Let´s go, 2016! Übungsmatte für einen gelingenden Wandel – in Dir und für die Welt

Vor allem in den vergangenen drei Jahren spüre ich immer deutlicher:
Da bricht was auf!
Die Zeit ist reif für den Wandel!

Abflug / Flugschirme der Pustblume beim Start :)

Fotografie: © Doris Oberfrank-List @ fotolia.de

Ich mag das so wahrnehmen, weil auch ich mich vor knapp drei Jahren dazu bekannt habe, Teil einer Nachhaltigkeits-Bewegung zu sein, die für ein neues System einsteht, das unser aller Ressourcen in bessere Balance bringt. Damals, im Frühjahr 2013, gab ich auf der KarmaKonsum-Konferenz einen Workshop, in dem ich einzig einem heiligen Wunsch zum Ausdruck brachte: „Lass mich Teil einer nachhaltigen Unternehmer-Bewegung sein!“ – relativ „blauäugig“ und ohne um die diversen alternativen ökonomischen Ansätze zu wissen, die vor allem in den letzten 5-10 Jahren entwickelt wurden. Natürlich ist damit ein Stein ins Rollen gekommen; ich lernte immer mehr Gleichgesinnte kennen. Es ist schon sehr beeindruckend, wie vielen Menschen ich in den vergangenen Jahren begegnet bin, die sich eine ganz andere Welt wünschen, als die, die wir uns geschaffen haben. Manche sind zu Aktivist*innen des Wandels geworden (in Fachsprech: „Change-Maker“) – oder wir haben in diesem Kontext zusammen gearbeitet, manche sehnen sich noch still nach dem Wandel.

Große Zahlen, die ein Gefühl bestätigen

Dass der Großteil der Menschen hier in Deutschland (und vermutlich an vielen weiteren Orten auf dieser Welt) sich eine andere (Wirtschafts-)Welt wünscht, ist übrigens nicht nur mein Gefühl allein. So einige – sogar repräsentative – Studien bestätigen: „Fast 90 Prozent fordern … eine neue Wirtschaftsordnung, in der der Umweltschutz einen höheren Stellenwert hat als bisher und die den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft  anstrebt.“1) Das ist ein Zitat aus einer Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung zu einer repräsentativen Studie, die sie im Jahr 2010 zum Thema in Auftrag gegeben hatte. Weiteres dazu beim Klick auf diesen Link. Auf diese Quelle hat mich und viele andere Menschen übrigens Christian Felber in seinem Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ aufmerksam gemacht; er führt sie in der Einleitung des Buches an.  

Zeitgeist: Aufbruch und die Sehnsucht nach dem Sinn

Diesen Zahlen und diesem Gefühl entsprechen auch weitere Beobachtungen und Fakten. Hier nur einige Beispiele:

  • 250.000 Menschen gingen am 10.10.2015 in Berlin gegen TTIP und Campact auf die Straße. Aufgerufen hatten dazu diverse zivilgesellschaftliche Organisationen von Gewerkschaften bis hin über Umweltschutzverbänden, die sich in einem Bündnis zusammengeschlossen hatten.2)http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ttip-demonstration-in-berlin-stellt-teilnehmerrekord-auf-a-1057187.html
  • Aus der Idee der Gemeinwohl-Ökonomie, initiiert von einer Handvoll engagierter österreichischer Unternehmer*innen rund um den Autoren und Aktivisten Christian Felber, ist binnen fünf Jahren eine internationale Bewegung geworden, die in über 20 Ländern Regionalgruppen beheimatet und knapp 9.000 Unterstützer*innen zählt. 3)Genauere Zahlen hier: https://www.ecogood.org/was-ist-die-gemeinwohl-oekonomie Ist das nicht wunderbar?
  • Einige – ich nenne sie mal – spirituelle Wegbegleiter*innen spinnen Gemeinschaftsnetze um ihr Lehrpraxis herum – etwa Thomas Hübl mit Retreats und Sommercamps oder Jwala und Karl Gamper mit der „Vision von NeuLand“ oder auch Andrea und Veit Lindau mit der Coaching-Community Human Trust. Dort geht es nicht nur um persönliches Wachstum und individuellen Erfolg; er wird als Teil eines größeren Ganzen begriffen. Auch hier geht es um den Wandel der Gesellschaft und diese Welt insgesamt gerechter, achtsamer und liebevoller zu gestalten.

Das sind wie gesagt nur einige Beispiele (mir sind noch viele weitere bekannt: Transition Town Initiativen, Solidarische Ökonomie, Solidarische Landwirtschaft, Ouishare, degrowth-Bewegung, Postwachstums-Ökonomie, Schenk-Ökonomie, …).

Damit der Wandel gelingt 1: Die magischen fünf Prozent 

Sehen wir einmal von der Tatsache ab, dass sich erfahrungsgemäß einige Menschen in mehreren Initiativen gleichzeitig engagieren, ist es also Summa summarum ganz erstaunlich, wie viele Menschen bereits „in Bewegung“ sind. Ich finde diese Zahlen auch deshalb so ermutigend, weil der Schwarmforscher Jens Krause herausgefunden hat, dass fünf Prozent einer Gesellschaft genügen, „um eine ganz Gesellschaft umzuorientieren.“4)Jensen / Scheub (2014): Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben.“, S. 304

Allerdings passiert ein gebündeltes Miteinander, wie sich dies beispielsweise im Rahmen des Aktionsbündnisses gegen TTIP gebildet hat, eher zufällig. So diese ist diese „Masse“, die schon in Bewegung ist, gar nicht richtig sichtbar. Lasst uns also miteinander systematische Bündnisse schließen und uns gegenseitig stärken! Hier gibt es kein Besser oder Schlechter und erst Recht kein Gegeneinander, keinen Kampf. Die Zeit der Protestsongs und des Klein-Klein-Hick-Hacks der Bewegungs-Initiativen untereinander ist vorbei: Wenn „WIR“ uns verbinden, dann gelingt der Wandel!

Damit der Wandel gelingt 2: Impulse auf vielen Ebenen

Die magischen fünf Prozent: Natürlich ist es dabei nicht egal, welche fünf Prozent aktiv werden. Das soziologische Modell der Multi-Level-Perspectives nach Frank Geels5) Einen guten Überblick über das Modell liefert dieses Skript: http://gedankenstrich.org/wp-content/uploads/2014/11/Kurze-Einf%C3%BChrung-in-die-Multi-Level-Perspective.pdf skizziert, dass es Impulse und Bündnispartner*innen auf allen Ebenen – in der Nische wie auch im „Regime, der existierenden Gesellschaftsordnung“ braucht, um den Wandel möglich zu machen. Wenn der Zeitgeist und aktuellen Ereignisse (die „Landkarte“) dann ebenfalls im Wandelsinn getaktet sind, dann geht die Party ab ;-). 

Multi-Level-Perspectives-Modell

Modell der Multi-Level-Perspectives nach Frank Geels

Mein persönlicher „Wandel-Mix“ für Hannover und die Welt

Doch um einen Wandel in der Tiefe zu erreichen, braucht es nicht nur Aktionismus im Äußeren: Wer für den Systemwandel wirkt, braucht auch für sich selbst eine gute Balance, eine Zentriertheit und Klarheit. Wir gehen voran und verkörpern selbst schon in allen Dimensionen den Wandel, für den wir einstehen.

GWÖ-Traum

Das Bild zeigt eine Collage unserer Vision für die Gemeinwohl-Ökonomie in Hannover, das im Juli 2015 für eine Präsentation im Hodlersaal im Neune Rathaus entstanden ist.

Ich selbst habe einen persönlichen Wandel-Mix gefunden, der für mich sowohl sinnerfüllend ist als auch mich selbst stärkt, mir Kraft gibt und mich beflügelt.
Meine Vision ist es, meine Gaben und Talente (als Autorin, Netzwerkerin, „Regisseurin“ und Dozentin) dafür einzusetzen, einen entscheidenden Beitrag dafür zu leisten, dass wir die magischen fünf Prozent erreichen und der Wandel gelingt. Dazu bin ich auf verschiedenen Ebenen tätig:

  • Seit September 2014 engagiere ich mich für die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und habe hier in Hannover eine Regionalgruppe aufgebaut, die sich gerade in den letzten Monaten eines guten Zulaufs erfreut und von vielen Kooperationspartner*innen feines Feedback bekommt. Außerdem wirke ich mit im Vorstand des Wiener Gründungsvereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie und habe so auch die Möglichkeit, strategische Weichen mit zu stellen.
  • Darüber hinaus engagiere ich mich in der deutschen Transition Bewegung, im Kokreis, dem Entscheidungsgremium des deutschen Transition Netzwerkes, und habe u.a. ein Konzept für das REconomy-Projekt zur Relokalisierung der Wirtschaft entwickelt. Für beide Bewegungen werde ich mich auch in diesem Jahr weiter engagieren.
  • Natürlich wird auch im November diesen Jahres der LeineHeldenJam wieder stattfinden, dessen Co-Initiatorin und Teamleiterin ich bin. Da kündigt sich schon einiges Tolles an, wie wir den Jam weiter entwickeln werden.
  • Ich hoffe, dass sich Anfang 2016 zwei entscheidende berufliche Weichen stellen werden, um in diese Arbeit richtig viel Kraft geben zu dürfen. Bitte drückt mir mal die Daumen :-)!
  • Eines der Herzstücke meiner Arbeit in diesem Jahr wird außerdem ein Publikationsprojekt sein, das ebenfalls das Thema „Gelingender Welten-Wandel“ behandeln wird. Ihr dürft gespannt sein :-)!
  • Vor allem aber: Tägliche Übungsmatte im Human Trust: Bei allen diesen tollen Projekten ist es mir aber genauso wichtig, mich selbst zu stärken und für meine eigene Kraft, für mein Wohlergehen, meine Balance, meine Zufriedenheit, meine Freude, mein Glück zu sorgen. Dafür habe ich vor zwei Jahren den Human Trust (vormals: Living Master Club) für mich entdeckt, mein „integrales Fitness-Studio“, das mich immer wieder auf den Teppich, meine tägliche Übungsmatte holt und mich dabei unterstützt, alle Lebensbereiche im Blick zu halten und in Balance zu bringen. Wie Ihr lesen könnt, habe ich mir so einiges vorgenommen. Der Human Trust unterstützt mich dabei, hilft mir, den Fokus zu finden, die Kraft zu sammeln, die Gelassenheit zu bewahren – und all das mit ganz viel Freude zu tun.
    Als Teamleaderin für Hannover, die ich jetzt im Human Trust zweiten Jahr bin – gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Teamleader, erhalte ich außerdem so einige Werkzeuge, die ich für meine Arbeit in all den genannten Projekten sehr gut gebrauchen kann. Gleichzeitig werde ich auch in diesem Jahr wieder eine Lokalgruppe hier in Hannover anbieten mit monatlichen Treffen. Ich wünsche mir eine Gruppe, die sich gegenseitig stärkt und in der auch Menschen finden, die mir für meine Vorhaben Kraft geben. Wenn auch Du in 2016 viel vorhast, kann auch für Dich der Human Trust eine gute „Tankstelle“ sein. Vielleicht ist ja auch meine Lokalgruppe in Hannover etwas für Dich – Termine etc. gibt es in Kürze. Informiere Dich gerne in Ruhe über den Human Trust – und maile mich gerne an, wenn noch Fragen offen sind (info@ars-scribendi.com – wenn Du Dich übrigens über die hier angeführten Links zu Human Trust anmeldest, bekomme ich eine „Provision“).

In jedem Fall wünsche ich Dir ein lichtvolles, fantastisches 2016, das Du zu einem guten Jahr für Dich machst <3. Und ich wünsche Dir, das Du von Menschen umgeben bist, die Dich in all dem, was Du vorhast, stärken und stützen. Gemeinsam können wir so viel erreichen – denn es ist so viel mehr möglich, als wir glauben. Daran glaube ich. Ganz fest.

References   [ + ]

1.  Das ist ein Zitat aus einer Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung zu einer repräsentativen Studie, die sie im Jahr 2010 zum Thema in Auftrag gegeben hatte. Weiteres dazu beim Klick auf diesen Link. Auf diese Quelle hat mich und viele andere Menschen übrigens Christian Felber in seinem Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ aufmerksam gemacht; er führt sie in der Einleitung des Buches an. 
2. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ttip-demonstration-in-berlin-stellt-teilnehmerrekord-auf-a-1057187.html
3. Genauere Zahlen hier: https://www.ecogood.org/was-ist-die-gemeinwohl-oekonomie
4. Jensen / Scheub (2014): Glücks-Ökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben.“, S. 304
5. Einen guten Überblick über das Modell liefert dieses Skript: http://gedankenstrich.org/wp-content/uploads/2014/11/Kurze-Einf%C3%BChrung-in-die-Multi-Level-Perspective.pdf

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