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Das Feuer, in dem ich grad stehe – oder: Ich als Werkzeug…

feuer

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 11
inspiriert von Veit Lindaus Artikel: „In Deinem Feuer stehen – Ostern ganz persönlich nehmen“

Ostern – Zeit des Frühlingserwachens. Die Zeit, in der das alte Jahr sich endgültig verabschiedet, der letzte Schnee vergeht. Zeit, in der Neues entsteht. Bäume und Blumen erblühen, frischer Wind weht uns um die Nase. Sowohl in der Natur und in früheren heidnischen Ritualen, als man mit Osterfeuern die Wintergeister restlos vertrieb, als auch in der christlichen Mystik ist das Osterfest das Fest der Auferstehung, der endgültige Sieg des frischen Frühlings über den Winter. Ein Symbol der Hoffnung.

Ostern persönlich nehmen. Wo stehe ich gerade im Feuer? 

Für mich im Feuer stehen…

… das heißt, für mich selbst einzustehen, mich selbst wichtig zu nehmen. Gerade beginne ich eine integrale Lebenspraxis für mich zu etablieren. (Fast) zum ersten Mal in meinem Leben tue ich etwas nur für mich, für meinen Körper, für mein Wohlsein. Ich tue das nicht, um eine Leistung zu erfüllen, irgendwo zu glänzen, die Beste zu sein, abzuliefern. Ich tu es das wirklich allein für mich.

… heißt auch für meine eigenen Anliegen einzustehen. Seit Jahren rede ich davon, dass ich endlich MEIN Buch schreiben will. Ich spüre sehr deutlich, dass ich etwas Besonderes zu sagen habe, es mit der Welt zu teilen haben.

… bedeutet dabei auch zu zweifeln. Ist das wirklich etwas Besonderes, das ich zu sagen habe? Oder ist es persönliche Eitelkeit? Ist das eines von Millionen von Bücher im Büchermeer? Ist es ein Egotripp? Ist „mein Vers, den ich zum Lebenslied beitragen kann“, wirklich wertvoll?

… bedeutet auch, mir meinen Wert dafür einzugestehen. Ich liebe es zu schreiben. Allein schreiben zu dürfen ist für mich ein Geschenk. Doch wenn ich das so sehr liebe, dann heißt das auch für mich fündig zu sein und Modelle und Wege zu finden, die es mir ermöglichen, davon zu leben.

… heißt auch, mich finden zu lassen.  Ich schreibe, bin ganz da, gehe voll dafür, und es wird sich fügen. Es wird sich zeigen, ob ich wirklich so gemeint bin. Wenn ich wirklich dafür im Feuer stehe.

In diesem Jahr heißt das „Im-Feuer-stehen“ für mich auch noch etwas Weiteres:

Ich stehe gemeinsam mit weiteren Menschen im Feuer für ein gemeinsames Anliegen. Unser Anliegen, das wir gerade für eine weitaus größere Gruppe von Menschen formen – für etwa 600 Menschen, alle Menschen der Menschenlehrer-Ausbildung, zumindest alle, die Lust darauf haben, sich daran zu beteiligen. Ein großer Auftrag, eine große Verantwortung, eine Hüteraufgabe. Als Ich-Wir vor einigen Wochen ganz überraschend den Auftrag dafür bekamen (oder Ich-Wir uns des Auftrags annahmen), ein gemeinsames Anliegen zu formen, erfüllte mich das mit ziemlichem Respekt. Langsam wird etwas sichtbar, der Weg dahin ist bisher leicht, schön und konstruktiv.

Im Nachhören des ersten Ausbildungsabschnitts wird immer klarer, wie zentral dieses Finden des gemeinsamen Anliegens ist. Es zieht sich wie ein Mantra durch die bisherigen Lektionen. Fast mystisch ist auch, dass wir in der Anliegen-Gruppe das Bild eines Baums fanden, der für uns das gemeinsame Anliegen in all seinen Potenzialen verkörpert. Mir war gar nicht (mehr) bewusst, dass die Abschluss-Meditation des ersten Moduls die Geschichte eines Baums erzählt, der in Fesseln liegt, beschnitten ist und dann befreit wird, wieder Zutrauen zu sich selbst gewinnt und sich dann entfaltet. Wie wundersam!

Wunderschön und berührend auch die Menschen, die Anfang März in Hamburg ihre Einzel-Anliegen auf die Bühne brachten. Ich habe daraufhin nochmal selbst die Medition nachempfunden. Mein Wort, das kam, war GEBORGENHEIT. Meine tiefste Sehnsucht in dieser Ausbildung ist es, mir selbst und allen Menschen um mich herum Geborgenheit zu schenken, die bedingungslose Sicherheit, so geliebt zu sein, wie er oder sie gemeint ist. Ich möchte das Gefühl schenken, dass jeder Mensch um mich herum wertvoll ist, dass wir alle miteinander groß und wundervoll sind. 

Jetzt bete ich dafür,

… dass wir es schaffen, wirklich das gemeinsame Anliegen zu finden und es so zu transportieren, dass es möglichst viele Menschenlehrer*innen motiviert und inspiriert, aus diesem Anliegen etwas zu machen

… dass wir es wirklich schaffen, unsere Egos zurückzunehmen, um das Anliegen durch uns hindurch agieren zu lassen

… dass wir dieses Wunder geschehen lassen.

Und so ist mein „Im-Feuer-stehen“ beides: ich stehe für mich selbst im Feuer und ich stehe gemeinsam mit anderen im Feuer für ein Anliegen – und hoffentlich in beiden Fällen so, dass etwas durch mich-uns hindurchwirken kann.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Monate und darauf, was ich am Ende des Jahr 2018 zu erzählen haben werde.

kurs-in-wundern

Das letzte Kapitel meines ersten Menschenlehrer-Buchs – Ein Tag am Ende des Jahres 2018

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 11

einstein

Es ist Samstag, der 08. Dezember 2018 – ein schöner Tag, um dieses ganz besondere Jahr zu feiern. Wir surfen und tanzen zusammen durchs Welt-All in einer Location, die sich Welt-All nennt. Zwei ganz besondere Jahre liegen hinter mir, hinter uns. Gemeinsam konnten wir Geschichte schreiben, haben die Saat für „Neue Sternstunden der Menschheit – Die innere Reise“ mit gelegt. Vor Jahrhunderten entdeckten etwa Christopher Kolombus, Vasco da Gama, Marco Polo und Alexander von Humboldt neue geographische Terrains. Wir gingen auf Bewusstseinsreise, aktivierten neue Areale unseres Seins, eroberten ins uns schlafende Potenziale. Erwachten. Entdeckten neue Bewusstseinsräume. Albert Einstein sagte:

„Kein Problem kann auf der Bewusstseinsebene gelöst werden,
die es geschaffen hat.“

Deshalb sind wir aufgebrochen, um uns neue Dimensionen zu erschließen. Denn wir alle sahen und sehen die Herausforderungen und Probleme, die wir uns selbst geschaffen hatten: ein kollektives Burnout auf vielen Ebenen. Eine erschöpfte Welt. Erschöpfte Menschen. Kriege im Innen und Außen. Ungerechtigkeiten. Ellenbogen. Wir hatten die Ahnung, dass es besser anders geht und machten uns auf. Wir sind ein lebendiges Experiment, entdeckten Räume der Stille inmitten des lauten Lärm um Alles und Nichts, kultivierten die Lust auf ein neues Bewusstsein, das die Balance von Innen und Außen lebt und deswegen die Bestätigung und Status im Außen nicht mehr so nötig hat, freundeten uns an mit unseren Schatten und konnten deshalb immer besser Frieden schließen, mit uns selbst und anderen.

Wir. Heute feiern wir. Ahnend, dass wir unsere neue Menschen-Möglichkeit wahr machen können. Wir haben es in der Hand. Weil wir uns der Schätze unserer Vergangenheit erinnert haben und sie jetzt integrieren können. Wir haben uns als gute Schüler erwiesen und sind selbst zu guten Lehrern gereift. Menschenlehrer. Den Tag haben wir mit einer Zeremonie begonnen, jeder von uns präsentierte kurz eines seiner und ihrer Learnings in einer Performance, jede und jeder wurde gefeiert, gebührend gewürdigt, johlend beklatscht oder erntete beührte Stille für ihre oder sein Wahrhaftigkeit. Jede und jeder bekam dann ganz feierlich ihr und sein Zertifikat überreicht. Jetzt tanzen wir ausgelassen, baden in der Musik, geben uns ihr voll und ganz hin, um uns selbst zu feiern, um die Menschheit zu feiern. Das Jahr 2030 kann kommen. Wir sind bereit. Bis dahin werden wir die Welt in Balance gebracht haben. Ein Versprechen, dass wir nun unseren Nachkommen ganz fest geben können.

Und was war, was ist mein Anteil daran?  Ich bin dabei. „Lass mich Teil einer nachhaltigen (Unternehmer-)Bewegung sein, die die Welt zu einem besseren Platz machen.“ In Anlehnung an einen Tocotronic-Song habe ich vor ein paar Jahren diesen Wunsch ausgesprochen. Jetzt ist er wahr geworden. Das ist das größte Geschenk.

Mein Anteil daran ist fast gar nicht so wichtig. Das größte Geschenk ist es, Teil dessen zu sein zu dürfen. Das gibt Glaube – Liebe – Hoffnung. Das Wichtigste: Ich bin voll und ganz wieder Mensch geworden. Ich stehe zu mir. Ich bin wirklich zum Teil der Veränderung geworden, die ich mir für diese Welt wünsche. Ich habe mit meinen Talenten und Kompentenzen meinen Beitrag dazu geleistet, diese Veränderung herbeizuführen.

Ich habe mein Buch geschrieben, dieses das vor Dir liegt, und vermutlich noch ein anderes. (Da ich dies im Frühjahr 2017 schreibe, vermag ich es noch nicht genau zu sagen. Zum jetzigen Zeitpunkt sage ich: Es werden zwei Bücher sein.) Die Bücher habe ich in erster Linie für mich geschrieben, das war mir sehr wichtig. Weil das rauswollte und meinen Veränderungsprozess formte. Mein Spiegel. Schreiben ist mein Ausdrucks- und Bewusstseinswerkzeug.

Gemeinsam mit anderen habe ich außerdem etwas geformt, das anderen Menschen ein Spielfläche bietet, dieses neue Menschsein voller Lust, Leidenschaft, Freude, Trauer und Wahrhaftigkeit auszuprobieren. Das neue Menschsein entwickelt sich langsam zum Kult, zu einer Art Popkultur. Das neue Menschsein greift um sich – und wir konnten es mit initiieren!

Konkreter mag ich heute, am 13. April 2017, noch nicht werden. Doch ich spüre heute, was alles möglich ist in diesen kommenden knapp 20 Monaten. In dieser Zeit lernt ein Neugeborenes gut laufen und fängt dann langsam an zu sprechen, sich zu artikulieren. Und so bin ich voller Vorfreude auf die nächsten Monate, werde voll und ganz dabei sein und mein Bestes geben, auf dass wir es am 08. Dezember 2018 ordentlich krachen lassen – und all das feiern, was wir bis dahin aufgebrochen haben – in uns und anderen, für die Welt in uns und um uns herum. Ich freue mich auch darauf, am frühen Morgen des 08. Dezember 2018 diese Zeilen hier zu lesen und abzugleichen mit der Realität, in der ich dann lebe werde. Ja, ich mache mir gleich ein Erinnermich in meinen Kalender.

So ist dieser 08. Dezember 2018 zwar ein Abschlussfest, eine Feier von uns Menschenlehrern. Doch in ihm liegt ein entscheidender Anfang: Denn nun tragen wir Menschenlehrer all das, was wir in den vergangenen Monaten gelernt haben, immer weiter in diese Welt und leisten einen Beitrag zu ihrer Transformation. Und auch ich wirke daran. Deswegen mag zwar dieses Kapitel vielleicht das Ende meines ersten Menschenlehrer-Buches bedeuten. Doch ich bin mir sicher, die Geschichte wird in weiteren Büchern fortgeschrieben und davon künden, wie wir diese Welt verändern. Also: Machen wir weiter!

Namasté!     

    

Die Balance finden: Meine Integrale Lebenspraxis – und was sie mit der Weltrettung zu tun hat

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 10

balance

Im Gleichklang zu sein, die Balance zu finden, eine wirklich integrale, ausgewogene Lebenspraxis zu etablieren, ist eine große Herausforderung für mich. Ich bin immer sehr im „Schaffen, Schaffen, Schaffen“ unterwegs, bin im Außen produktiv, arbeite ToDo-Listen ab, sehe, was alles getan werden will oder auch „muss“ und gestehe mir dann meistens nicht ein, dann „auch noch“ Sport zu machen, mich gesund zu ernähren, einmal inne zu halten, zu entspannen. Scheint in meinem vollen All-Tag nicht drin zu sein. So nach dem Motto „Erst die Arbeit und dann…“, nur dass es zu dem „und dann…“ nur äußerst selten kommt.

Weitere Herausforderung ist dabei für mich, dass ich mir gerade seit einigen Wochen eine Schreibdisziplin auferlegt habe: Ich strebe an, jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen, um ein-zwei Stunden an meinem Buch geschrieben zu haben, bevor der All-Tag beginnt. Das hat für mich gerade sehr hohe Priorität.

Wie soll da noch zusätzlich Platz sein für die anderen Aspekte, die ein Leben ins Gleichgewicht bringen könnten? Meinen Körper trainieren, wie banal. Ich bin doch dabei, die Welt zu retten ;-). Glücklicherweise ist mir vor kurzem ein Zitat von Paulo Coelho über den Weg gelaufen.

„Weil sie weiß, dass die Zeit für sie arbeitet,
hat es die Kriegerin des Lichts nie eilig. …
Sie weiß, dass sie an einem entscheidenden Augenblick
in der Geschichte der Menschheit teilhat
und sich selbst ändern muss,
bevor sie die Welt verändern kann.
Daher erinnert sie sich an die Worte von Lanza del Vasto:

„Eine Revolution braucht Zeit, um Fuß zu fassen.“
Eine Kriegerin pflückt eine Frucht erst, wenn sie reif ist.“

Aha, eine Revolution, eine ReLove-ution, an der ich ja teilhaben und sie mitgestalten will, lässt sich also nicht erzwingen, mit 16 Stunden-Tagen erarbeiten. Sondern in Ruhe, Beharrlichkeit und Gelassenheit. Es könnte also sein, die Chance ist tatsächlich da, dass ich JETZT einen heiligen Grund habe, warum eine integrale Lebenspraxis, Körpertraining, mir selbst gut tun, meinen Körper gut nähren, irgendwie doch Sinn macht. Weil all das einzahlt auf diesen großen ganzen Weltenplan, eine Welt in Balance, ein gutes Leben für uns alle. Weil meine Welt in Balance ist zumal ja auch „Anständig Essen“1)Siehe das gleichnamige sehr empfehlenswerte Buch von Karen Duve entscheidend zur Weltrettung beiträgt.

Ich bin wohl ein wenig schräg drauf:
Mein heiliger Grund muss schon die Weltrettung sein,
dass sich bei mir bezüglich einer integralen Lebenspraxis etwas bewegt.
Mir reicht es nicht, 15 Kilo abzunehmen und mir vorzustellen, wie geil mein Körper dann aussieht.
Das ist mir zu banal.

Ich finde, mit meiner Integralen Lebenspraxis – gerade auch mit Gelassenheit, mit einer gesunden Fürsorge für mich selbst, mit kontinuierlichem Körpertraining – einen Beitrag zur Weltrettung leisten zu können, ist wirklich ein guter Grund, diese auch tatsächlich einzuhalten. Wie gut, dass ich Menschenlehrerin bin – mit einem reinen Abnehmwunsch hätte ich ja auch zu Weight Watchers gehen können ;-)…)

Es besteht also noch Hoffnung – auch deshalb, weil mir in den vergangenen Wochen noch etwas Großartiges geglückt ist, dass mich beflügelt und begeistert hat:

Ich habe es tatsächlich geschafft zu fasten
– und es ist mir unfassbar leicht gefallen.
TAUSEND DANK an alle OMEGANER,
was war das für ein großartiger, geglückter Feldversuch!

Und was schrieb Hermann Hesse in seinem wunderbaren Roman Siddharta? Richtig:

Jeder kann zaubern,
jeder kann seine Ziele erreichen,
wenn er denken kann,
wenn er warten kann,
wenn er fasten kann.

Also dann: auf zur Weltrettung! Nach dem Fasten bin ich zwar gelegentlich in alte Ernährungsmuster zurück gefallen, doch seit Montag bin ich wieder am Ball. Jetzt gleich fabriziere ich mir ein leckeres, gesundes Frühstück, lege heute Nachmittag eine (Stokel-)Yogaeinheit ein, arbeite weiter am „Fit ist sexy“-Kurs (auch wenn ich den Titel mal wieder zu banal finde ;-)… würde er „Werde ganz und heil und gelange zum höheren Selbst“ heißen, würde mich das mehr anturnen). Wie gut, dass ich außerdem auch Teil eines tollen Holons bin. Die können mir in den Arsch treten, wenn ich es doch mal wieder nicht packe.

Und? Wie schaut es mit Eurer integralen Lebenspraxis aus?
Retten wir gemeinsam die Welt? 😉

Und bitte – erinnert auch Ihr mich daran, wenn es ich es wieder vergessen sollte: Genau diese Integrale Lebenspraxis ist eine entscheidende Voraussetzung für einen langen Atem und dass ich meine Ziele wirklich erreiche. Haha! Wuuuuhuuuu!

References   [ + ]

1. Siehe das gleichnamige sehr empfehlenswerte Buch von Karen Duve

Eines meiner großen Schattenthemen: Bedeutsam in seinen Schattierungen und ein großes Scheitern

schatten-licht

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Part 8

Zur Zeit beschäftigen wir uns in der integralen Menschenlehrer-Ausbildung mit Veit Lindau mit dem Thema Schattenarbeit.1)Was das ist, kannst im verlinkten Artikel aus der Zeitschrift SEIN nachlesen. Ich werde das Thema in Kürze mit meinen eigenen Worten erläutern. In diesem Artikel mag ich einmal meine eigenen Schatten benennen, denen ich mir teils schon länger, teils aber auch erst seit kurzem bewusst bin. Ich danke für meine Schattenthemen, werde mich ihnen widmen und freue mich, dass sie sich dank Schattenarbeit und meinen weiteren Bestrebungen sicher auflösen werden. Meine Kernschatten-Themen sind:

  • Meine Selbstliebe
  • Bedeutsamkeit
  • Reichtum
  • Mein Körper
  • Meine Weiblichkeit und mein Mutter-Sein:
  • Äußere Ordnung

Diese Schattenthemen werden natürlich auch gerade aktuell durch einige Menschen getriggert, zu denen ich Spannungen spüre. Die will ich hier aber aus Respekt vor deren Privatsphäre nicht benennen. Ich werde sie aber direkt ansprechen und das „aufdecken“. Also let´s go – beschreibe ich mal eines meiner Schattenthemen en detail – die Bedeutsamkeit. Die anderen beschreibe ich sukzessive später:

Bedeutsamkeit oder „Um gut zu sein, muss ich jetzt aber noch…“
Ich war mir schon länger bewusst, dass ich ein Thema damit habe – und zwar tatsächlich in ganz unterschiedlichen Dimensionen. Einerseits sehne ich mich nach Bedeutsamkeit und andererseits habe ich mich oft genug unsichtbar gemacht, könnte schon längst bedeutsamer sein.

Zwei X-Chromosomen zum Trotz?!?
Bedeutsamkeit. Prof. Dr. Gerald Hüther sprach Anfang März bei einer Veranstaltung (ein Tag mit uns Menschenlehrer*innen und den Teamleader*innen im Human Trust in Hamburg) über dieses Thema. Seine These: Männer müssten bedeutsam sein, weil sie nur ein X-Chromosom besäßen und damit die „Fehlschreibungen“ dieses Chromosoms nicht durch ein zweites X-Chromosom aufheben könnten. Das mag richtig sein. Und schon ohne, dass Gerald Hüther das ausgesprochen hatte, wusste ich, was das mit mir zu tun hat: Ich bin eine Frau, aber ich strebe dennoch nach Bedeutsamkeit – obwohl ich ja ein zweites X-Chromosom zum Ausgleich habe. Das ist zum Teil auch in einer Wunde meiner Kindheit begründet, zum Teil ist es aber – zumindest meinem Empfinden nach ein natürliches Streben danach, sichtbar zu sein. Denn wenn wir nur uns selbst genügen, was entwickelt sich dann weiter…?!?

Ich finde, es ist das Recht jedes Menschen, bedeutsam zu sein.
Und wenn sich viel mehr Menschen von uns wichtiger nähmen,
dann wäre diese Welt heller, strahlender.

Hallo, ich bin da. Sieht mich einer?
Mein eigenes Bedeutsamkeits-Thema hat schon einen großen Schatten: Meine Eltern mussten heiraten – wegen mir. Das bekam ich spätestens jeden Geburtstag parallel zu meinen Geschenken „überreicht“.2)Wobei ich auch dazu schreiben mag, dass meine Eltern so wie sie es konnten, sehr liebevoll und fürsorglich mit mir waren, so weit sie es ob ihrer eigenen Schattenthemen konnten. Diese Geschichte würde aber zu weit führen. Kurzum: Ich liebe meine Eltern und alles, was sie für mich getan hat, und ich bin dankbar für meine so freie Kindheit. Es hat geschmerzt. So habe ich viel Zeit meiner Kindheit viel dafür getan, gesehen zu werden (denn das musste ich, weil meine kleinere Schwester sehr krank war und der Großteil der Aufmerksamkeit ihr zufloss): Ich war immer eine der besten Schülerinnen, es gab nie Probleme, ich habe immer gut funktioniert. Offenbar sogar schon als Baby. O-Ton meine Mutter: „Du warst so ein braves Baby, Du hast nie geschrien.“ Nachtigall…

Studium mit links
So setzte sich mein Streben nach dieser Bedeutsamkeit, kombiniert mit einem gewissen anpassenden Funktionieren, fort: die Ausbildung musste ich durchziehen (wollte mein Vater so), ich habe so auch gut geschafft, im Studium war ich eine der Besten, obwohl ich dort gewissermaßen „ausgebrochen“ bin und mich leidenschaftlich für eine Studenteninitiative engagiert habe. Das Studium flutschte wie nebenbei. Außerdem habe ich während meines Studiums insgesamt fünf Praktika absolviert (es gab nur ein Pflichtpraktikum), gejobbt und es trotzdem in zehn Semestern gepackt. Natürlich hat mir das Freude bereitet (ich hatte tolle Praktikumsplätze), gewissermaßen hatte das aber auch damit zutun, dass ich auf Nummer sicher gehen wollte, wirklich „Karriere“ zu machen (was auch immer das heißt: in meiner Vorstellung war das damals ein Managerposten in einem Konzern mein Möglichkeits-Horizont reichte nicht weiter).

Rock´n´Roll im Haifischbecken
In meiner Konzern-Zeit kam das Bedeutsamkeitsthema auch in verschiedenen Facetten auf. Hier musste ich noch mehr um meine Bedeutsamkeit kämpfen. Ich war in einem Bereich  gelandet, in den Viele gern wollten: Im Kultursponsoring, in der Kommunikationsabteilung. Du „musstest“ Dich produzieren. Und so einige Male wurde mir die Butter vom Brot genommen. Etwa als ich eine tolle Veranstaltung, ein Rockkonzert mit Aftershow-Party im Rahmen der Frankfurter Musikmesse organisiert hatte: Bei der Teambesprechung in der Folgewoche stand es an zu berichten, welche Projekt gelaufen waren. Noch bevor ich erzählen konnte, schnappte sich mein damaliger Kollege Kai die Story, heftete sich selbst den Orden ans Revers und plauderte ausschweifend, wie begeistert doch alle Besucher*innen gewesen seien.3)So etwas ist mir übrigens nicht nur einmal passiert. Mich wurmten auch kleine Details: Die Pressemitteilungen und viele Berichte waren von mir geschrieben, doch mein Name war nirgends sichtbar. Autsch!

Die im Dunkeln sieht man nicht oder: Awardverleihung namenlos
Dass das mir bewusst war, war ja schonmal ein Fortschritt. Mir ist es in meinem jüngeren Jahren sogar passiert, dass ich Material von mir habe verwenden lasse, ohne dabei sichtbar zu sein. Für meine Magisterarbeit hatte ich auch auf  Frankfurter Musikmesse und auf der POP.KOMM. eine Befragung durchführen lassen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Die Sponsoring-Agentur, mit der wir damals zusammen arbeiteten (damals die renommierteste Agentur Deutschlands), fragte an, ob sie die Ergebnisse verwenden könnten. Ich bejahte. Sie tauchten groß aufgemacht in einer High-End-Publikation auf – mit der Quellenangabe der Agentur. Ich war nicht vorhanden – und was noch viel schlimmer ist: Es war mir damals darüber gar nicht bewusst. Erst zehn Jahren später, als ich mich daran erinnerte, wurde mir klar, das Material von mir benutzt worden war, und ich nicht darauf bestanden hatte, dass auch ich dabei sichtbar bin. Übrigens wurden „mein“ Konzern und die Sponsoringagentur kurz darauf mit einem bundesweiten „Award“ ausgezeichnet, und ich bin mir sicher, dass meine Forschungen gut dazu beigetragen haben. Immerhin war ich zur Feier eingeladen.

Diese Rüstung passte nicht mehr…
Auch später in meiner Freiberuflichkeit „kämpfte“ ich um diese Sichtbarkeit. Schließlich funktioniert unser Markt ja so, sein Feld zu markieren, Duftmarken zu setzen, unverkennbar zu sein. Die Marketing- und Public Relations-Gesetz kannte und kenne ich gut, ich habe sie studiert und praktiziert. Doch es war immer diese Verkrampfung und der Kampf dabei4)Ich hatte außerdem das Gefühl, als Frau doppelt so viel kämpfen zu müssen, aber das ist nochmal eine weitere Facette.  Ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf zu kämpfen, keine Lust mehr auf diese Rüstung, die nicht zu mir passte. Ich wollte einfach als ich strahlen mit dem, was ich richtig gut kann: tausendundeine Idee haben, Konzepte daraus stricken, mich in Worten ausdrücken, mit Worten verzaubern, mich und andere begeistern, mit allen Sinnen sein, genießend, gebend, liebend. Ich wollte auch richtig weiblich sein. Doch das schien nicht zu gehen. So blieb ich im Business weiter unentspannt, im Kampf-Modus.

Genossen wie wir oder: Musketier-Prinzip mit Ellenbogen
Das trieb dann manchmal seltsame Früchte. ich eckte an, provozierte. Das ging bis hinein in ein großes Scheitern (das gleichzeitig eine große Chance war): In den Jahren 2010-2012 habe ich gemeinsam mit ungefähr 15 weiteren kreativen Freiberufler*innen eine Genossenschaft aufgebaut, DIE.Kommunikationsgenossen eG.5)Das Unternehmen gibt es mittlerweile nicht mehr – und das hat wohl auch seine Gründe. Ich war die Initiatorin und Vorstandsvorsitzende. Wir hatten die Gründung und den Aufbau so richtig gut vorbereitet: mit einer Geschäftsordnung, Arbeitsgruppen (die wir Sokos nannten), einem Leitbild, sogar einem internen Mediator*innen-Trio (ob das am Ende so glücklich war, sei dahin gestellt). Wir waren nominiert für einen Gründerpreis, wir haben Gelder von der Wirtschaftsförderung erhalten. Es schien alles supercool. Wir hatten sogar ein „Genossenschwein“ zu unserem Maskottchen gemacht – Genosse Francois (ein rotbuntes Husumer Protestschwein…) Ich habe mich so richtig reingehängt, alles gegeben. Doch dann eines Tages, ungefähr ein Jahr nach der Gründung, bekam ich einen Anruf von einer Mediatorin, die mir sinngemäß sagte:

„Steffi, es hat Beschwerden über Dich gegeben.
Du weißt ja, wie Du bist.
Du musst Dich ändern. Wenn nicht, gibt´s Ärger.“

Ich wünschte mir, das im direkten Gespräch zu klären, denn mit derartigen Aussagen konnte ich wenig anfangen. Außerdem bezog ich mich auf unser Leitbild, in dem wir uns darauf geeinigt hatten, dass wir miteinander offen kommunizieren. Doch die Person(en) (ich weiß bis heute nicht, exakt, wer das war und wie viele) wollten  sich nicht zeigen. Also informierte ich meinerseits die komplette Genossenschaft, beschrieb den Vorfall, bat die Person(en), sich zu zeigen, damit wir das in einem Gespräch klären können und signalisiete Änderungsbereitschaft. Gesondert informierte ich meine Vorstandskollegen sowie den Aufsichtsrat über dieses Ereignis und teilte ihnen mit, dass ich sie auf dem Laufenden halten würde. Die einzige Reaktion ,die daraufhin kam, war die einer Vorstandskollegin. Sie antwortete: „Steffi, das ist ja der Hammer. Unglaublich! Das muss ich erstmal sacken lassen.“ Schließlich kam es zu einer außerordentlichen Generalversammlung exakt zu diesem Thema, dass mich Menschen angezeigt hätten, und es Unmut gegen mich gäbe. Die Struktur war so vorgesehen, dass zunächst ich spreche und danach „die andere Seite“.

Ich selbst schilderte den Vorgang wie beschrieben und verwies auch auf unser Leitbild. Dann kam „die andere Seite“. Es war meine damalige Vorstandskollegin, die in einer Mail so bestürzt reagiert hatte. Das wusste ich schon zuvor, denn sie hatte es sich schon einige Zeit zuvor „offenbart“ und es hatte zwei Klärungsversuche gegeben. Der eine endet mit: „Steffi, Du änderst Dich sowieso nicht.“ Eine gute Aussage, da ist also noch Luft nach oben? 😉 Was meine Kollegin aber in der Generalversammlung vom Stapel ließ, machte mich einigermaßen sprachlos. Grundaussage, ich sei zu eigenmächtig und dominant und würde damit der Genossenschaft SCHADEN. Hierfür brachte sie zwei Ereignisse vor:

  1. Ein Unternehmen musste zum Jahresende aufgrund von Liquiditätsproblemen aus der Genossenschaft aussteigen. Die Kündigungsfrist von drei Monaten zum Jahresende war aber bereits verstrichen. Für mich war es selbstverständlich, dass dieses Unternehmen seine Kündigung rückdatiert, damit es nicht in Bredouille gerät. Vielleicht habe ich meine Überlegung zu forsch vorgebracht. Zumindest fühlte sich wohl meine Kollegin von mir unter Druck gesetzt. (In den beiden versuchten Aussprachen zuvor war nie Thema gewesen). Indem ich es zugelassen habe, die Kündigung vordatiert habe, hätte ich der Genossenschaft geschadet. 
  2. Wir hatten einen Auftrag, der an ein Mitgliedsunternehmen vergeben werden sollte. Dieses Mitgliedsunternehmen hatte ehrenamtlich viel für den Aufbau der Genossenschaft getan, verfügte aber (noch) nicht über die erforderliche Betriebshaftfplichtversicherung, die wir jedem Unternehmen als Bedingung einer Mitgliedschaft (resp. eines für die Genossenschaft tätig zu werden) auferlegt hatten. Das Unternehmen hätte diese aber bei Beauftragung finanzieren können. Indem ich für das Unternehmen ohne Betriebshaftpflichtversichung als Auftragnehmer votiert hätte, hätte ich der Genossenschaft geschadet. 

Letztendlich sind das also alles Gründe, die man konstruktiv hätte klären können. Ich bin mir aber sicher, dass eigentlich noch andere,tiefere Gründe hinter diese „Anzeige“ steckten. Ich hatte übrigens keine Gelegenheit, zu den angeführten Gründen angemessen Stellung zu nehmen und meine Meinung dazu kund zu tun (den ich hatte dazu natürlich eine). Letztlich kam es zu Neuwahlen. Ich trat wieder an, sie auch. Wir wurden beide wiedergewählt. Einen Tag später trat sie wieder zurück, mit der Begründung, sie könne mit mir nicht zusammen arbeiten. So waren wiederum Neuwahlen notwendig. Davor hatte ich einen Vier-Augen-Termin mit der Mediatorin (die gleiche, die mich damals angerufen hatte, um mir mitzuteilen, dass es Beschwerden über mich gegeben habe), die mir mitteilte, ich solle nicht wieder zur Wahl antreten, es gäbe sonst massenhaft Austritte.

Die Generalversammlung stand an – und ich ging mit einer geklärten Haltung in sie hinein. Ich hatte mit niemanden aus der Genossenschaft zuvor darüber gesprochen. Ich erklärte meinen sofortigen Austritt aus der Genossenschaft, mit der Begründung, in dieser Art und Weise wolle ich nicht arbeiten und miteinander kommunizieren. Das Kapitel DIE.Kommunikationsgenossen eG war beendet, ein fast dreijähriges unternehmerisches Abenteuer war vorbei.

Zerbrechlich aber nicht gebrochen
Das liest sich für Dich vielleicht alles so nüchtern. Das war es aber nicht. Auf den Aufbau und Ausbau der Genossenschaft hatte ich meine gesamte berufliche Existenz gesetzt, es war mein unternehmerisches Baby, das ich mit anderen geteilt hatte und für das ich alles gegeben hatte, sogar andere Aufträge abgesagt. Ich stand beruflich vor dem Nichts. Und auch mein Vertrauen in (berufliche) Beziehungen hatte ordentliche Kratzer bekommen, allein einige wenige Genossen standen damals hinter mir. Und mein Mann. Er hat mich so gehalten, so getragen, so bedingungslos geliebt. Hätte ich ihn damals nicht gehabt, ich wäre komplett zusammen gebrochen. Bis heute habe ich nicht ganz verstanden und aufklären können, was damals wirklich passiert ist. Ich sehe meinen Anteil daran, ich sehe mein „Ringen um Bedeutsamkeit“, gleichzeitig war ich niemals für mich allein bedeutsam, sondern ich war und bin es immer für eine Sache, für eine Gruppe und bemühe mich immer, die Gruppe als Ganzes zum Fliegen zu bringen. In manchen Monaten in den Jahren danach ist mir das schon gelungen….

Ganz habe ich dieses Erlebnis also noch nicht verarbeitet und dennoch habe ich daraus gelernt.

Ich bin daran nicht zerbrochen, aber seitdem viel zerbrechlicher und zarter.

In den letzten Jahren habe ich Erfahrungen gemacht, die es mir wieder ermöglicht haben, Zutrauen zu fassen. Ich  habe einen Neuanfang gewagt, einen Wunsch ausgesprochen und der lautete: „Lass mich Teil einer wertschätzenden, nachhaltigen Unternehmerbewegung sein!“ So bin ich auf die Gemeinwohl-Ökonomie gestoßen oder sie hat mich gefunden oder ich habe mich von ihr finden lassen. Mein Weg geht weiter. Und ich werde wieder mutiger.

Wir könnten so viel bedeuten…
Doch meine Bedeutsamkeitsgeschichte ist hier an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Ich sehne mich noch immer nach mehr Bedeutsamkeit und noch immer kann nicht „normal und würdevoll“ bedeutsam sein. Noch immer ist da ein K(r)ampf in mir. Ich sehne mich danach, ein bedeutsame Autorin zu sein. Meine Vision ist es, mit meinen Gaben und Talenten einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel zu leisten. Und es ist weit mehr als eine Sehnsucht, ich spüre in mir, dass ich wirklich etwas zu sagen,  etwas zu geben habe. Dieses tiefe Wissen ist allerdings auch gepaart mit Angst. Wenn meine innerere Kritikerin mich tadelt: „Was glaubst Du denn, wer Du bist? Bist Du besser als die anderen? Woher nimmst Du Dir dieses Recht?“, werde ich zaghafter. Doch eine andere Stimme in mir ruft mir zu:

„Steffi, geh dafür, schreib dafür.
Du erzählst Deine Geschichte, gibst das weiter,
was Du erfahren hast und fühlst,
stellst die Fragen, die Du hast, bringst die Ideen ein, die Dir kommen,
teilst Deine Ängste und Zweifel, Deine Hoffnungsschimer.
Sei einfach ganz da,wie Du bist – mit all Deinem Licht und Deinem Schatten.
Mit all Deinen Farben, mit Deinen Träumen, Deinen Sehnsüchten,
Deinen tiefsten Ängsten, Deinen Leidenschaften, Deiner Sinnlichkeit.
Sei voll und ganz da: Du!
Dann bist Du schon bedeutsam.
Ganz aus Dir heraus. Und mit allem verbunden.“

 

PS: Ich glaube, dass dieses Thema „Schatten und Licht meiner Bedeutsamkeit“ sich in den meisten meiner weiteren Themen wiederspiegelt. So ist vermutlich gut, dass ich es gewählt habe.

PPS: Und im übrigen glaube ich, dass nicht nur ich sondern noch viel mehr Menschen mit der Bedeutsamkeit oder auch Macht ein echtes Thema haben. Nicht ohne Grund haben wir die Konstellation, dass es nur wenige Initiator*innen und Macher*innen gibt und die große Mehrheit beim Zuschauen bleibt. So werden wir „erzogen“. Doch tief in vielen von uns schlummert die Sehnsucht bedeutsam sein zu wollen. Wir finden jedoch oft keine Ausdrucksform und „Bühne“ dafür. Also lassen wir es bleiben und schlafen ein. Deshalb stimme ich Prof. Dr. Gerald Hüther nicht komplett zu. Das Schattenthema „Bedeutsamkeit“ löst sich nicht automatisch, indem wir einem Menschen ein zweites X-Chromosom einpflanzen. Einen guten Umgang mit Macht zu finden, auf dass sich viel mehr Menschen selbst ermächtigen, wird einer der Lösungswege sein, mit denen wir die gegenwärtigen Herausforderungen unseres Planeten werden lösen können.  

References   [ + ]

1. Was das ist, kannst im verlinkten Artikel aus der Zeitschrift SEIN nachlesen. Ich werde das Thema in Kürze mit meinen eigenen Worten erläutern.
2. Wobei ich auch dazu schreiben mag, dass meine Eltern so wie sie es konnten, sehr liebevoll und fürsorglich mit mir waren, so weit sie es ob ihrer eigenen Schattenthemen konnten. Diese Geschichte würde aber zu weit führen. Kurzum: Ich liebe meine Eltern und alles, was sie für mich getan hat, und ich bin dankbar für meine so freie Kindheit.
3. So etwas ist mir übrigens nicht nur einmal passiert.
4. Ich hatte außerdem das Gefühl, als Frau doppelt so viel kämpfen zu müssen, aber das ist nochmal eine weitere Facette.
5. Das Unternehmen gibt es mittlerweile nicht mehr – und das hat wohl auch seine Gründe.

Heute ist Holi: Wusstest Du um den tieferen Sinn?

jugendbewegung3

Wusstest Ihr das? Heute wird das hinduistische Fest Holi gefeiert.

Vor ein paar Jahren bin ich das erste Mal auf das Holi-Festival aufmerksam geworden: In Hannover (oder bei Hannover?) wurde erstmals ein Holi Farbrausch Festival veranstaltet. Ganz nett habe ich mir gedacht, nur doch irgendwie total sinnlos. Erst jetzt bin ich darauf gestoßen, dass das Fest, ursprünglich aus Indien kommend, doch einen tieferen Sinn hat, lassen wir wikipedia sprechen:

„Holi (Hindi, f., होली, holī) ist ein aus der hinduistischen Überlieferung stammendes indisches Frühlingsfest am ersten Vollmondtag des Monats Phalgun (Februar/März). Dieses „Fest der Farben“ dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tage.

Holi ist eines der ältesten Feste Indiens.[2] Fünf Tage nach Vollmond ist Rangapanchami (Ranga = Farbe; Pancami = der 5. lunare Tag), der zweite Tag des Festes. An diesem Tag scheinen alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben. Es wird ausgelassen gefeiert und man besprengt und bestreut sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder, dem Gulal. Wer den Übermut ablehnt, bestreicht sich gegenseitig zumindest dezent mit etwas Pulverfarbe. Trotz aller Veränderungen in der modernen indischen Gesellschaft ist die sakrale Bedeutung weiterhin deutlich erkennbar, so werden etwa die Farben noch heute meist vorher auf dem Altar geweiht und die Menschen überbringen Segenswünsche. Ursprünglich entstanden die Farbpulver aus bestimmten Blüten, Wurzeln und Kräutern, die heilend wirken. Heute kommen häufig synthetische Farben zum Einsatz, die teilweise sogar schädlich sein können.

Am ersten Tag entzündet man in der Nacht ein Feuer und verbrennt darin eine Figur aus Stroh, als Symbol für die Dämonin Holika.

Wie alle Feste ist auch Holi in seiner Bedeutung sehr vielschichtig. Im spirituellen Bereich vermittelt es, wie in der dazugehörenden Mythologie erkennbar, die Botschaft vom Triumph des Guten über das Böse. In der Natur dagegen markiert es den Sieg des Frühlings über den Winter, denn das Fest beginnt mit dem Aufblühen der Natur. Ein wichtiger Punkt ist den Menschen auch der Versöhnungsaspekt, denn es heißt, dass man in diesen Tagen auch alte Streitigkeiten begraben soll.“

Na, das ist ja eine tolle Bedeutung, da kann ich mitgehen: Also wünsche ich Euch allen heute:
Happy Holi!

Von einer, die auszog ihre Werte zu leben – und: was ihre eigene Bestimmung damit zu tun hat

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 4

ars:scribendi. Wer war Sie, wer ist Sie? Mein LeseStoff. Unternehmerische Irrfahrten. Ankommen im Welt-Verbessern. Wieder-Erinnern. Wer war Sie, wer ist Sie heute?


Schon vor zehn Jahren elementar:
Standortbestimmung meiner Werte samt einer Suchbewegung für meine Sehnsucht
Wertebewusst zu leben, wertebewusst zu arbeiten, wertschätzend unterwegs zu sein – das ist mir schon lange sehr wichtig gewesen, genauer gesagt eigentlich, seitdem ich mich vor zehn Jahren mit meinem eigenen Unternehmen ars:scribendi selbständig gemacht habe. Für mein Firmenbaby Werte zu defineren, hatte damals elementare Bedeutung für mich. Und das war mir einiges Wert, denn ich habe diese Werte damals nicht nur aufgeschrieben. Ich habe sie mir extra von einem Kalligraphen gestalten lassen.

Meine Werte: Das Herzstück meines LeseStoffs

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Meine so gefundenen und gestalteten Werte wurden zum Herzstück des LeseStoffs, einer Publikation, die für mich mein Business verkörpert hat. Mit dem LeseStoff wollte ich mein Kostbarstes sichtbar machen, das zeigen, was ich dieser Welt zu schenken habe: die in jedem Wesen, jedem Ding innewohnende, oft verborgene Schönheit in Form von Geschichten zu Papier zu bringen, sie erlebbar, erfühlbar, sichtbar machen. Mein Credo, mit dem ich startete, lautete damals: „Jedes Ding, jedes Wesen verkörpert Schönheit. Jede, jede, jeder ist ein Geschichtenschatz. Du darfst genauer hinschauen, und dann Du wirst mit einem unschätzbaren Reichtum beschenkt.“  Mit diesem Credo unterwegs porträtierte ich insgesamt zehn Menschen, völlig unterschiedliche Menschen mit ihrem Tun, in ihrem Sein:

  • „Aufblühen und Teetrinken“ – die Gründer des Unternehmens Creani, das einen weißen „Erblühtee“ nach Deutschland importiert
  • „Das Gefühl für den vollendeten Klang“ – den chinesischen Nachwuchs-Pianisten Haiou Zhang, der mittlerweile auf den ganz großen Klassikbühnen zu Hause ist,
  • „Der Parcours zum Erfolg“ – Sabine Wehrhahn, Golf-Mentaltrainerin
  • „Messerscharf kombiniert! Crime meets Comedy“ – das Autorenduo Michael Bresser (mittlerweile mein Ehemann) und Martin Springenberg mit ihren Münsterland Krimis
  • „United they stand – united they help“ – die Basketball-Mannschaft UBC Tigers mit ihrem Charity-Projekt an Hauptschulen
  • „Mit klarem Blick für mehr Gewinn“ – Gründungsberaterin Constanze Wildenhain
  • „Der mit den Wölfen heult“ – Granato Rambocco, Einheizer beim Fußballclub Vfl Wolfsburg
  • „Keine Geschichte, eine Geschichte“ – die Band „Scycs“, die einmal Ende der 90er den einen Hit „Next November“ hatten, und dann scheinbar in der Versenkung verschwanden
  • „Kreuzweise mit CSTx“ – das Unternehmen, das eine der ersten Apps programmiert hat (bevor es diesen Namen gab)
  • „Die Schrift der Sterne“ – die Astrologin Annegret Becker-Baumann

porträts

Jede dieser Geschichten hat mich auf irgendeine Art und Weise gespiegelt, mich transformiert. Und inmitten dieser Geschichten habe ich die Beschreibung meines Unternehmens samt meiner Werte gepackt. So wollte ich mich finden lassen:

„Worte schaffen Welten. Worte sind wichtig, sind die Chiffren, mit denen wir uns selbst benennen. Worte schaffen Welten, bedeuten Werte. Indem wir darauf achten, bestimmte Worte zu verwenden, zeigen wir, wofür wir einstehen und markieren unsere Position. … Die Liebe ist der zentrale Wert von ars:scribendi. Wir schaffen immer für eine Sache – voller Empathie und Freude, optimistisch und ideenreich. „Schönheit rettet die Welt“, weiß Dostojewski. Ganz Recht so. Wir finden, das auch dazu gehört, das Schöne sehen zu können. Schönen Dingen Worten zu verleihen, ein Gesicht zu schenken und ihnen Gehör zu verschaffen – das ist Ziel unserer Arbeit. Unser Blick ist den Dingen zugewandt, die wir schätzen und kommunikativ nach vorne bringen wollen, gemeinsam mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Die Freude am Schaffen und die Wertschätzung unserer Arbeit inspirieren uns!…“

Mit diesen Worten habe ich damals die Essenz meines Wertesystems, den Wert meiner Arbeit und meinen inneren Antrieb beschrieben. Und ich finde auch heute noch, dass das stimmig ist. Wenn ich aber heute, zehn Jahre später, daran denke, an wen ich das adressiert habe, dann wundere ich mich gar nicht mehr, wie sich sich alles SO entwickelt hat…

„Ich habe gerade Deinen Lesestoff durchgeblättert und gelesen. Er ist so kostbar. Ein Schmuckstück. Darf ich ihn wirklich behalten?“,war eines der Feedbacks, das mir der Geschäftsführer eines Unternehmens gegeben hatte. Es kamen in der Tat auch Menschen zielgerichtet auf mich zu, die – durch den LeseStoff inspiriert – auch für ihr Unternehmen eine ähnliche Publikation realisiert haben wollten. In den vergangenen Jahren habe ich so einige wundervolle Projekte realisieren dürfen. Dieser Lesestoff war ihr Startpunkt. Mit jedem Projekt habe ich mich näher zu meiner Bestimmung „hingeschrieben“. Dazu gehörten u.a. folgende Arbeiten:

  • „Mit Vielfalt zum Erfolg“ – Porträts von Gründerinnen mit anderen kulturellen Wurzeln
  • „Bewusst wie: Anders leben. Besser wirtschaften“
  • und zuletzt: „Weltwunder. Wandel statt Wachstum. Die Nachhaltigkeitsziele umsetzen. Bei Dir. Bei uns. Weltweit.“

Doch wenn ich es mir recht überlege, dann waren meiner Auftraggeber entweder selten klassische Unternehmen, sondern Organisation, die für etwas ganz besonders eingestanden haben, für ideelle Werte statt für herkömmliche Produkte. Nicht selten waren das allerdings selbst initiierte Projekte.

Klassische Unternehmen oder Corporate Publishing Agenturen (wie ich das eigentlich intendiert hatte) habe ich damit nur relativ wenige gewinnen können. Ich habe allerdings auch niemals klassische Akquise gemacht bzw. eine Zeitlang eine Frau dafür engagiert. Gefunzt hat das das allerdings auch nicht richtig.

So war ich also unterwegs mit diesen Werten, mit dieser Arbeit, die mir selbst so kostbar und wertvoll war, aber nur wenige wussten, damit etwas anzufangen. Heute nachdem ich da nochmal intensiv nachgespürt habe, glaube ich die Gründe dafür zu kennen, warum ich damit nicht ankommen konnte:

  1. Ich habe versucht, mich als klassische Texterin, als Auftragsschreiberin und -kreateurin zu verkaufen. Im Grunde bin ich das nicht. Denn ich stehe nicht allein für gute Worte und exzellente Konzepte, ich stehe für eine Mission von einer besseren Welt. Diese Mission nehme ich immer mit. Ich bin Autorin und Künstlerin (die noch immer auf der Suche ist nach einem soliden Fundament.)
  2. Ich habe meinen Selbstwert dabei nicht gekannt und deshalb meine Werte verraten. Jetzt habe ich verstanden: Der Selbstwert ist die Basis von allem. Wenn ich mir meines eigenen Werts bewusst bin und für ihn einstehe, gerät nichts mehr ins Wanken. Jetzt weiß ich das. Ich werde das nicht mehr vergessen. Ich bin mir das selbst wert.

So gut kann ich mich an Situationen erinnern, in denen ich auf irgendwelchen Business-Events war und mich so gar nicht wohl gefühlt habe. Jetzt weiß ich, warum. Ich habe mich selbst jahrelang für falsch verkauft.

Bitte versteh mich nicht falsch: Ich will die normale Business-Welt, in die ich ja hinwollte, nicht schlechtreden. Sie ist, wie sie ist. Sie ist aber eben nunmal nicht meins. Und so war meine letzten zehn Jahre eine einzige große Suchbewegung: Ich hatte einfach kein Vorbild für das, wer ich bin. Ich kann die Berufe des PR-Managers und Redakteurs, denn das hatte ich ja gelernt. So war ich PR-Referentin, Freiberuflerin, Unternehmerin, Initatorin und Vorstandsvorsitzende einer Genossenschaft, Anschieberin und Projektwupperin. Und nach dem Scheitern der Genossenschaft bin ich zusammen gebrochen. Jetzt erkenne ich: Ich war mir meiner wirklichen Rolle noch nicht richtig bewusst.

Als ich mich nach meinem Zusammenbruch 2012 im Jahr 2013 wieder aufrappelte, rief folgender Wunsch in mir ganz laut: „Lass mich Teil einer Nachhaltigkeitsbewegung sein, einer Unternehmerbewegung, die für eine bessere Wirtschaftswelt einsteht, in der Menschen wertschätzender unterwegs sind, sich gegenseitig stärken, die Umwelt und unsere Mitwelt achten. Lass mich Teil dieser neuen Menschheit sein.“ So bin ich mit der Gemeinwohl-Ökonomie- und der Transition Town-Bewegung in Berührung gekommen, mit Projekten, die in eine Utopie hineinleben, die die Werte und die Projekte verkörpern, für die mein Herz schlägt.  Heute bin ich voll aktiv für Projekte, hinter denen ich voll und ganz stehen kann. Und ich bin mir meiner Rolle bewusst:

Ich bin eine der Reporterinnen für diese neuen Welt.
Das ist meine Wahrheit.
Meine Aufgabe ist es, mich dafür zu befreien und dafür, für mich einzustehen.

Ein Teil davon wird es sein, mir meine Werte jetzt nochmal genauer anzuschauen. Sie klar zu kriegen und festzuschreiben sind die Basis für meine weiteren Schritte. Noch ist für mich vieles nebulös. und ich weiß auch nicht, ob es glasklar rüberkommt, was ich zum Ausdruck bringen will. Im Grunde ist es auch egal. Mein eigener Prozess ist wertvoll für mich, und ich spüre deutlich, dass ich gerade sehr gewinne, auch wenn sich vieles noch zeigen will.  DANKE SCHÖN!

Selbstliebe

Die Gefährten – Herzlich willkommen an Dich und Dich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Teil 3

willkommen

Willkommen für Alles Foto: von Pixabay – Urheber Randlom – Überarbeitung durch mich.

„Die Gefährten“ – so heißt die erste Folge der Trilogie „Herr der Ringe“. In ihr formiert sich eine bunt zusammen gesetzte Gruppe an Wesen, die sich gemeinsam auf den Weg macht, um den einen Ring, den machtvollsten aller Ringe, in die Klüfte der Schicksalberg zu werfen und damit Mittelerde vom „Bösen“ zu befreien und zum Guten hin zu transformieren. Den Ring selbst nimmt das unwahrscheinlichste aller Wesen an sich: ein kleiner, scheuer, ängstlicher Hobbit – Frodo Beutlin. Kein Superheld, aber ein bodenständiger, widerstandsfähiger, feierlustiger, erdverbundener und einfacher Hobbit. Seine Gefährten sind Wesen aller Art: der Zauberer Gandalf, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der König Aragorn, der Mensch Boromir sowie Frodos zwei beste Freunde Pippin und Merry.

Ich befinde mich gefühlt in einer ähnlichen Situation. Auch ich habe mich vor ein paar Wochen auf die Reise gemacht, in ein Abenteuer mit ungewissen Ausgang, mit meiner Vision einer besseren Welt und meinen Zielen im Gepäck: Menschenlehrerin werden, Menschenlehrerin sein. Wie ist es um meine Gefährten bestellt – meine engsten Gefährten und jene, die vielleicht ab und an dazu stoßen? In meinem ganz persönlichen Film hat der „Rat von Elrond“ noch nicht getagt. Die Gefährten haben sich noch nicht vollends formiert.

Meine Familie – das beste Basislager

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Bisher bin ich mir nur meiner Familie klar. Sie steht diesem Abenteuer aufgeschlossen, wohlwollend und interessiert gegenüber, auch gelassen. Sie kennen den Humantrust schon längere Zeit, sie wissen um mein Menschenlehrer-Werden und -Sein. Mein Mann und mein Sohn blinzeln ab und zu mal rein; mein Mann hat sich mit mir köstlich über die Darstellung des grünen Mems amüsiert. Gefühlt bleiben beide eher „zu Hause“, empfangen mich aber jederzeit gern mit einer guten Mahlzeit und einem Krug Bier, auf dass ich von meinen Abenteuern berichte, nachdem ich mich mit einem nährenden Bissen gestärkt habe.

Es gibt kein besseres Fundament für einen solchen Weg
als ein gutes Basislager, das bereit ist,
einen aufzufangen, einen auszuhalten, einem zuzuhören, geduldig zu sein,
an einen glauben, sie bedingungslos zu lieben, wie sie gerade ist!

Genau das ist meine Familie für mich. Mein Mann Michael und mein Sohn Marten. Es ist wirklich das allergrößtes Geschenk, zwei so wunderbare Menschen an meiner Seite zu wissen. Auch wenn ab und an mal Sturm, Gewitter und Regenwolken aufziehen werden: Ich bin mir unserem Beziehungsfundament gewiss. Ich liebe meine beiden Schätze über alles! Sie geben mir eine unglaubliche Stärke und Solidität. Ich fühle mich getragen und gehalten. Immer und bedingungslos.

Herzlich willkommen an Alle!

Und die anderen Gefährten?

Ich kann ehrlicher Weise noch gar nicht genau sagen,
wer diese sein werden.
Ich habe das Gefühl, dass sich da einiges neu formiert.
Ich selbst verspüre gegenüber allen Gefährtinnen und Gefährten,
die da kommen werden
oder die schon längst an meiner Seite sind, ohne dass ich davon weiß,
eine große Gelassenheit sowie Neugierde und Wohlwollen.

Wer wird mir in den kommenden Wochen und Monaten begegnen? Wer ist schon jetzt da? Von wem werde ich was lernen können? Wem werde ich selbst hilfreich sein können? Ich bleibe gespannt. Feuer und Eis, alle Aggregatzustände, vielfältig farbenfrohe Menschen sind herzlich willkommen.

Ich begreife uns als gemeinsames großes Lernfeld
und werde aufs Ganze gehen :).

Zum Zweier-Holon (wir sind sechs Menschen in zwei Holonen (vielleicht kommt noch ein weiterer Mensch dazu) sowie unsere Mentorin Katrin) kann ich nur sagen, dass ich glaube, dass ich dort auf sehr interessante und sehr unterschiedliche Frauen gestoßen bin, die wirklich bereit sind, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Am morgigen Dienstag wird es unser erstes Treffen geben und vielleicht werde ich danach noch einmal berichten.

Dann gibt es noch meine „Salon für Deine Seele“-Gruppe, die ich als Teamleaderin im Human Trust begleite. Diese Gruppe findet sich gerade erst, sie ist noch zu frisch, um daraus abzuleiten, was aus ihr erblühen mag.

Außerdem sehe ich einige Felder, in denen ich mich bewege und bei denen ich ein spüre, dass mich diese Felder wohlwollend begleiten und ich in diesen Feldern einiges bewegen kann und werde. Für mich sind das Lern- und Gestaltungsfelder, in denen ich mich gestalten lasse und gestaltet werde:

  • alle Menschenlehrerinnen, alle Menschenlehrer – wir sind sooo eng miteinander verbunden,
  • die Teamleader-Gefährtinnen und -Gefährten im Human Trust,
  • alle Trusties,
  • die Freundinnen und Freunde der Gemeinwohl-Ökonomie,
  • die Freundinnen und Freunde der Transition Town Bewegung,
  • der Tribe der Schreibglücklichen Autorinnen und Autoren sowie insbesondere mein Verleger, eine Lektorin und Bri Sandtner als Autorin, mit der ich eng im Austausch bin – auch „wird“ gerade einiges neu zusammengewürfelt,
  • die benachbarten Wandelströmungen und solche,die sich dem gesellschaftlichen Wandel anschließen werden
  • meine Klientinnen und Klienten
  • viele weitere Menschen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass sie in meine Leben kommen werden (oder schon längst da snd)
  • sowie mein inneres Gefährten-Team „Engelchen und Teufelchen“– das Eichhörnchen, der Fuchs, Pippi Langstrumpf und Professor Mc Gonnagall und weitere, die dazu kommen mögen)

 

Keine engen Freundinnen und Freunde, viele Gefährten und Felder – für die Sache und ansonsten eher „sozial autistisch“? Mein Schattenthema

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Foto von Pixabay – Urheber: dimitrisvetsikas1969

Du hast vielleicht bemerkt: Ich benenne meine engste Familie, und dann benenne ich außerdem das 2er Holon sowie die Salon-Menschen wie auch „Felder“, aber explizit keine weiteren mir nahestehenden Personen. So fühlt es sich für mich auch an. Ich habe wenig enge Freundinnen und Freunde. Ich bin eher „für die Sache“ unterwegs und habe auf diesem Weg oft sehr tiefgehende Begegnungen, die aber kommen und gehen.

Vielleicht bin in dieser Hinsicht Autistin, vielleicht schläft da etwas? Früher, ganz früher, hatte ich mal eine beste Freundin, eine Sandkastenfreundin, die Beziehung ging aber irgendwann mal auseinander. Von Zeit zu Zeit klopften dann immer mal wieder – meistens – Frauen an, die eine beste Freundin werden könnten, sie sind es aber mit meinem Fokus „auf die Sache“ nie geworden. Ich glaube, dass da tief versteckt auch Ängste in mir sind, einen Menschen zu nahe an mich herankommen zu lassen. Ich denke schon und bin sehr gespannt, wie sich dieses „Thema“ im Laufe der Zeit entwickeln und aufbrechen wird. Ich bringe und nehme es mit und bin auch hier offen.

Aufbruch mit Licht und Schatten

Widerstände und Konflikte spüre ich derzeit wenige. Ich bin gespannt, wie sich dies im Laufe der Reise entwickeln wird. Ich bin sicher, in meinen Beziehungen wird viel in Bewegung geraten – sowohl in meiner Beziehung zu mir als auch in meinen Beziehungen zu anderen Menschen (siehe bspw. meinen letzten Eintrag „Der Kampf für mich“).

Gerade vorgestern hatte ich ein sehr erhellendes Gespräch. Es arbeitet in mir. Ende Januar hatten wir ein intensives Strategie- und Planungswochenende für die Transition Town Bewegung, bei der derzeit sehr viel ansteht. Einer der Moderatoren gab mir jetzt das Feedback, ich würde sehr viel Druck produzieren und würde dadurch viel Raum einnehmen. Wir haben sehr offen und ehrlich unsere Standpunkte dazu ausgetauscht und das Gespräch wirkt jetzt schon in mir nach. Meine Lesart zum Gespräch (die Person, mit der ich das Gespräch hatte, weiß Bescheid): Die Person ist sehr „im Grün“ und im „Peace, Peace“ unterwegs. Ihr behagt nicht, dass ich andere Farben ins Spiel bringe – Orange, Blau, ein wenig Rot und Gelb. Es wird unbequem. Die Person ist der Meinung, ich sollte einfach weibliche Liebe ausstrahlen, dann würde ich viel mehr erreichen als mit dieser „männlichen Effizienznummer“. Ich verstehe sehr wohl, was er meint, gleichwohl glaube ich nicht, dass weibliche Liebe allein reicht, um die Veränderung zu bewirken und die Ziele und die Sichtbarkeit zu erlangen, die ich mir wünsche. Gelöst bin ich aber nicht, eher zu verkrampft und angespannt, da ist seine Wahrnehmung sehr richtig. Es arbeitet aber dazu gerade in mir. Sehr spannend! Ich werde Euch dazu weiter berichten…

Der Kampf für mich

Mein Menschenlehrer-Tagebuch Woche 2

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Der Kampf für mich – Foto: fotolia.de / Urheber: Andrey Kiselev / Bearbeitung durch mich

Ja, ich kämpfe. Ich begehre auf. Ich kämpfe für mich. Und es ist mir im Grunde egal, was Du davon hältst, ob „man“ nicht mehr kämpfen sollte, weil man ja da drüber steht, ob ich noch nicht weit genug bin und angeblich noch Techniken lernen „muss“,um in Fluss zu kommen. So ist es gerade für mich, und in dieser Woche habe ich es ganz besonders gespürt. Ich kämpfe für mich und meine so kostbare Zeit. Ich kämpfe dafür, was durch mich zum Ausdruck gebracht werden will. Ich boxe mir Zeit frei, um zu erforschen, was in mir schlummert, um in die Welt zu bringen, das herauszukommen begehrt.

Es schreit in mir, es schreibt in mir.

Ganz besonders heftig ist dieser Kampf, diese Rebellion, wenn ich in gähnend langweiligen Besprechungen sitze, Diskussionen beiwohne, die mich langweilen, in Gesprächen, die zu nichts führen, die sich sich in irre lange Dauerschleifen drehen. Bitte verstehe mich nicht falsch: Ich will dabei Dich oder Dich nicht verurteilen oder mich über Dich stellen. Ich weiß, ich bin verdammt ungeduldig und dann auch manchmal ungerecht. Manche Dinge brauchen aber Geduld. Doch da schlummert so viel in mir, wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Die Uhr tickt. Es schreit und brodelt inwändig.

Manchmal bricht dieser Vukan auch aus. Gerade diese Woche konnte ich nicht mehr an mich halten. Es wurde zuviel, ich wurde zum trotzigen Kind, zur Kriegerin für meine Ressourcen. Ich schäme mich dessen nicht. Die kleine Kriegerin hat gut auf mich aufgepasst. Diese Woche wurde ich ihrer so richtig bewusst, der Keimzelle meiner Wut. Sie kämpft für MEINE ZEIT.

Und wisst Ihr was? Ich höre gerade auf sie, meine liebe Wut. Heute ist ein ganzer Tag für mich! Ich schreibe heute, ich genieße das. Ich lasse die anderen Schreibarbeiten links liegen, und bin für das da, was aus mir heraus in die Welt will. Und ich weiß, ich werde das jetzt konsequent tun, ich will dem „FÜR-MICH“ kontinuerlich Raum schenken, das wird die Kriegerin in mir befrieden. So wird die Energie, die Aufmerksamkeit, die sie von mir fordert, in konstruktivere Bahnen gelenkt. Kriegerin, ich danke Dir!

PS: Ich habe ihr übrigens einen Namen gegeben: sie heißt Rodriana.

human trust: Integrales Basislager und Veränderungsfundament

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Human Rising Dezember 2016 – Ein Teil unserer Hannover-Gruppe vor der Party (und ich mich siehst Du ganz rechts in der ersten Reihe)

Die meisten, die mich persönlich kennen, wissen: Ein fester Baustein meines täglichen Lebens ist der humantrust geworden. Hier möchte ich Dir beschreiben, was die Mitgliedschaft im human trust für mich bedeutet und was ich visionär darin sehe. Außerdem möchte ich Dich einladen, einmal vorbei zu schnuppern, wenn Du neugierig geworden bist.

Wie ich zum humantrust kam – mein Anfang

2013 war ein anstrengendes Jahr gewesen. Ein Umbruchs- und Aufbaujahr. Die Gründung der Genossenschaft DIE.Kommunikationsgenossen eG, deren Initiatorin und Vorstandsvorsitzende ich war, war im Jahr zuvor gescheitert. Daran wäre ich fast zerbrochen, aber in 2013 habe ich mich wieder berappelt, startete mit einem neuen Projekt durch. Ich wollte fortan Marketing und Public Relations für nachhaltig und sinnstiftend orientierte Unternehmen machen, hatte gerade mit Jens Hansen und Hans Grimmelmann gemeinsam erfolgreich zum ersten Mal den LeineHeldenJam nach Hannover geholt.

Doch ich fühlte mich ausgepowert, ich hatte so sehr gekämpft in den vergangenen drei Jahren.
Noch immer saß mir das Scheitern dieser Genossenschaft tief in den Knochen;
ich hatte fast das Vertrauen in unternehmerische Kooperationen verloren
– und eigentlich war es immer genau darum gegangen,
eigentlich hatte ich mich auch deshalb selbständig gemacht:
um gut und sinnstiftend mit anderen zusammen zu arbeiten, sich gegenseitig zu stärken.
Ich wusste nicht mehr, ob das alles noch Sinn machte.
Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte ein Coaching in allen Lebensbereichen.

„Ein Rundum-Coaching für Alles? Ich glaube ich habe da etwas für Dich: Den Living Master Club von Veit und Andrea Lindau  – das ist so etwas wie eine Coaching Community für alle Lebensbereiche. Ich schick Dir mal einen Link zu ein paar Videos. Dann kannst Du ja schauen, ob das was für Dich ist“, erzählte mir Hans begeistert, als ich ihm relativ offen von meiner damaligen Stimmungslage berichtete.

Was ich zu Beginn dachte:
„Seelengevögelte, sexy Erfolgsdisziplin – ist das eine Sekte, oder was?“

Zögernd und skeptisch schaute ich mir erste Begrüßungsvideos von diesem Veit Lindau an. Das hört sich alles so WOW an – wie in einer Sekte. Sexy Erfolgsdisziplin? Integraler Ansatz? Diese vielen englischen, hippen Begriffe? Irgendwie war mir das alles noch nicht ganz geheuer. Ich tigerte misstrauisch um dieses Ding herum. Vision aufstellen? Ziele setzen? Buddys suchen? Livetreffen in Hannover?

Was ich heute denke:
Mein integrales Basislager – Fundament für meine fulminanten Veränderungen seit 2014

„Nun ja, dann versuchst Du es für ein paar Wochen lang. Jeweils einen Coach für alle Lebensbereiche kannst Du Dir sowieso nicht leisten“, lautete schließlich mein Entschluss. So stieg ich ein – und bin bisher dabei geblieben. Der humantrust (denn das ist mittlerweile aus dem LivingMasterClub geworden) ist in den vergangenen drei Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens geworden, meine tägliche Übungsmatte, meine ganz persönliche Heldenreise – eine Art integrales Fitness-Studio für Herz, Hirn und Hand, ein Möglichkeitsraum in mir und dir, aus mir und dir – für uns. In der Tatvergleichbar mit einem integralen Fitness-Studio, denn die 1 Euro pro Tag entsprechen Fitness-Studio-Konditionen. Doch hier geht es um weit mehr als um Deine bloße Körper-Oberfläche („Fleisch-Klöpschen“, wie Veit immer so schön nennt).

Ich glaube, dass es so etwas wie den humantrust unbedingt braucht. Denn in jedem Menschen schlummert ein so großartiges Potenzial, das wir bei weitem noch nicht wachgeküsst haben. Wenn wir aber all die Herausforderungen, die wir auf diesem Planeten haben, wirklich lösen wollen, dann brauchen wir ganz viele dieser wundervollen Potenziale, von denen wir im Jetzt noch gar nicht ahnen, dass sie wie eine Perle nur entdeckt werden wollen. Wenn du an dein und mein Leben glaubst, mach es dir möglich, nach deinen kostbaren Perlen zu tauchen – zum Beispiel im humantrust.“

So habe ich es auf der Website des humantrust beschrieben, auf der ich als eine der Expert*innen selbst auftrete und meine Meinung kundtun darf – und das macht mich stolz.

Was hat sich bei mir konkret verändert?

Seitdem ich Teil des humantrusts bin, hat sich bei mir jede Menge verändert – und dazu hat sicher auch der human trust beigetragen, aber natürlich nicht nur. Konkret hat sich bei mir folgendes getan:

  • Mein Berufsleben hat sich komplett verändert – und zwar so, wie ich es mir immer gewünscht habe.
    • Ich habe seit einem halben Jahr eine (halbe) Stelle als Projektkoordinatorin beim Verein Transition Netzwerk e.V., um die deutsche Transition Town-Bewegung systematisch aufzubauen. Die halbe Stelle passt für mich wunderbar, denn so habe ich Freiräume für andere Projekte. Mit dem Job beim Transition Netzwerk habe ich ein Teilziel erreicht, mit einem beruflichen Wirken meinen Anteil zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen.
    • Ich bin ebenso seit einem halben Jahr als freiberuflicher Coach für das Institut für berufliche Bildung IBB AG aktiv und begleite arbeits- und sinnsuchende Menschen in ihrer Neuorientierung.
    • Seit Wintersemester 2016/2017 habe ich einen Lehrauftrag an der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema „Gemeinwohl-Ökonomie und Nachhaltig wirtschaften“ und hoffe sehr, dass ich diesen fortsetzen darf.
    • Seit knapp zwei Jahren bin ich sogar als Teamleader im human trust unterwegs und begleite Trustees in Hannover auf ihrem Weg.
    • Seit einem halben Jahr schreibe ich regelmäßig für das Online-Magazin compassioner zu Themen der Gemeinwohl-Ökonomie, der Transition Towns und der gesellschaftlichen Transformation.
    • Nachdem ich jahrelang darauf herumsinniert habe, arbeite ich jetzt tatsächlich an einem Buch -und habe jetzt kurz nach Weihnachten sogar einen Verlag dafür gefunden. => Allein dieses Ergebnis ist schon der OBERHAMMER!
  • Schließlich: In meiner Wahrnehmung bin ich generell gelassener, souveräner und vor allem: wesentlicher und wesentlich selbstwirksamer geworden.

Natürlich habe ich noch viele weitere Baustellen. Vor allen Dingen mag ich noch viel mehr Balance in mein bisher sehr auf meine Beruf(ung) orientiertes Leben bringen – und ich lege hier auf diesem Blog – voraussichtlich im Laufe des Januars 2017 – auch noch meine Baustellen offen. Doch ich kann für mich sagen: Die Mitgliedschaft im humantrust lohnt sich für mich in jeglicher Hinsicht, sie ist mein tägliches Erinner-Mich.

Kickstart

Für wirklich alle Lebensbereiche? Wie funktioniert das mit dem humantrust denn genau?

Starkes ICH – Starkes WIR – Starke WELT
– das ist das Motto des humantrusts und um diese drei großen Themen geht es auch – und zwar umfassend. Es ist hier also nicht nur Egoshow angesagt. Doch wie funktioniert das? Durch die integrale Anlage, die konsequent umgesetzt ist – und zwar dadurch, dass jeder Tag einem bestimmten Thema zugeordnet ist und Du täglich morgens einen Impuls erhältst – als Einladung, Dich damit zu beschäftigen – und zwar:

  • Montags zum Thema Erfolg
  • Dienstags zum Thema Körper
  • Mittwochs zum Thema Arbeit
  • Donnerstag zum Thema Beziehung
  • Freitags zum Thema Deine Verantwortung in der Welt
  • Samstags zum Thema Glück
  • Sonntags zum Thema Seele

Zusätzlich gibt es einmal wöchentlich ein Life-Video von Veit Lindau unter dem Motto „OPUS – Meisterwerk Deines Lebens“, in dem er ein (Übungs-)Thema der Woche anbietet und – nachdem er auf Fragen von uns Trustees eingegangen ist – dieses zumeist mit einer integrierenden Meditation abrundet.  Zusätzlich gibt es viele Kurse, die jeweils einen Aspekt oder mehrere Aspekte miteinander verworben thematisieren und in vielen Übungen vertiefen, bspw.

  • Think Big Evolution – einen Kurs zu Entfaltung Deiner Selbstwirksamkeit
  • The Call – eine Entdeckungsreise für Deine Berufung
  • Love Revolution thematisiert Deine Liebes- und Beziehungsfähigkeit
  • Guter Reichtum lässt Dich erforschen, wie reich Du bereits bist und wie Du mehr (im)materiellen Reichtum generieren kannst
  • und viele Kurse mehr. Die meisten davon sind tatsächlich kostenfrei.

Durch die vier Jahre Human Trust /Living Master Club ist mittlerweile ein reichhaltiges Buffet, eine Bibliothek an Videos und Audios entstanden, aus der sich alle Trustees nach Bedarf bedienen können. Zusätzlich gibt es hunderte von Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen – bspw. habe ich gerade eine Selbsthilfe-Gruppe von Eltern von Transgender-Kindern entdeckt. Es kommen ALLE THEMEN auf den Tisch. Hier stärken sich wache Menschen miteinander-füreinander. Niemand ist hier falsch oder richtiger… Auch das Online-Magazin compassioner trägt zur Themenvielfält und „Diskursivität“ bei – und glaub mir, im trust entstehen über die compassioner-Artikel noch ganz andere, tiefgehendere Diskussionen, als Du das „von außen“ erahnen kannst.

Gemeinsam mit Katinka begleite ich Dich im „Salon für Deine Seele“

Schließlich gibt es noch über 200 Teamleader – vorwiegend im deutschsprachigen Raum, die in lokalen Gruppen wirken. In Hannover sind wir (ich glaube) acht Teamleader – und ich bin einer davon – und ich freue mich, Dich gemeinsam mit meiner Freundin Katinka van der Meulen mit dem „Salon für Deine Seele“ zu begleiten. Ich schreibe in Kürze noch mehr darüber.

Für mich ist der humantrust weit mehr als „narzistisches Erfolgs-Chi-Chi“, das drückt auch schon sein Name „humantrust = Vertrauen in uns Menschen“ aus. Ich bin fest davon überzeugt: Bei den Herausforderungen, die wir derzeit auf unserem Planeten haben, brauchen wir neue lernende Gemeinschaften, in denen wir uns gegenseitig stärken und gemeinsam miteinander wachsen, um unsere Potenziale zu wecken. Das Internet unterstützt bei der digitalen Vernetzung und dabei, Wissen zu teilen – und wenn wir uns darüber hinaus vor Ort vernetzen können, dann stärkt das ungemein. Der humantrust ist eine dieser essentiellen lernenden Gemeinschaften.

Gibt es Alternativen zum humantrust?

Natürlich ist der humantrust nicht die einzige Plattform dieser Art. Gerade in diesen Tagen etablieren sich  ähnliche Communities wie der humantrust, wie zum Beispiel:

… und vermutlich noch einige mehr, die ich selbst noch nicht kenne. Dieses „Community-Building“ entspricht also tatsächlich den Zeichen der Zeit, unserer Sehnsucht, uns selbst und diese Welt zu heilen, denn es geht schon lange nicht mehr nur um Dich allein. Da ist etwas Größeres im Aufbruch. Also…

… worauf wartest Du noch?

Wir Menschen der westlichen Welt sind so reich.
1 Euro pro Tag sind Peanuts.
Ich finde es hingegen wichtig und fast überlebensnotwendig,
dass jede/r von uns an ihrer und seiner Potenzialentfaltung arbeitet,
denn wir haben diese Freiräume
– nicht für unser Ego-Erfolgsding,
sondern damit jede und jeder von uns seinen Teil zur Transformation
und Befreiung unserer Gesellschaft beitragen kann.
Denn vielleicht ist das unser Weg, der Welt einmal das zurück zu geben,
dass wir uns auf Kosten anderer genommen haben.
Denn das ist ein Schmerz, der tief in vielen von uns wohnt
den wir nicht so gern anschauen,
der ganz beharrlich inwändig nach uns ruft.
Er wird nicht aufhören und sich zeigen. Auch bei Dir.

Also: Machst auch Du Dich auf den Weg?
Wenn Du in den humantrust, findest begleite ich Dich gern – ein kleines oder sogar auch längeres Stück Deines Weges. Interesse bekunden kannst Du hier:
www.humantrust.com 

Unterwegs zum guten Leben – Mein Buch- und Medienprojekt

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Mein Buch-Konzept-Wimmelbild „Unterwegs zum guten Leben“

Vor einer guten Woche hatte ich die Chance, mein Buchprojekt „Unterwegs zum guten Leben“ kurz und knackig vor geschätzt 100 Menschen im Rahmen des Workshops „Schreibglück“ zu präsentieren. Jetzt sizziere ich auch hier kurz, um was es bei dem Projekt geht.

Los geht´s…

Wohl die meisten Menschen von uns tragen die Sehnsucht nach einem guten Leben in sich – und zwar nach einem guten Leben, das nicht nur bis zur eigenen Haustür reicht, sondern darüber hinaus geht und integriert für eine bessere Welt wirkt. Ich zitiere hier immer gern die Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann Stiftung, nach der sich mehr als 80 Prozent aller Deutschen eine andere Wirtschaftsordnung wünschen, die gerechter, würdevoller und ressourcenbalancierter ist.1)Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.

Doch wie geht das – ein gutes Leben führen,
ein Leben, das gut ist für mich, für Dich und auch für den Rest der Welt?

Wie kann das wieder in Balance kommen? Das ist doch ein Weltwunder-Projekt, so monumental, so unerreichbar, so unfassbar, dass ein Mensch allein daran scheitern. Und überhaupt: Was kann unsere gemeinsame Orientierungslinie, was könnten gemeinsam Leitsterne sein, die Dich und mich (ver)führen, uns aufzumachen hin zum guten Leben?

Die gute Nachricht ist: Es gibt diese Leitsterne schon!
Mit den globalen Nachhaltigkeitszielen

Vor einem Jahr, im September 2015, ist nämlich etwas Weltbewegendes passiert: Alle 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen kamen zu diesem Zeitpunkt zu einer Konferenz inNewYork zusammen und haben alle miteinander gemeinsam die Globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, willkommen geheißen. Alle 192 Mitgliedsstaaten haben diese Ziele unterzeichnet und sich dazu bekannt, diese Ziele gemeinsam spätestens bis zum Jahr 2030 erreichen zu wollen.

Was für eine Vision! Denn: Diese globalen Nachhaltigkeitsziele sind ein Spiegelbild nahezu all der Riesenbaustellen, die wir auf diesem unserem Planeten Erde in den vergangenen Jahrzehnten produziert haben. Vom Beenden der Armut über die gerechte Verteilung von Lebensmitteln, die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der Rettung der Meere bis hin zur Erhaltung der Artenvielfalt sind mit den globalen Nachhaltigkeitszielen sämtliche Hausaufgaben aufgelistet, die wir zu machen haben, um diese Welt so zu ordnen, damit unsere Kinder und Kinderkinder es hier gut haben – und vielleicht sogar in manchen Dingen noch besser haben als unsere Weltengemeinschaft jetzt. Wenn wir aber das Ruder rumreißen wollen und nicht nur selbst ein gutes Leben leben wollen sondern die auch den nachfolgenden Generationen ermöglichen, dann ist es wichtig, dass jede und jeder mit anpackt. Und dazu bieten die globalen Nachhaltigkeitsziele in ihrer ganzheitlichen Anlage einen idealen Orientierungsrahmen. (Im Artikel: „Das Wunder Weltrettung möglich machen – Deine Weichenstellung und mögliche Leitsterne“ auf diesem Blog kannst Du das etwas tiefer ausformuliert nachlesen).

Und ich habe sogar noch eine weitere gute Nachricht: Die Nachricht von den magischen fünf Prozent
Um dieses Wunder möglich zu machen, müssen wir freilich alle gemeinsam anpacken. Es reicht nicht zu „warten“,was einige Regierungen verzapfen, wir müssen das aktiv einfordern und selbst etwas beitragen. Doch es gibt eine weitere, weitaus beruhigendere Zahl: Es braucht es „nur“ die magischen fünf Prozent, um einen fulminanten gesellschaftliche Veränderung herbei zu führen. Diese Zahl kommt aus der Schwarmforschung, Richard David Precht zitiert sie in seinem Buch „Die Kunst, kein Egoist zu sein“, in einem Interview mit dem Schwarmforscher Jens Krause2)Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225; die Autor*innen Ute Scheub und Annette Jensen haben diese magische Zahl in ihren „Aktionsplan für ein gutes Leben“, dem letzten Kapitel ihres Buchs „Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben“ ebenfalls integriert3)Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304. 5 Prozent einer Weltbevölkerung, das sind 400 Millionen Menschen – so viele Menschen wie in der EU leben. Das wäre doch gelacht, wenn wir die nicht zusammen bekommen, wenn schon hunderttausende Menschen gegen TTIP und CETA auf die Straße gehen. Glaube mir: Wir schaffen das! (Siehe hierzu auch meinen Blogartikel: „Weltrettung meets Mengenlehre – und was Du selbst damit zu tun hast“.)

Und was hat das jetzt mit meinem Medienprojekt
„Unterwegs zum guten Leben“ zu tun?

Richtig, damit mache ich Dir richtig Lust darauf, für eine bessere Welt zu wirken.

Ich will es fühlbar machen, dass das „Abenteuer Weltrettung“ kein Verzichtsprogramm bedeutet, sondern dass es richtig Freude machen kann, diesen Weg zu gehen. Meine „Transportmittel“ dafür sind persönliche Geschichten und Geschichten von anderen Menschen, die schon jetzt für ein besseres Morgen gehen. Und den notwendigen Werkzeugkoffer, obendrein gefüllt mit vielen Tipps, um sofort aktiv zu werden, samt eines inspirierenden Soundtrack des Wandels liefere ich gleich mit.

Hast Du´s gekriegt?
Gefällt Dir das?

Daran arbeite ich, gemeinsam mit Chris Batke und der Illustratorin Tanja Wehr – und ich freue mich ebenfalls, weiterhin Teil der Schreib-Glück-Community zu sein. Das ist für MICH ein Teil MEINES GUTEN LEBENS… 

Und sukzessive gibt es hier mehr dazu zu lesen, zu hören und zu sehen.

In Kürze stelle ich Dir zum Beispiel Chris und Tanja vor…

References   [ + ]

1. Sie ist in der Einleitung zu Christian Felbers Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu finden.
2. Richard David Precht „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2012), Seite 225
3. Annette Jensen und Ute Scheub: Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. (2014), Seite 304