sein. Wie ist es um meine Gefährten bestellt – meine engsten Gefährten und jene, die vielleicht ab und an dazu stoßen? In meinem ganz persönlichen Film hat der „Rat von Elrond“ noch nicht getagt. Die Gefährten haben sich noch nicht vollends formiert.

Meine Familie – das beste Basislager

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Bisher bin ich mir nur meiner Familie klar. Sie steht diesem Abenteuer aufgeschlossen, wohlwollend und interessiert gegenüber, auch gelassen. Sie kennen den Humantrust schon längere Zeit, sie wissen um mein Menschenlehrer-Werden und -Sein. Mein Mann und mein Sohn blinzeln ab und zu mal rein; mein Mann hat sich mit mir köstlich über die Darstellung des grünen Mems amüsiert. Gefühlt bleiben beide eher „zu Hause“, empfangen mich aber jederzeit gern mit einer guten Mahlzeit und einem Krug Bier, auf dass ich von meinen Abenteuern berichte, nachdem ich mich mit einem nährenden Bissen gestärkt habe.

Es gibt kein besseres Fundament für einen solchen Weg
als ein gutes Basislager, das bereit ist,
einen aufzufangen, einen auszuhalten, einem zuzuhören, geduldig zu sein,
an einen glauben, sie bedingungslos zu lieben, wie sie gerade ist!

Genau das ist meine Familie für mich. Mein Mann Michael und mein Sohn Marten. Es ist wirklich das allergrößtes Geschenk, zwei so wunderbare Menschen an meiner Seite zu wissen. Auch wenn ab und an mal Sturm, Gewitter und Regenwolken aufziehen werden: Ich bin mir unserem Beziehungsfundament gewiss. Ich liebe meine beiden Schätze über alles! Sie geben mir eine unglaubliche Stärke und Solidität. Ich fühle mich getragen und gehalten. Immer und bedingungslos.

Herzlich willkommen an Alle!

Und die anderen Gefährten?

Ich kann ehrlicher Weise noch gar nicht genau sagen,
wer diese sein werden.
Ich habe das Gefühl, dass sich da einiges neu formiert.
Ich selbst verspüre gegenüber allen Gefährtinnen und Gefährten,
die da kommen werden
oder die schon längst an meiner Seite sind, ohne dass ich davon weiß,
eine große Gelassenheit sowie Neugierde und Wohlwollen.

Wer wird mir in den kommenden Wochen und Monaten begegnen? Wer ist schon jetzt da? Von wem werde ich was lernen können? Wem werde ich selbst hilfreich sein können? Ich bleibe gespannt. Feuer und Eis, alle Aggregatzustände, vielfältig farbenfrohe Menschen sind herzlich willkommen.

Ich begreife uns als gemeinsames großes Lernfeld
und werde aufs Ganze gehen :).

Zum Zweier-Holon (wir sind sechs Menschen in zwei Holonen (vielleicht kommt noch ein weiterer Mensch dazu) sowie unsere Mentorin Katrin) kann ich nur sagen, dass ich glaube, dass ich dort auf sehr interessante und sehr unterschiedliche Frauen gestoßen bin, die wirklich bereit sind, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Am morgigen Dienstag wird es unser erstes Treffen geben und vielleicht werde ich danach noch einmal berichten.

Dann gibt es noch meine „Salon für Deine Seele“-Gruppe, die ich als Teamleaderin im Human Trust begleite. Diese Gruppe findet sich gerade erst, sie ist noch zu frisch, um daraus abzuleiten, was aus ihr erblühen mag.

Außerdem sehe ich einige Felder, in denen ich mich bewege und bei denen ich ein spüre, dass mich diese Felder wohlwollend begleiten und ich in diesen Feldern einiges bewegen kann und werde. Für mich sind das Lern- und Gestaltungsfelder, in denen ich mich gestalten lasse und gestaltet werde:

  • alle Menschenlehrerinnen, alle Menschenlehrer – wir sind sooo eng miteinander verbunden,
  • die Teamleader-Gefährtinnen und -Gefährten im Human Trust,
  • alle Trusties,
  • die Freundinnen und Freunde der Gemeinwohl-Ökonomie,
  • die Freundinnen und Freunde der Transition Town Bewegung,
  • der Tribe der Schreibglücklichen Autorinnen und Autoren sowie insbesondere mein Verleger, eine Lektorin und Bri Sandtner als Autorin, mit der ich eng im Austausch bin – auch „wird“ gerade einiges neu zusammengewürfelt,
  • die benachbarten Wandelströmungen und solche,die sich dem gesellschaftlichen Wandel anschließen werden
  • meine Klientinnen und Klienten
  • viele weitere Menschen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass sie in meine Leben kommen werden (oder schon längst da snd)
  • sowie mein inneres Gefährten-Team „Engelchen und Teufelchen“– das Eichhörnchen, der Fuchs, Pippi Langstrumpf und Professor Mc Gonnagall und weitere, die dazu kommen mögen)

 

Keine engen Freundinnen und Freunde, viele Gefährten und Felder – für die Sache und ansonsten eher „sozial autistisch“? Mein Schattenthema

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Foto von Pixabay – Urheber: dimitrisvetsikas1969

Du hast vielleicht bemerkt: Ich benenne meine engste Familie, und dann benenne ich außerdem das 2er Holon sowie die Salon-Menschen wie auch „Felder“, aber explizit keine weiteren mir nahestehenden Personen. So fühlt es sich für mich auch an. Ich habe wenig enge Freundinnen und Freunde. Ich bin eher „für die Sache“ unterwegs und habe auf diesem Weg oft sehr tiefgehende Begegnungen, die aber kommen und gehen.

Vielleicht bin in dieser Hinsicht Autistin, vielleicht schläft da etwas? Früher, ganz früher, hatte ich mal eine beste Freundin, eine Sandkastenfreundin, die Beziehung ging aber irgendwann mal auseinander. Von Zeit zu Zeit klopften dann immer mal wieder – meistens – Frauen an, die eine beste Freundin werden könnten, sie sind es aber mit meinem Fokus „auf die Sache“ nie geworden. Ich glaube, dass da tief versteckt auch Ängste in mir sind, einen Menschen zu nahe an mich herankommen zu lassen. Ich denke schon und bin sehr gespannt, wie sich dieses „Thema“ im Laufe der Zeit entwickeln und aufbrechen wird. Ich bringe und nehme es mit und bin auch hier offen.

Aufbruch mit Licht und Schatten

Widerstände und Konflikte spüre ich derzeit wenige. Ich bin gespannt, wie sich dies im Laufe der Reise entwickeln wird. Ich bin sicher, in meinen Beziehungen wird viel in Bewegung geraten – sowohl in meiner Beziehung zu mir als auch in meinen Beziehungen zu anderen Menschen (siehe bspw. meinen letzten Eintrag „Der Kampf für mich“).

Gerade vorgestern hatte ich ein sehr erhellendes Gespräch. Es arbeitet in mir. Ende Januar hatten wir ein intensives Strategie- und Planungswochenende für die Transition Town Bewegung, bei der derzeit sehr viel ansteht. Einer der Moderatoren gab mir jetzt das Feedback, ich würde sehr viel Druck produzieren und würde dadurch viel Raum einnehmen. Wir haben sehr offen und ehrlich unsere Standpunkte dazu ausgetauscht und das Gespräch wirkt jetzt schon in mir nach. Meine Lesart zum Gespräch (die Person, mit der ich das Gespräch hatte, weiß Bescheid): Die Person ist sehr „im Grün“ und im „Peace, Peace“ unterwegs. Ihr behagt nicht, dass ich andere Farben ins Spiel bringe – Orange, Blau, ein wenig Rot und Gelb. Es wird unbequem. Die Person ist der Meinung, ich sollte einfach weibliche Liebe ausstrahlen, dann würde ich viel mehr erreichen als mit dieser „männlichen Effizienznummer“. Ich verstehe sehr wohl, was er meint, gleichwohl glaube ich nicht, dass weibliche Liebe allein reicht, um die Veränderung zu bewirken und die Ziele und die Sichtbarkeit zu erlangen, die ich mir wünsche. Gelöst bin ich aber nicht, eher zu verkrampft und angespannt, da ist seine Wahrnehmung sehr richtig. Es arbeitet aber dazu gerade in mir. Sehr spannend! Ich werde Euch dazu weiter berichten…

Der Kampf für mich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Woche 2

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Der Kampf für mich – Foto: fotolia.de / Urheber: Andrey Kiselev / Bearbeitung durch mich

Ja, ich kämpfe. Ich begehre auf. Ich kämpfe für mich. Und es ist mir im Grunde egal, was Du davon hältst, ob „man“ nicht mehr kämpfen sollte, weil man ja da drüber steht, ob ich noch nicht weit genug bin und angeblich noch Techniken lernen „muss“,um in Fluss zu kommen. So ist es gerade für mich, und in dieser Woche habe ich es ganz besonders gespürt. Ich kämpfe für mich und meine so kostbare Zeit. Ich kämpfe dafür, was durch mich zum Ausdruck gebracht werden will. Ich boxe mir Zeit frei, um zu erforschen, was in mir schlummert, um in die Welt zu bringen, das herauszukommen begehrt.

Es schreit in mir, es schreibt in mir.

Ganz besonders heftig ist dieser Kampf, diese Rebellion, wenn ich in gähnend langweiligen Besprechungen sitze, Diskussionen beiwohne, die mich langweilen, in Gesprächen, die zu nichts führen, die sich sich in irre lange Dauerschleifen drehen. Bitte verstehe mich nicht falsch: Ich will dabei Dich oder Dich nicht verurteilen oder mich über Dich stellen. Ich weiß, ich bin verdammt ungeduldig und dann auch manchmal ungerecht. Manche Dinge brauchen aber Geduld. Doch da schlummert so viel in mir, wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Die Uhr tickt. Es schreit und brodelt inwändig.

Manchmal bricht dieser Vukan auch aus. Gerade diese Woche konnte ich nicht mehr an mich halten. Es wurde zuviel, ich wurde zum trotzigen Kind, zur Kriegerin für meine Ressourcen. Ich schäme mich dessen nicht. Die kleine Kriegerin hat gut auf mich aufgepasst. Diese Woche wurde ich ihrer so richtig bewusst, der Keimzelle meiner Wut. Sie kämpft für MEINE ZEIT.

Und wisst Ihr was? Ich höre gerade auf sie, meine liebe Wut. Heute ist ein ganzer Tag für mich! Ich schreibe heute, ich genieße das. Ich lasse die anderen Schreibarbeiten links liegen, und bin für das da, was aus mir heraus in die Welt will. Und ich weiß, ich werde das jetzt konsequent tun, ich will dem „FÜR-MICH“ kontinuerlich Raum schenken, das wird die Kriegerin in mir befrieden. So wird die Energie, die Aufmerksamkeit, die sie von mir fordert, in konstruktivere Bahnen gelenkt. Kriegerin, ich danke Dir!

PS: Ich habe ihr übrigens einen Namen gegeben: sie heißt Rodriana.

Das Mark des Lebens

Mein Menschenlehrer -Tagebuch Woche 1/2

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Ich ging in die Wälder … Foto von der fotolia.de / Bearbeitung durch mich.

Dieses Zitat von Thoreau habe ich, wie wohl so viele andere Menschen das erste Mal im Film „Club der Toten Dichter“ gehört. Mit diesem Text leitete der „Club der Toten Dichter“ stets seine Sitzungen ein. So wie der ganze Film hat mich dieses Zitat damals tief berührt.

Und  Ja: genau darum geht es für mich in dieser Menschenlehrer-Ausbildung: das Mark des Lebens in mich aufsaugen, intensiv leben, echt leben, meine Essenz und Wesentlichkeit leben. Ich will tief leben, ich will mich rausfinden, mich verschenken, mich in dem Potenzial (er-)leben, auf dass ich mein Bestes in und für diese Welt geben kann. Meine Sehnsucht und meine Hoffnung ist, dass ich es wirklich schaffen kann, ein integrales, gutes Leben zu leben, und meine Sehnsucht und Hoffnung ist es zugleich auch, dass ich weitere Menschen dazu inspirieren kann.  Ich will nicht der Neil Perry im „Club der Toten Dichter“ sein, der verzweifelt und hoffnungslos aus dem Leben scheidet, weil es offenbar keinen anderen Ausweg mehr gibt. Ich will den „weiblichen Todd Andersen“ verkörpern, der es schließlich schafft, aufzustehen, für sich, für sein Leben würdevoll einzustehen.

Mein Leben ist gerade fulminant und eine Achterbahnfahrt, eine riesige Baustelle. Es kommt vieles in Fahrt, ich bin voll unterwegs, und ich komme immer mehr in meine Kraft, aber es ist wirklich noch gut was zu tun. Ich bin mittendrin, und es stehen so viele Dinge an. Das zeigt eine Zwischennotiz, die ich vor kurzem einige Tage nach dem ersten Modul der Menschenlehrer-Ausbildung schrieb:

„Vor zwei Wochen ging ich in unsere Menschenlehrer-Ausbildung mit einem Gefühl „Boah, eigentlich hast Du MEHR als genug grad – kannst Du Dir es leisten, in diesen ersten Block zu gehen…?!?“, so viele Projekte in Deinem Patchwork-Berufsdasein – u.a.:

  • Kommunikationskonzept (zum Einstieg in einen geliebten Job, der am 1.März bezahlt startet), 
  • Konzeptpapier – Abschlussarbeit für eine Fundraising-Ausbildung
  • am Wochenende Strategietreffen für Transition (so dass ich Samstag und Sonntag schonmal garantiert nicht teilnehmen konnte)
  • im Mai ein TransitionCamp zu organisieren, mit dem ich gefühlt allein dastehe, da eine Kollegin auf unabsehbare Zeit schwer erkrankt ist
  • im Mai eine komplexere Website relauncht haben (bei dem ich einen Dienstleister steuere, aber ganz viel konzeptionelle und redaktionelle Arbeit liegt bei mir),
    (beide Termine bindend, weil in ein Projekt integriert, das wir dokumentieren müssen) 
  • mein Buchprojekt, das diesmal nicht (!!!) hintenrunter fallen soll
  • Teamleader im humantrust
  • und der ganz normale geliebte (!) Berufsalltag (zwei inhaltsreiche Newsletter vorbereiten, zwei Facebookseiten betreuen)

Ich fühlte mich echt überfordert, es fühlte sich so „eng“ an und ich dachte, ich müsste mich von etwas trennen, um wirksamer und erfolgreicher unterwegs sein zu können. In das Treffen am Wochenende ging ich „hart“ – in der Ankommensrunde benutzte ich die Worte „Es ist frostig, ich gehe hier geklärt rein, aber ich fühl mich allein, es ist alles zu viel….“

Und dann: … Ist das Eis aufgebrochen!!!

Am Wochenende haben sich zwei Teams gefunden – eines, das gemeinsam mit mir das Camp vorbereitet und richtig Bock drauf hat und ein Websiteteam. Das Fundraising-Konzept ist in die Jahresplanung integriert und nicht „nur“ für die Ausbildung geschrieben – und ich habe es nach dem Wochenende einfach runterschreiben können und pünktlich abgegeben – und es ist sogar sinnvoll, weil mit Nutzen. Die Ideenskizze zum Kommunikations-Konzept ist auch schon fertig und gestern per Skype mit einem tollen Feedback besprochen – und auch so, dass wir es gleich anwenden werden. Mein Verleger hat mich angeschrieben (also seine Initiative – wuuuuhuuuu!!!), wir haben hin und her geschrieben und Anfang März ein Treffen vereinbart – die Terminschiene fühlt sich für mich supergut an. Und gestern hat sich auch noch meine kranke Kollegin gemeldet, es geht bergauf bei ihr.

Bei einem anderen Projekt,unserem LeineHeldenJam, der im November ansteht und mir auch zuviel wurde, zeichnet sich auch eine Lösung ab: Er wird vermutlich in ein anderes Event integriert, und es ist so viiiiel weniger Arbeit. Und auch hier habe ich gesagt: „Boah, es wird mir zu viel. Ich schaffe das nicht. Ich liebe aber dieses Projekt und fühle eine Verpflichtung gegenüber einer Uni, weil sie Kooperationspartner ist und sogar ein Lehrforschungsprojekt draus macht.“ Und siehe da: Jemand anderem kam auch hier die zündende Idee, die mich sofort extrem erleichtert und die Machbarkait fühlbarer gemacht hat.

Dies alles hat sich innerhalb weniger Tage so gelöst….
Das Zuviel-Gefühl hatte ich Wochen mit mir rumgetragen. Ich weiß jetzt: Sobald dieses Gefühl auftaucht, werde ich es ansprechen ;).

Mein Learning: 
Wenn Du merkst, es wird für Dich zu viel, Du liebst aber das, was da mit Dir durch Dich passieren soll, und es ist sinnvoll, bitte nicht in dem Gefühl der Enge bleiben und zurückstecken, auf Deine Komfortzone zurückrudern, sondern ehrlich sagen: „Uff, ist grad viel… es ist aber trotzdem meine Vision und ja sie hat auch mit Eurer zu tun,und ich geh dafür. Bitte helft mir und zeigt mir, wies geht. Und die Unterstützung wird kommen :-))))…“

Ich fühle mich gerade getragen, wie befreit – größer und auf neuem Level. Ich fühle mich wie ein Feld, das mit anderen durch andere wirkt. Und es fließt. Ein tolles Gefühl!!!“

Ein großes Thema: Meine integrale Balance finden

Wie Du an diesen Ausführungen merkst, habe ich einen deutlichen Lebensschwerpunkt: mein Leben ist sehr einseitig ausgerichtet, sehr von meiner Berufung eingenommen und bestimmt. Das gefällt mir nicht, ich brauche eine integralere Lebenspraxis und ich wünsche mir sehr, dass sich diese innerhalb der nächsten zwei Jahre entfaltet – und zwar mit Leichtigkeit – so wie sich meine beruflichen Herausforderungen vor zwei Wochen gerade aufgelöst haben:

Ich mache zu wenig Sport, achte zu wenig auf mich selbst, ernähre mich ungesund, gönne mir zu wenig Auszeiten, wertschätze meine Familie zu wenig, obwohl ich sie so sehr liebe und mir sehr bewusst ist, was für einen Heimathafen und Ruhepol mir meine Familie wirklich bietet. Bei uns zu Hause ist es viel zu unordentlich und unwirtlich. Das will ich dringend ändern. Ich will wieder mehr Schönheit, Gemütlichkeit und gleichzeitig das „Mark des Lebens“. Ganz schön viel! Zuviel? Ich glaube nicht, ich glaube, dass das gehen kann.

Integraler UND nachhaltiger Lebensstil

Ein Riesenthema ist für mich auch, dass ich einen nachhaltigen Lebensstil wirklich vorleben möchte. Ich schreibe gerade das Buch „Unterwegs zum guten Leben – Mensch sein für ein neues Zeitalter“ und ich möchte diesen guten Menschen, den ich im Buch propagiere wirklich verkörpern. Ich möchte integer, authentisch, strahlend damit sein. Es aus jeder Pore ausstrahlen. Mein Glaube an den Weltenwandel ist wirklich wahrhaftig, meine Begeisterung transportiert sich, aber ich muss es auch wirklich verkörpern, indem ich einen nachhaltigen Lebensstil vorlebe oder einen „Bruch“ damit transparent mache und gut begründe. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt, und da ist noch ganz viel Luft nach oben, ich merke das je tiefer ich in dieses Thema eintauche. Wir könnten alle so viel mehr, wenn wir unser Verhalten und unser Bewusstsein nur ändern würden. So denke ich, dass ich mit dem Buchprojekt so etwas wie ein Spiegel sein kann. Ich transformiere mich schreibend und biete so die Transformationsfläche für andere – mit all meinen Lebensbaustellen.

human trust: Integrales Basislager und Veränderungsfundament

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Human Rising Dezember 2016 – Ein Teil unserer Hannover-Gruppe vor der Party (und ich mich siehst Du ganz rechts in der ersten Reihe)

Die meisten, die mich persönlich kennen, wissen: Ein fester Baustein meines täglichen Lebens ist der humantrust geworden. Hier möchte ich Dir beschreiben, was die Mitgliedschaft im human trust für mich bedeutet und was ich visionär darin sehe. Außerdem möchte ich Dich einladen, einmal vorbei zu schnuppern, wenn Du neugierig geworden bist.

Wie ich zum humantrust kam – mein Anfang

2013 war ein anstrengendes Jahr gewesen. Ein Umbruchs- und Aufbaujahr. Die Gründung der Genossenschaft DIE.Kommunikationsgenossen eG, deren Initiatorin und Vorstandsvorsitzende ich war, war im Jahr zuvor gescheitert. Daran wäre ich fast zerbrochen, aber in 2013 habe ich mich wieder berappelt, startete mit einem neuen Projekt durch. Ich wollte fortan Marketing und Public Relations für nachhaltig und sinnstiftend orientierte Unternehmen machen, hatte gerade mit Jens Hansen und Hans Grimmelmann gemeinsam erfolgreich zum ersten Mal den LeineHeldenJam nach Hannover geholt.

Doch ich fühlte mich ausgepowert, ich hatte so sehr gekämpft in den vergangenen drei Jahren.
Noch immer saß mir das Scheitern dieser Genossenschaft tief in den Knochen;
ich hatte fast das Vertrauen in unternehmerische Kooperationen verloren
– und eigentlich war es immer genau darum gegangen,
eigentlich hatte ich mich auch deshalb selbständig gemacht:
um gut und sinnstiftend mit anderen zusammen zu arbeiten, sich gegenseitig zu stärken.
Ich wusste nicht mehr, ob das alles noch Sinn machte.
Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte ein Coaching in allen Lebensbereichen.

„Ein Rundum-Coaching für Alles? Ich glaube ich habe da etwas für Dich: Den Living Master Club von Veit und Andrea Lindau  – das ist so etwas wie eine Coaching Community für alle Lebensbereiche. Ich schick Dir mal einen Link zu ein paar Videos. Dann kannst Du ja schauen, ob das was für Dich ist“, erzählte mir Hans begeistert, als ich ihm relativ offen von meiner damaligen Stimmungslage berichtete.

Was ich zu Beginn dachte:
„Seelengevögelte, sexy Erfolgsdisziplin – ist das eine Sekte, oder was?“

Zögernd und skeptisch schaute ich mir erste Begrüßungsvideos von diesem Veit Lindau an. Das hört sich alles so WOW an – wie in einer Sekte. Sexy Erfolgsdisziplin? Integraler Ansatz? Diese vielen englischen, hippen Begriffe? Irgendwie war mir das alles noch nicht ganz geheuer. Ich tigerte misstrauisch um dieses Ding herum. Vision aufstellen? Ziele setzen? Buddys suchen? Livetreffen in Hannover?

Was ich heute denke:
Mein integrales Basislager – Fundament für meine fulminanten Veränderungen seit 2014

„Nun ja, dann versuchst Du es für ein paar Wochen lang. Jeweils einen Coach für alle Lebensbereiche kannst Du Dir sowieso nicht leisten“, lautete schließlich mein Entschluss. So stieg ich ein – und bin bisher dabei geblieben. Der humantrust (denn das ist mittlerweile aus dem LivingMasterClub geworden) ist in den vergangenen drei Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens geworden, meine tägliche Übungsmatte, meine ganz persönliche Heldenreise – eine Art integrales Fitness-Studio für Herz, Hirn und Hand, ein Möglichkeitsraum in mir und dir, aus mir und dir – für uns. In der Tatvergleichbar mit einem integralen Fitness-Studio, denn die 1 Euro pro Tag entsprechen Fitness-Studio-Konditionen. Doch hier geht es um weit mehr als um Deine bloße Körper-Oberfläche („Fleisch-Klöpschen“, wie Veit immer so schön nennt).

Ich glaube, dass es so etwas wie den humantrust unbedingt braucht. Denn in jedem Menschen schlummert ein so großartiges Potenzial, das wir bei weitem noch nicht wachgeküsst haben. Wenn wir aber all die Herausforderungen, die wir auf diesem Planeten haben, wirklich lösen wollen, dann brauchen wir ganz viele dieser wundervollen Potenziale, von denen wir im Jetzt noch gar nicht ahnen, dass sie wie eine Perle nur entdeckt werden wollen. Wenn du an dein und mein Leben glaubst, mach es dir möglich, nach deinen kostbaren Perlen zu tauchen – zum Beispiel im humantrust.“

So habe ich es auf der Website des humantrust beschrieben, auf der ich als eine der Expert*innen selbst auftrete und meine Meinung kundtun darf – und das macht mich stolz.

Was hat sich bei mir konkret verändert?

Seitdem ich Teil des humantrusts bin, hat sich bei mir jede Menge verändert – und dazu hat sicher auch der human trust beigetragen, aber natürlich nicht nur. Konkret hat sich bei mir folgendes getan:

  • Mein Berufsleben hat sich komplett verändert – und zwar so, wie ich es mir immer gewünscht habe.
    • Ich habe seit einem halben Jahr eine (halbe) Stelle als Projektkoordinatorin beim Verein Transition Netzwerk e.V., um die deutsche Transition Town-Bewegung systematisch aufzubauen. Die halbe Stelle passt für mich wunderbar, denn so habe ich Freiräume für andere Projekte. Mit dem Job beim Transition Netzwerk habe ich ein Teilziel erreicht, mit einem beruflichen Wirken meinen Anteil zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen.
    • Ich bin ebenso seit einem halben Jahr als freiberuflicher Coach für das Institut für berufliche Bildung IBB AG aktiv und begleite arbeits- und sinnsuchende Menschen in ihrer Neuorientierung.
    • Seit Wintersemester 2016/2017 habe ich einen Lehrauftrag an der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema „Gemeinwohl-Ökonomie und Nachhaltig wirtschaften“ und hoffe sehr, dass ich diesen fortsetzen darf.
    • Seit knapp zwei Jahren bin ich sogar als Teamleader im human trust unterwegs und begleite Trustees in Hannover auf ihrem Weg.
    • Seit einem halben Jahr schreibe ich regelmäßig für das Online-Magazin compassioner zu Themen der Gemeinwohl-Ökonomie, der Transition Towns und der gesellschaftlichen Transformation.
    • Nachdem ich jahrelang darauf herumsinniert habe, arbeite ich jetzt tatsächlich an einem Buch -und habe jetzt kurz nach Weihnachten sogar einen Verlag dafür gefunden. => Allein dieses Ergebnis ist schon der OBERHAMMER!
  • Schließlich: In meiner Wahrnehmung bin ich generell gelassener, souveräner und vor allem: wesentlicher und wesentlich selbstwirksamer geworden.

Natürlich habe ich noch viele weitere Baustellen. Vor allen Dingen mag ich noch viel mehr Balance in mein bisher sehr auf meine Beruf(ung) orientiertes Leben bringen – und ich lege hier auf diesem Blog – voraussichtlich im Laufe des Januars 2017 – auch noch meine Baustellen offen. Doch ich kann für mich sagen: Die Mitgliedschaft im humantrust lohnt sich für mich in jeglicher Hinsicht, sie ist mein tägliches Erinner-Mich.

Kickstart

Für wirklich alle Lebensbereiche? Wie funktioniert das mit dem humantrust denn genau?

Starkes ICH – Starkes WIR – Starke WELT
– das ist das Motto des humantrusts und um diese drei großen Themen geht es auch – und zwar umfassend. Es ist hier also nicht nur Egoshow angesagt. Doch wie funktioniert das? Durch die integrale Anlage, die konsequent umgesetzt ist – und zwar dadurch, dass jeder Tag einem bestimmten Thema zugeordnet ist und Du täglich morgens einen Impuls erhältst – als Einladung, Dich damit zu beschäftigen – und zwar:

  • Montags zum Thema Erfolg
  • Dienstags zum Thema Körper
  • Mittwochs zum Thema Arbeit
  • Donnerstag zum Thema Beziehung
  • Freitags zum Thema Deine Verantwortung in der Welt
  • Samstags zum Thema Glück
  • Sonntags zum Thema Seele

Zusätzlich gibt es einmal wöchentlich ein Life-Video von Veit Lindau unter dem Motto „OPUS – Meisterwerk Deines Lebens“, in dem er ein (Übungs-)Thema der Woche anbietet und – nachdem er auf Fragen von uns Trustees eingegangen ist – dieses zumeist mit einer integrierenden Meditation abrundet.  Zusätzlich gibt es viele Kurse, die jeweils einen Aspekt oder mehrere Aspekte miteinander verworben thematisieren und in vielen Übungen vertiefen, bspw.

  • Think Big Evolution – einen Kurs zu Entfaltung Deiner Selbstwirksamkeit
  • The Call – eine Entdeckungsreise für Deine Berufung
  • Love Revolution thematisiert Deine Liebes- und Beziehungsfähigkeit
  • Guter Reichtum lässt Dich erforschen, wie reich Du bereits bist und wie Du mehr (im)materiellen Reichtum generieren kannst
  • und viele Kurse mehr. Die meisten davon sind tatsächlich kostenfrei.

Durch die vier Jahre Human Trust /Living Master Club ist mittlerweile ein reichhaltiges Buffet, eine Bibliothek an Videos und Audios entstanden, aus der sich alle Trustees nach Bedarf bedienen können. Zusätzlich gibt es hunderte von Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen – bspw. habe ich gerade eine Selbsthilfe-Gruppe von Eltern von Transgender-Kindern entdeckt. Es kommen ALLE THEMEN auf den Tisch. Hier stärken sich wache Menschen miteinander-füreinander. Niemand ist hier falsch oder richtiger… Auch das Online-Magazin compassioner trägt zur Themenvielfält und „Diskursivität“ bei – und glaub mir, im trust entstehen über die compassioner-Artikel noch ganz andere, tiefgehendere Diskussionen, als Du das „von außen“ erahnen kannst.

Gemeinsam mit Katinka begleite ich Dich im „Salon für Deine Seele“

Schließlich gibt es noch über 200 Teamleader – vorwiegend im deutschsprachigen Raum, die in lokalen Gruppen wirken. In Hannover sind wir (ich glaube) acht Teamleader – und ich bin einer davon – und ich freue mich, Dich gemeinsam mit meiner Freundin Katinka van der Meulen mit dem „Salon für Deine Seele“ zu begleiten. Ich schreibe in Kürze noch mehr darüber.

Für mich ist der humantrust weit mehr als „narzistisches Erfolgs-Chi-Chi“, das drückt auch schon sein Name „humantrust = Vertrauen in uns Menschen“ aus. Ich bin fest davon überzeugt: Bei den Herausforderungen, die wir derzeit auf unserem Planeten haben, brauchen wir neue lernende Gemeinschaften, in denen wir uns gegenseitig stärken und gemeinsam miteinander wachsen, um unsere Potenziale zu wecken. Das Internet unterstützt bei der digitalen Vernetzung und dabei, Wissen zu teilen – und wenn wir uns darüber hinaus vor Ort vernetzen können, dann stärkt das ungemein. Der humantrust ist eine dieser essentiellen lernenden Gemeinschaften.

Gibt es Alternativen zum humantrust?

Natürlich ist der humantrust nicht die einzige Plattform dieser Art. Gerade in diesen Tagen etablieren sich  ähnliche Communities wie der humantrust, wie zum Beispiel:

… und vermutlich noch einige mehr, die ich selbst noch nicht kenne. Dieses „Community-Building“ entspricht also tatsächlich den Zeichen der Zeit, unserer Sehnsucht, uns selbst und diese Welt zu heilen, denn es geht schon lange nicht mehr nur um Dich allein. Da ist etwas Größeres im Aufbruch. Also…

… worauf wartest Du noch?

Wir Menschen der westlichen Welt sind so reich.
1 Euro pro Tag sind Peanuts.
Ich finde es hingegen wichtig und fast überlebensnotwendig,
dass jede/r von uns an ihrer und seiner Potenzialentfaltung arbeitet,
denn wir haben diese Freiräume
– nicht für unser Ego-Erfolgsding,
sondern damit jede und jeder von uns seinen Teil zur Transformation
und Befreiung unserer Gesellschaft beitragen kann.
Denn vielleicht ist das unser Weg, der Welt einmal das zurück zu geben,
dass wir uns auf Kosten anderer genommen haben.
Denn das ist ein Schmerz, der tief in vielen von uns wohnt
den wir nicht so gern anschauen,
der ganz beharrlich inwändig nach uns ruft.
Er wird nicht aufhören und sich zeigen. Auch bei Dir.

Also: Machst auch Du Dich auf den Weg?
Wenn Du in den humantrust, findest begleite ich Dich gern – ein kleines oder sogar auch längeres Stück Deines Weges. Interesse bekunden kannst Du hier:
www.humantrust.com 

Danke, 2016! Die andere Seite der Medaille

Vintage typewriter on white background with text thank you 2016.

fotolia.de / Urheber: farizun amrod

Von vielen habe ich gehört und gelesen, dass dieses Jahr ziemlich stürmisch und manchmal auch unerfreulich war.

Wenn ich auf die „gesamtgesellschaftliche Entwicklung“ schaue, dann nehme ich auch durchaus Zwiespältiges war: Wieder aufkeimende Angst vor dem Fremden, Brandmarkereien und Verunglimpfungen, Schrecken und Gewalt verbreitender Terrorismus und einen neuen US-Präsidenten, der einem mit seinen rohen Äußerungen ebenfalls Angst machen kann.

Doch das ist die eine Seite der Medaille. Die andere kann sich sehen lassen: Es ist so viel im Aufbruch! So viele Alternativen finden positive Resonanzen, werden sogar in Leitmedien aufgegriffen: Die Gemeinwohl-Ökonomie und die Transition Town Bewegung haben in über 40 Ländern Verbreitung gefunden. In Deutschland führen wir gerade eine Befragung der Transition Towns durch – wir wissen, dass es hier etwa 100 lokale Initiativen in Deutschland gibt – dazu unzählige weitere Projekte, die in eine ähnliche Richtung gehen. Der Jahresrückblickspost von Transition Town Frankfurt auf deren Facebookseite zeigt exemplarisch, was da „von unten“ passiert. Schaut mal hin. Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) zählt aktuell 122 Mitgliedsbetriebe, es gibt Repaircafés, Gemeinschaftsgärten, Alternative Wohnprojekte …. so vieles mehr….

2016 durften wir beginnen, diesen Schatz zu heben. (Ich bin schon seit 2013/2014 dabei.) Dass wir dabei eine Förderung des Umweltbundesamtes erfahren und dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mittlerweile ein Förderprogramm auflegt, das solche Graswurzelbewegungen direkt adressiert, ist für mich ein weiteres Zeichen, dass es nicht nur in die eine Richtung geht.

2017 wird das alles noch viel sichtbarer werden. Ich bin jeden Tag von Neuem so tief dankbar, dass ich Teil dieser Bewegung sein darf, sie mit zum Erblühen bringen darf – das bringt mich selbst zum Strahlen. Gleichzeitig fühle ich eine große Verantwortung, die manchmal ganz schön drückt.

VON GANZEN HERZEN DANKE AN ALLE
die diese Aufbruchsreise mit möglich machen. Ich bin so froh, dabei zu sein. Ich verzichte jetzt mal auf Namensnennungen – es wären zu viele 😉.

Jetzt freue mich ich auf 2017!
Ich habe mir gerade eine Auszeit genommen und bin gut vorbereitet :-). 2017 wird dieser Schatz immer mehr sichtbar. Heute Abend wird dazu mit den besten Menschen gefeiert. DANKE AUCH AN EUCH

Facebook als Möglichkeitsraum – warum gerade ich als Aktivistin Facebook bewusst nutze

Erworben bei fotolia.de / Urheberin: Gesina Ottner

Erworben bei fotolia.de / Urheberin: Gesina Ottner

Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.1)Ich muss gesehen, ich habe hin- und herüberlegt, ob dieses Zitat verwenden soll – zumal noch an so prominenter Stelle. Denn Facebook ist für mich nichts „Böses“ an sich. Facebook ist für mich einfach ein Angebot – das mensch sich entscheidet anzunehmen und dann als digitalen Raum zu nutzen. Ich nutze es dennoch, weil es Dich vielleicht triggert, weiter zu lesen.
(Edmund Burke)

„Facebook – Du bist auf Facebook? Und dann auch noch so aktiv? Facebook – die berauben Dich doch all Deiner Daten und verkaufen sie weiter. Facebook weiß alles über Dich und manipuliert Dich. Außerdem wird da doch nur rumgepöbelt: ein Shitstorm nach dem anderen. Was wir brauchen ist ein alternatives digitales Netzwerk, eine Alternative zu Facebook, wo uns niemand reinpfuschen kann.“

Facebook – das ist das böse Netzwerk2)Interessant, auf was man bei einer einfachen Googlelei so stößte. Die Zeitung „Der Westen“ hat bereits im Jahr 2011 einige – auch wissenschaftlich fundierte Argumente – gesammelt, warum Facebook „das Böse“ sei: http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/warum-facebook-boese-und-gemein-ist-id4810086.html
Diese Meinung höre ich oft – gerade von Menschen, mit denen ich eng zusammen arbeite. Einige von ihnen lehnen Facebook komplett ab und haben erst gar keinen Account, andere konzipieren sogar Alternativen. Um den 9./10.12. herum findet beispielsweise in Berlin im Supermarkt eine sehr interessante Veranstaltung zum Thema „Plattform Cooperativsm“ statt, die genau um dieses Thema kreist.

Ich selbst bin der Tat sogar sehr aktiv auf Facebook – sowohl auf meinem eigenen Profil als auch auf den Facebookseiten für die deutsche Transition Town-Bewegung und (zumindest temporär seit August 2016 bis ca. Februar 2017) für die Gemeinwohl-Ökonomie. Und ich hoffe sehr, dass sich in den kommenden Monaten für beide Bewegungen Social Media Teams aufbauen, die sowohl die Facebookseiten befüllen und darüber hinaus sogar weitere digitale Netzwerke, wie bspw. Instagram.3)Drückt mir die Daumen, dass wir das schaffen. Denn ich werde mich in 2017 mich auf anderen Kommunikationsfeldern tummeln.

Warum agiere ich so?
(Ich betone, dass dies hier meine Einzelmeinung ist, weder die der Transition Town-Bewegung noch die der Gemeinwohl-Ökonomie.)

Für mich sind digitale Netzwerke Möglichkeitsräume:

  • Plattformen, an denen ich die Positionen, für die ich stehe, publizieren kann,
  • Orte, an denen ich informiere und zur Diskussion stelle,
  • Netzwerke, in denen ich mich mit Gleichgesinnten verbinde,
  • Marktplätze, auf denen ich die Gelegenheit habe, die Gruppierungen, in denen ich mich bewege, sowie die Werte und die Aktionen, für die ich stehe, sichtbar zu machen.

Wenn ich diese Plattformen nicht nutze, bin ich dort nicht sichtbar. Dann sind möglicherweise nur die Positionen, Gruppierungen, Werthaltungen vertreten, die vielleicht sogar die Positionen und Aktionen für die ich gehe, verneinen. Damit hätte ich also eine Chance vertan, wenn ich mich dort nicht tummelte. Und: was passiert wohl, wenn wir neuen sozialen Bewegungen dort nicht präsent sind? Richtig: Die Alternativen werden nicht gesehen und stehen nicht zur Diskussion.

Also: Lasst uns Facebook fluten…

Das Feld Facebook nicht zu nutzen, ist meiner Ansicht nach töricht. Denn auf Facebook (und vielleicht sogar zur Zeit noch mehr auf Instagram) tobt das digitale Leben. Dort sind Menschen erreichbar. Wir können natürlich unsere eigenen reinen digitalen Dörfer bauen, nur schotten wir uns dann ab und bleiben „unter uns“. Ich weiß nicht, ob wir das wirklich wollen – und ob es dem Ziel der großen Transformation, die wir ja anstreben (?) wirklich dienlich ist. Wir sollten vielmehr dieses „Feld“ nutzen und nicht brach liegen lassen – im Gegenteil: Wir sollten es nutzen, wir sollten es fluten, mit dem, was wir zu sagen und zu bieten haben!

… und dabei wertschätzende digitale Kommunikationsstile kultivieren

Damit meine ich nicht, dass wir uns der „Shitstorm“-Gepflogenheiten bedienen sollten, die von einigen Menschen, die auf Facebook unterwegs sind, praktiziert werden. Wir sollten mit der wertschätzenden kommunikative Grundhaltung auftreten, die wir auch in anderen Kommunikationsfelder für uns kultiviert haben. In der Transition Town Bewegung ist dies die Transition Charta, in der Gemeinwohl-Ökonomie gibt es einen Kommunikations-Kodex. Auch damit machen wir einen Unterschied und zeigen Alternativen auf. Sehr fein und inspirierend hat sich übrigens kürzlich auch Veit Lindau mit diesem Thema beschäftigt im Blogartikel „Märkte sind Gespräche – und Du erschaffst sie mit“. Sehr differenziert setzt ich , Autorinnen-Kollegin im Online-Magazin compassioner mit dem Für und Wider zu Facebook auseinander im Blogartikel „Wie Du Facebook für Deine persönliche Entwicklung nutzen kannst.“

Viele Kommunikations-Wege führen in eine bessere Welt

Übrigens, auch wenn Facebook und Co. für mich wirkungsvolle Transportmittel sind: Ich finde es großartig und unbedingt notwendig, dass es digitale Pionier*innen gibt, die Alternativen zu Facebook entwickeln. Herzlichen Dank an all, die diese wertvolle, oft mühsame Arbeit machen.

So braucht es wohl beide Wege:
Das Erbauen neuer Häuser als auch das „Einnisten“ in die alten.
Und keiner dieser Wege ist besser oder schlechter.

 

Und noch ein PS, das zugleich auch eine große Herausforderung darstellt:
Wer viele Kommunikationswege wählt, braucht viele Mitgestalter*innen – deswegen macht bei uns mit, wir können viele Ko-Kreateur*innen und Ko-Kommunikateur*innen gebrauchen.

 

Jetzt interessiert mich natürlich Eure Meinung:

Wie seht Ihr das?
Seid Ihr auf Facebook und in digitalen Netzwerken unterwegs?
Wie seid Ihr dort unterwegs?
Welche Meinung habt Ihr dazu?

Interessierte Grüße,

Steffi.

References   [ + ]

1. Ich muss gesehen, ich habe hin- und herüberlegt, ob dieses Zitat verwenden soll – zumal noch an so prominenter Stelle. Denn Facebook ist für mich nichts „Böses“ an sich. Facebook ist für mich einfach ein Angebot – das mensch sich entscheidet anzunehmen und dann als digitalen Raum zu nutzen. Ich nutze es dennoch, weil es Dich vielleicht triggert, weiter zu lesen.
2. Interessant, auf was man bei einer einfachen Googlelei so stößte. Die Zeitung „Der Westen“ hat bereits im Jahr 2011 einige – auch wissenschaftlich fundierte Argumente – gesammelt, warum Facebook „das Böse“ sei: http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/warum-facebook-boese-und-gemein-ist-id4810086.html
3. Drückt mir die Daumen, dass wir das schaffen. Denn ich werde mich in 2017 mich auf anderen Kommunikationsfeldern tummeln.

Hunger auf Veränderung

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Hunger auf Veränderung – unter diesem Titel veranstaltet heute am 19.11.2016 die Bündnis 90 /Die Grünen Bundestagsfraktion eine Konferenz zur Zukunft der Landwirtschaft.

Sehr spannend  – was ich in Eurem Programm vermisse, sind Aktivist*innen, die schon jetzt eine bessere Landwirtschaft praktizieren – wie etwa jemand vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) – bspw. den Hof Tangsehl oder auch Vertreter von den Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. oder auch ganz konkrete Beispiele wie sie sich bspw. beim Lernort Naturgemäße Landwirtschaft auf Hof Luna finden oder auch Betriebe, die eine Gemeinwohl-Ökonomie-Bilanz erstellt haben (der gesamte Bioland-Verband hat übrigens bereits eine GWÖ-Bilanz erstellt).

Solche Projekte brauchen Sichtbarkeit und Schulterschlüsse.

Nutzt das und macht Politik für uns!

 

 

PS:
Bezogen auf die Sustainable Development Goals geht es bei dem Thema übrigens um die SDG 2 (Hunger beenden), 12 (Verantwortungsvolle Produktions- und Konsummuster) und 15 (Biodiversität fördern)

Neue Werte für die Wirtschaft oder: Plädoyer für ein Wirtschaftswunder 2.0

Beautiful blue sky background with clouds and sun

Ein Beitrag zur Werte-Woche im Compassioner

Liebe, Würde, Authentizität, Vertrauen, Ehrlichkeit, Genuss –  all dies sind Werte, die sicherlich jede*r von uns – natürlich in unterschiedlicher Gewichtung – in seinem Leben als zentral erachtet und auch als „Leitsterne“ beachten mag. Und wie ist es um die zentralen, wirklich verbindlichen Werte in unserer Wirtschaft bestellt?

Nach den Rahmenbedingungen unserer heutigen Wirtschaftsordnung ist der monetäre Profit der höchste (Wirtschafts-)Wert, denn der Gewinn eines Unternehmens ist der wichtigste und zentrale Faktor für seinen Erfolg. Weil der Fokus genau lediglich auf den Profit gerichtet ist, werfen Unternehmen oft Werte über Bord, die ihnen eigentlich wichtig wären. Werte, die in unserem alltäglichen Leben zentrale Bedeutung haben – fast so, als wäre unsere Wirtschaft losgelöst von unserem eigentlichen Leben. Ein „wert-achtloses Agieren“ hat null Konsequenzen, im Gegenteil – Unternehmen werden dafür eigentlich belohnt, denn: Unternehmen, die effizienter produzieren, die ihre Erzeugnisse kostengünstiger anbieten können, erzielen höhere Gewinne, sind kreditwürdiger, können weiter wachsen… und diese Spirale dreht sich immer weiter.1)Ich gehe jetzt einmal nicht auf das Thema CSR und Leitbildentwicklung und Corporate Identity-Prozesse in Unternehmen ein, denn natürlich gibt es mittlerweile ein Bewusstsein für diese Schräglage, ein werte- oder gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu führen, ist jedoch eine freiwillige Aktion.

Die Frage ist, was das mit uns und unserem Wertesystem macht,
die Frage ist auch, ob das so bleiben muss
oder ob es nicht doch einen integrierten Weg gibt,
ein Unternehmen sowohl finanziell tragfähig und erfolgreich zu führen
als auch die eigenen zentralen Werte zu bewahren
oder sogar ins Zentrum des wirtschaftlichen Schaffens zu stellen.

Immer mehr, immer mehr – um welchen Preis?

  • Muss es denn wirklich sein, dass Textilien in Bangladesh zu menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden, damit wir sie für 6,00 Euro irgendwo am Grabbeltisch erstehen können?2)Und bitte, liebe Gegenbeispielsortierer, ich möchte jetzt keine Kommentare hier haben, dass wir den Menschen in Bangladesch doch Arbeitsplätze verschaffen, das ist zynisch und widerwärtig – lest Euch mal den oben verlinkten Artikel – Stichwort: menschennwürdige Bedingungen – durch, dann werdet Ihr anders darüber denken.
  • Passt es denn, dass Menschen mancher Ausbildungen auch in hier in Deutschland – trotz Mindestlohngesetzgebung – von einem Job allein nicht mehr leben können und unter dabei immer drastischeren Bedingungen arbeiten müssen – ohne Pausen, gemobbt, ständig in der Angst, ersetzt zu werden, weil „jemand anders die Arbeit mit Kusshand machen würde“?3)Bitte auch hier keine Gegenreden, ich habe schon genug Klienten begleiten, die genau das beschreiben.
  • Muss es denn eigentlich wirklich alles nach dem Prinzip „Höher, schneller, weiter“ funktionieren oder könnten wir nicht auch mal einfach „halblang“ und mit Müßiggang arbeiten?
  • Wollen wir wirklich Fleisch und auch Gemüse essen, das buchstäblich unter KZ-Bedingungen zu uns auf den Essenstisch gelangt? 4)Wenn Du es Dir vor Augen führen willst, bitte schau Dir mal die Doku „We feed the world“ an.
  • Wieviel sind uns eigentlich die Ressourcen unsere Planeten wert? Dürfen wir unbegrenzt über sie verfügen und können sie einfach so nehmen? Oder brauchen sie mehr Achtsamkeit, einen respekt- und würdevollen Umgang?5)Die Planetary Boundaries sprechen ja eine sehr deutliche Sprache, dass es so nicht weiter geht – lies Dir mal folgenden Artikel des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durch:  https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/vier-von-neun-planetaren-grenzen201d-bereits-ueberschritten

Um welchen Preis machen wir unsere Arbeit und unsere Wirtschaft eigentlich so?
Muss das alles und noch viel mehr wirklich so sein oder geht das nicht auch ganz anders?

Argumente, dass wir Wachstum brauchen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen (wie es der eine oder andere Politiker immer wieder einbringt), ziehen nicht mehr. Das gleicht einem „Das haben wir immer schon gemacht, deswegen muss es auch so bleiben.“ Es gibt genügend Szenarieren, die zeigen, dass genug für uns alle da ist und zwar alle Menschen auf der ganzen Welt (und ja: natürlich auch Arbeitsplätze!) – wir bekommen „nur“ die Verteilung nicht richtig hin. Die Zeiten eines Wirtschaftswunders, das auf einem Wachstumsmotor beruht, sind in den westlichen Ländern eigentlich schon spätestens seit den 80er Jahren vorbei.

Es ist in den reichen Ländern Zeit für ein neues Wirtschaftswunder 2.0,
das Werte anders bemisst, das andere Wertschätzungen ins Zentrum rückt
und bessere Verteilungen des Reichtums ermöglicht.

Mittlerweile gibt es einige Konzepte, wie sich Wirtschaft anders gestalten und an Werten orientieren könnte, die mit unseren „Lebenswerten“ im Einklang stehen: das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie natürlich oder auch das REconomy-Projekt der Transition Town-Bewegung. Natürlich sind sie noch im Stadium eines Reallabors – sie werden tatsächlich ins real existierende Wirtschaftsleben hinein erprobt und sukzessive verbessert – doch legen sie schon einmal Grundsteine, die weiter entwickelt werden können. Was es vor allen Dingen aber auch braucht, sind Rahmenbedingungen, die Konsequenzen schaffen und Unternehmen belohnen, die das planetarische Gleichgewicht sowie die Würde von Menschen, Tieren und unserer Mitwelt achten und sie nicht mit Füßen treten.

Doch dass es diese gesetzlichen Infrastrukturen noch nicht gibt,
soll kein Argument dafür sein, nicht jetzt schon anzufangen,
sein Unternehmen an anderen Werten als dem des Profits auszurichten.
Das kann der Anfang einer Umwälzung sein…
Also bist Du mit Deinem Unternehmen dabei –
Teil einer Bewegung, die die Wirtschaft schon jetzt anders besser macht? 

 

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Diesen Artikel habe ich Rahmen der Wertewoche des Online-Magazins Compassioner geschrieben. Seite einer knappen Woche werden dort täglich Beiträge zum Thema Werte aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen publiziert- Als Autorin, die dort regelmäßig veröffentlicht, wollte ich meinen ganz eigenen Beitrag dazu leisten. Über folgende Wertethemen sind im Compassioner zum Teil sehr lesenswerte Artikel erschienen:

Vielleicht magst Du Dich auch an Deiner Umfrage „Was ist Dein wichtigster Wert?“ beteiligen, die Chefredakteurin Susanne Nadler gestartet hat. 

References   [ + ]

1. Ich gehe jetzt einmal nicht auf das Thema CSR und Leitbildentwicklung und Corporate Identity-Prozesse in Unternehmen ein, denn natürlich gibt es mittlerweile ein Bewusstsein für diese Schräglage, ein werte- oder gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu führen, ist jedoch eine freiwillige Aktion.
2. Und bitte, liebe Gegenbeispielsortierer, ich möchte jetzt keine Kommentare hier haben, dass wir den Menschen in Bangladesch doch Arbeitsplätze verschaffen, das ist zynisch und widerwärtig – lest Euch mal den oben verlinkten Artikel – Stichwort: menschennwürdige Bedingungen – durch, dann werdet Ihr anders darüber denken.
3. Bitte auch hier keine Gegenreden, ich habe schon genug Klienten begleiten, die genau das beschreiben.
4. Wenn Du es Dir vor Augen führen willst, bitte schau Dir mal die Doku „We feed the world“ an.
5. Die Planetary Boundaries sprechen ja eine sehr deutliche Sprache, dass es so nicht weiter geht – lies Dir mal folgenden Artikel des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durch:  https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/vier-von-neun-planetaren-grenzen201d-bereits-ueberschritten

Ich bin übrigens Milliardärin – und was das vielleicht mit der Rettung unseres Planeten zu tun hat

Erworben bei fotolia.de / Urheber: larshallstrom

Vor kurzem war Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut: Es ist in der Tat sehr besorgniserregend, wie sehr die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Ungefähr 10 Prozent aller Menschen unserer Weltbevölkerung lebt in extremer Armut. Zwar ist diese Zahl in den vergangenen Jahren sehr gesunken1)http://www.tagesspiegel.de/politik/armut-in-der-welt-anteil-der-extrem-armen-sinkt-unter-zehn-prozent/12408146.html, doch wirst Du mir beipflichten: Auf einem Planeten, auf dem genug für alle da ist, darf das überhaupt nicht sein. In unserem Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gilt jeder 4. bis 6. Menschen als armutsgefährdet (das betrifft Menschen, die weniger als 942,00 Euro monatlich zur Verfügung haben).2)https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10154668129060680/ Das finde ich besonders eklatant, denn wir könnten eine gerechte Verteilung der Reichtümer wirklich besser hinbekommen.

Aber wie kommt es, dass ich mich als Milliardärin fühle?
Und was hat das damit zu tun, dass wir hoffentlich zukünftig eine gerechte Verteilung der Reichtümer dieser Welt anders hinbekommen?

Neulich habe ich eine Übung zum Thema Reichtum gemacht, die mich sehr beeindruckt und in mir etwas „verschoben“ hat: Daneben, all seine materiellen Reichtümer und Schulden aufzulisten, galt es in dieser Lektion, sich einmal all seiner Fähigkeiten, seiner Beziehungen und seiner bisherigen Lebenserfahrungen bewusst zu werden. Indem ich all das aufgelistet habe, bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Mein Vermögen beträgt über 25 Milliarden Euro (aber eigentlich verfüge ich geschätzt über einen unendlichen Reichtum…). Mach vielleicht auch Du einmal diese Übung für Dich:

  • Was ist Dir Dein eigenes Leben wert?
  • Wie viel ist es Dir wert, dass Du Deine Liebsten an Deiner Seite hat?
  • Was ist es Dir wert, dass Du lieben, lachen, laufen, sehen, hören, schmecken und riechen kannst…?
  • Wie viel sind Dir all Deine bisherigen Lebenserfahrungen wert?

Selbst wenn Dir das komisch vorkommt, und Du Dich dagegen sträubst, Dein eigenes Leben zu Form von Geld zu bewerten.. Ist es nicht verblüffend, wie sehr sich Dein Verhältnis zu Deinem materiellen Reichtum verändert?3)Ich finde übrigens, dass das Wort „Humankapital“, dass ja manchmal in Personalabteilungen herumkreist, dadurch noch einmal eine andere, wirklich wertvolle Bedeutung erfährt…  

Dein innerer Reichtum… und was er mit einer besseren Welt zu tun hat

Wenn ich jetzt weiter denke und mir dann überlege, was wir alles damit anfangen können, wenn wir uns dieser immateriellen Reichtümer bewusst sind… Wir könnten sie einsetzen, um damit den Reichtum anders zu verteilen, weil wir um andere Reichtümer wissen. Das heißt nicht, das die Armen in „Luft und Liebe“ glücklich werden sollen. Das verändert aber sehr wohl unser Wertebewusstsein, das verändert unsere Verantwortung, das verändert unser Handeln. Denn wenn Du Deinem eigenen Leben mutmaßlich einen solch hohen Wert einräumst, dann ist jeder andere Menschen doch sicher genauso viel Wert, oder? Und dann würdest Du vermutlich auch sehr viel dafür tun, dass es allen anderen Menschen ebenfalls gut geht, oder? Außerdem: Wenn Du Dir Deines inneren Reichtums bewusst bist, musst Du dann noch immer mehr materieller Reichtümer anhäufen anstatt dafür zu sorgen, dass andere Menschen auch selbst Reichtum erfahren. Reichtum zu erlangen, ist dann sicher mehr als „Chacka-Chacka, die Millionen scheffeln“, oder?

Ich glaube, dass dieses andere Bewusstsein etwas verändern wird. Deswegen wünsche ich mir, dass sehr viele Menschen, diese anderen Formen des Reichtums für sich entdecken und nicht ausschließlich auf äußeren Reichtum fokussieren. Übrigens sind wir priviligierten Menschen aus den reicheren Ländern ganz besonders in der Verantwortung, diese Dimension des inneren Reichtums weiter zu verbreiten, denn wir leben in dem Luxus, diesen bewusst erfahren zu dürfen. Vielleicht hast Du ja schon einmal vom Maharishi-Effekt gehört (der allerdings nicht ganz unmstritten ist): Durch transzendentale kollektive Meditation gingen die Kriminalitätsrate, die Zahl der Autunfälle und Krankenhauseinlieferungen zum Zeitpunkt der Meditationen zurück.4)Mehr dazu: http://meditation.de/bessere-welt/

Ich hoffe, dass diese Überlegungen nicht zu zynisch für Dich klingen. Ich glaube fest daran, dass damit ein Unterschied zu erreichen ist, dass die Armen materiell reicher werden und wir Reichen an „inneren Werten“ gewinnen.

Also: Auch wenn das wissenschaftlich mit Sicherheit nicht nachweisbar ist: Ich glaube, mit diesem anderen Bewusstsein wird es möglich sein, diese Welt für alle Menschen wirklich reicher zu machen. Bist Du dabei?

 

PS:

Diese Übung habe  ich im Rahmen des Kurses „Guter Reichtum“ von Veit Lindau gemacht, an dem ich gerade teilnehme. Auch Du möchtest mehr äußeren und inneren Reichtum in Deinem Leben erschaffen? Dann teste doch mal… Vielleicht sind diese Lektionen auch etwas für Dich. Oder Du findest andere Wege, diese Themen für Dich zu lösen. In jedem Fall wünsche ich mir, dass wir andere Wege finden, unsere Arm-Reich-Schere aufzulösen, als auf die Reichen, die Politiker und/oder dasSystem zu schimpfen und unsere vermeintliche Armt zu beklagen…

References   [ + ]

1. http://www.tagesspiegel.de/politik/armut-in-der-welt-anteil-der-extrem-armen-sinkt-unter-zehn-prozent/12408146.html
2. https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10154668129060680/
3. Ich finde übrigens, dass das Wort „Humankapital“, dass ja manchmal in Personalabteilungen herumkreist, dadurch noch einmal eine andere, wirklich wertvolle Bedeutung erfährt…  
4. Mehr dazu: http://meditation.de/bessere-welt/

Unterwegs zum guten Leben – Mein Buch- und Medienprojekt

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Mein Buch-Konzept-Wimmelbild „Unterwegs zum guten Leben“

Vor einer guten Woche hatte ich die Chance, mein Buchprojekt „Unterwegs zum guten Leben“ kurz und knackig vor geschätzt 100 Menschen im Rahmen des Workshops „Schreibglück“ zu präsentieren. Jetzt sizziere ich auch hier kurz, um was es bei dem Projekt geht.

Los geht´s…

Wohl die meisten Menschen von uns tragen die Sehnsucht nach einem guten Leben in sich – und zwar nach einem guten Leben, das nicht nur bis zur eigenen Haustür reicht, sondern darüber hinaus geht und integriert für eine bessere Welt wirkt. Ich zitiere hier immer gern die Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann Stiftung, nach der sich mehr als 80 Prozent aller Deutschen eine andere Wirtschaftsordnung wünschen, die gerechter, würdevoller und ressourcenbalancierter ist.1)Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.

Doch wie geht das – ein gutes Leben führen,
ein Leben, das gut ist für mich, für Dich und auch für den Rest der Welt?

Wie kann das wieder in Balance kommen? Das ist doch ein Weltwunder-Projekt, so monumental, so unerreichbar, so unfassbar, dass ein Mensch allein daran scheitern. Und überhaupt: Was kann unsere gemeinsame Orientierungslinie, was könnten gemeinsam Leitsterne sein, die Dich und mich (ver)führen, uns aufzumachen hin zum guten Leben?

Die gute Nachricht ist: Es gibt diese Leitsterne schon!
Mit den globalen Nachhaltigkeitszielen

Vor einem Jahr, im September 2015, ist nämlich etwas Weltbewegendes passiert: Alle 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen kamen zu diesem Zeitpunkt zu einer Konferenz inNewYork zusammen und haben alle miteinander gemeinsam die Globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, willkommen geheißen. Alle 192 Mitgliedsstaaten haben diese Ziele unterzeichnet und sich dazu bekannt, diese Ziele gemeinsam spätestens bis zum Jahr 2030 erreichen zu wollen.

Was für eine Vision! Denn: Diese globalen Nachhaltigkeitsziele sind ein Spiegelbild nahezu all der Riesenbaustellen, die wir auf diesem unserem Planeten Erde in den vergangenen Jahrzehnten produziert haben. Vom Beenden der Armut über die gerechte Verteilung von Lebensmitteln, die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der Rettung der Meere bis hin zur Erhaltung der Artenvielfalt sind mit den globalen Nachhaltigkeitszielen sämtliche Hausaufgaben aufgelistet, die wir zu machen haben, um diese Welt so zu ordnen, damit unsere Kinder und Kinderkinder es hier gut haben – und vielleicht sogar in manchen Dingen noch besser haben als unsere Weltengemeinschaft jetzt. Wenn wir aber das Ruder rumreißen wollen und nicht nur selbst ein gutes Leben leben wollen sondern die auch den nachfolgenden Generationen ermöglichen, dann ist es wichtig, dass jede und jeder mit anpackt. Und dazu bieten die globalen Nachhaltigkeitsziele in ihrer ganzheitlichen Anlage einen idealen Orientierungsrahmen. (Im Artikel: „Das Wunder Weltrettung möglich machen – Deine Weichenstellung und mögliche Leitsterne“ auf diesem Blog kannst Du das etwas tiefer ausformuliert nachlesen).

Und ich habe sogar noch eine weitere gute Nachricht: Die Nachricht von den magischen fünf Prozent
Um dieses Wunder möglich zu machen, müssen wir freilich alle gemeinsam anpacken. Es reicht nicht zu „warten“,was einige Regierungen verzapfen, wir müssen das aktiv einfordern und selbst etwas beitragen. Doch es gibt eine weitere, weitaus beruhigendere Zahl: Es braucht es „nur“ die magischen fünf Prozent, um einen fulminanten gesellschaftliche Veränderung herbei zu führen. Diese Zahl kommt aus der Schwarmforschung, Richard David Precht zitiert sie in seinem Buch „Die Kunst, kein Egoist zu sein“, in einem Interview mit dem Schwarmforscher Jens Krause2)Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225; die Autor*innen Ute Scheub und Annette Jensen haben diese magische Zahl in ihren „Aktionsplan für ein gutes Leben“, dem letzten Kapitel ihres Buchs „Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben“ ebenfalls integriert3)Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304. 5 Prozent einer Weltbevölkerung, das sind 400 Millionen Menschen – so viele Menschen wie in der EU leben. Das wäre doch gelacht, wenn wir die nicht zusammen bekommen, wenn schon hunderttausende Menschen gegen TTIP und CETA auf die Straße gehen. Glaube mir: Wir schaffen das! (Siehe hierzu auch meinen Blogartikel: „Weltrettung meets Mengenlehre – und was Du selbst damit zu tun hast“.)

Und was hat das jetzt mit meinem Medienprojekt
„Unterwegs zum guten Leben“ zu tun?

Richtig, damit mache ich Dir richtig Lust darauf, für eine bessere Welt zu wirken.

Ich will es fühlbar machen, dass das „Abenteuer Weltrettung“ kein Verzichtsprogramm bedeutet, sondern dass es richtig Freude machen kann, diesen Weg zu gehen. Meine „Transportmittel“ dafür sind persönliche Geschichten und Geschichten von anderen Menschen, die schon jetzt für ein besseres Morgen gehen. Und den notwendigen Werkzeugkoffer, obendrein gefüllt mit vielen Tipps, um sofort aktiv zu werden, samt eines inspirierenden Soundtrack des Wandels liefere ich gleich mit.

Hast Du´s gekriegt?
Gefällt Dir das?

Daran arbeite ich, gemeinsam mit Chris Batke und der Illustratorin Tanja Wehr – und ich freue mich ebenfalls, weiterhin Teil der Schreib-Glück-Community zu sein. Das ist für MICH ein Teil MEINES GUTEN LEBENS… 

Und sukzessive gibt es hier mehr dazu zu lesen, zu hören und zu sehen.

In Kürze stelle ich Dir zum Beispiel Chris und Tanja vor…

References   [ + ]

1. Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.
2. Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225
3. Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304