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Gestatten, Margarethe Moral-Apostel!

MargareteWie Ihr seit dem letzten Blogpost wisst, geht es mir um ein ganz bedeutsames Thema: Ich trete für eine bessere Welt ein und möchte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass wir in zwei Jahrzehnten unsere Lage der Welt deutlich zum Besseren gewendet haben werden.

Das ist schon ein sehr heikles Thema, bei dem man schon recht klugscheißerisch und oberlehrerhaft rüberkommen kann. Ich will mir diesen Schuh aber nun wirklich nicht anziehen. Wie die Weltrettung so funktioniert, das weiß schließlich keiner so genau – sonst hätten wir es doch schon längst gepackt. Außerdem möchte ich nicht missionarisch und vorschreidend sein. Ich will niemandem klare Regeln vorschreiben à la: “ Wenn Du nicht mindestens streng vegan oder gar fruktarisch lebst, zählst Du nicht zum „Club der besten Weltretter“… Nein, ich finde, jede und jeder kann und darf nach seiner eigenen Fasson seinen Beitrag leisten – und das mit ganz viel Freude.

Gestatten, Margarethe erledigt das Moral-Aposteln für mich!

Damit ich gar nicht so klugscheißerisch daherkomme, weiß ich seit gut drei Jahren eine sehr gute Freundin an meiner Seite, die diesen Besserwisser-Job auf sehr charmante, liebevolle Art und Weise – stets mit einem kleinen Augenzwinkern versehen – ausfüllt. Ich kann mir keine bessere dafür vorstellen: als Margarethe Moral-Apostel (Doppel-Name! Ja, sie ist „progressiv verheiratet“ – sie nennt ihre Beziehung eine Ehe mit Extras – sie ist auch nach zwanzig Beziehung noch immer ganz eng mit ihrem Mann, sexuelle Extras mit weiteren Männern und Frauen schließt sie dennoch nie ganz aus). Weil sie in dieser Beziehung so offenherzig ist, gestattet sie sich und ihrem Moral-Empfinden, diese Freiräume auch auf weitere Lebensbereiche auszuweiten: Es gibt keine starren Regeln, sondern ganz viele Möglichkeiten – fast so viele wie es Menschen, Bedürfnisse und Werte gibt – alles ist ein Miteinander-Austarieren und -Ausprobieren – achtsam, respektvoll und neugierig. So ist Margarethe Moral-Apostel! Sympathisch, oder?

Ja, sie kam vor drei Jahren zu mir, denn schon damals war mir klar, dass sie bei einem derart wertenden Thema eine zentrale Rolle spielen würde. Damals wollte ich sie für eine feste Kolumne engagieren. Heute weiß ich noch nicht, ob sie sich nicht dann und wann einfach nur mal auf dem Off melden wird (bei einer Geschichte bin ich mir schon sehr sicher,sie heißt „Drei Wünsche frei“). Vermutlich wird sie nicht Teil meines aktuellen Buchprojektes. Aber es ist dennoch gut und wichtig, dass sie da ist. Ich wollte sie Euch zumindest mal als Teil meines Dream-Teams vorstellen :-).

Geschaffen wurde sie übrigens von der tollen Illustratorin Tanja Föhr, die sie damals nach meinen Vorstellungen aufgemalt hat.

Und Du, welche Figuren begleiten Dich mein Deiner Arbeit?

Aus meiner Bibliothek: Julia Cameron – „Der Weg des Künstlers“

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Eines meiner Lieblingsbücher zur Ankurbelung der eigenen Kreativität ist der Klassiker „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron.

Das Buch unterstützt den Leser/die Leserin in 12 Lektionen mit vielen Schreib-, Denkübungen sowie in Übungen zur sinnlichen Wahrnehmung, die einen zugleich neu innere Landschaften entdecken lassen. Wer sich komplett darauf einlässt, wird ahnen: Dieses Buch hat es in sich und wird „nachwehen“.

Julia Cameron schlägt begleitend zur Lektüre vor, drei einfache Werkzeuge in den Alltag zu integrieren:

  1. die Guten-Morgen-Seiten:
    Stehe täglich ein halbe Stunde früher und verfasse handschriftlich ca. drei Seiten, um Deinen Schreib- und Kreativitätsfluss zu aktivieren,
  2. Rendezvous mit Dir selbst:
    Verabrede einmal in der Woche ein Stelldichein mit Dir allein für einige Stunden und verbinge die Zeit bewusst mit Dir, mach es Dir schön (stöbere in einem Trödelladen, nimm in Ruhe ein Bad nehmen, geh allein ins Restaurant oder was auch immer Dir einfällt, werde kreativ, …)
  3.  Wöchentlicher Spaziergang:
    Führe Dich darüber hinaus mindestens einmal die Woche „Gassi“ und gehe bewusst spazieren – nicht hektisch, sondern ganz in Ruhe, nimm Deine Umgebung wahr und genieße es.

Ich finde, das sind allesamt sehr wertvolle Anregungen, die ich von Zeit zu Zeit in meinen Alltag integriere – immer wie es passt. Die „Guten Morgen-Seiten“ sind gelegentlich meine „stille halbe Stunde“ am Morgen, doch wenn es allzu hektisch ist, lasse ich sie wegfallen. Das tut mir allerdings nicht gut. Gerade beim Durchblättern habe ich wieder gemerkt, dass mir das Buch richtig Lust macht, und ich freue mich schon sehr darauf bei Gelegenheit, einmal wieder die eine oder andere Übung daraus zu machen.

Neben ihrem Erstlingswerk „Der Weg des Künstlers“ hat Julia Cameron übrigens weitere lesens- und beachtenswerte „Kreativitätsbücher“ verfasst.

Und welche Bücher und Medien helfen Dir zur Aktivierung Deiner Kreativität?

Welche Tipps hast?

 

Das Buch:
Julia Cameron: „Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität“

Ich freue mich, wenn Du das Buch bei Deinem lokalen Buchhändler ums Eck erwirbst!
Gute Alternative: Vielleicht findest Du es auch auf der Plattform fairmondo.de, die sind auf dem Weg, einen fairen Online-Marktplatz zu etablieren.

 

PS:

Die Krimiautorin Daniela Alge (um ihre Autorenwebsite zu besuchen, klicke bitte auf diesen Link) hat ebenfalls darüber geschrieben, wie ihr „Der Weg des Künstlers“ bei ihrer Arbeit hilft. Ich verlinke hier gerne auf den Artikel: https://reingelesen.wordpress.com/2016/05/22/blogparade-special/